Die jetzt veröffentliche Gnip API v1.1 arbeitet bereits mit Diensten wie Flickr, Digg oder Disqus auf Seiten der Produzenten und mit Plaxo, MyBlogLog oder Lijit bei den Konsumenten zusammen. Um die Weiterentwicklung zu beschleunigen, stehen Bibliotheken für Ruby, PHP, Perl, Python und Java zum Download bereit.
Gnip beherscht sowohl das abfragebasierte Pull-Verfahren, als auch das ergebnisorientierte Push-Verfahren und kann entsprechend eingestellt werden. Gerade das Push-Verfahren macht Gnip zu einem hoffnungsvollen Dienst, der einige Probleme von Social Networks wie z.B. Twitter lösen könnte. Denn die leichte Einbindung von Twitter sorgte in der Vergangenheit für eine schnelle Verbreitung, aber auch immer wieder für Down-Times des zentralen Dienstes. Ein Grund dafür ist die enorme Anzahl von Nachrichtenabrufen über diverse Tools und Dienste. Gnip könnte auch für Twitter die Brücke zum rettenden Ufer sein. Statt eine Unmenge an ergebnislosen Abfragen abzuarbeiten, könnte Twitter die Nachrichten sofort nach dem Upload an alle Empfänger verteilen und so Kapazitäten einsparen.
Gelingt es den Gnip-Machern, wie in den FAQ angekündigt, tatsächlich eine Nachricht innerhalb von 60 Sekunden an alle Empfänger zu verteilen, so wäre dies ein großer Vorteil für die Nachrichtenproduzenten und für die Benutzer. Gelingt ihnen dies nicht, ist der Mehrwert schnell verflogen.




