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45 Millionen Dollar für GoEuro: Berliner wollen sich zur führenden europäischen Reisesuchmaschine aufschwingen

45 Millionen Dollar für GoEuro: Berliner wollen sich zur führenden europäischen Reisesuchmaschine aufschwingen

Das Startup GoEuro hat eine stattliche Finanzierungsrunde in Höhe von 45 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Damit will das Team aus Berlin sich zur führenden europäischen Reisesuchmaschine aufschwingen.

45 Millionen Dollar für GoEuro: Berliner wollen sich zur führenden europäischen Reisesuchmaschine aufschwingen

(Foto: GoEuro)

Die Berliner Tech-Szene weckt immer häufiger das Interesse großer auswärtiger Investoren. So auch im neuesten Fall: dem Startup GoEuro, das es sich im Herzen Berlins am Prenzlauer Berg gemütlich gemacht hat. GoEuro hat soeben eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 45 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Goldman Sachs, daneben sind auch Atomico Ventures (Skype, Klarna) und mehrere private Investoren an Bord.

GoEuro: 45 Millionen Dollar zum Ausbau der europäischen Reisesuchmaschine

Gründer und CEO Naren Shaam. (Foto: GoEuro)
Gründer und CEO Naren Shaam. (Foto: GoEuro)

Gründer Naren Shaam kommt aus Bangalore, hat in Harvard studiert und danach lange in den USA gearbeitet. Auf die Idee zu GoEuro kam er während einer Reise durch Europa: Die hiesige Infrastruktur sei exzellent – aber eben zu fragmentiert und daher undurchsichtig für Verbraucher, zumal wenn diese aus anderen Ländern stammten. Das wollte er ändern, und zwar von Berlin aus. Hier, so hatte er das Gefühl, könne man derzeit am besten ein europäisches Startup aufziehen.

So ist GoEuro entstanden, eine Reise-Suchmaschine, die Nutzer über ein einziges Frageformular zur günstigsten oder schnellsten Reiseroute für ihren Europatrip führt: egal, ob mit Bus, Bahn, Flugzeug oder einer Kombination verschiedener Verkehrsmittel. Tests bescheinigen der App eine nutzerfreundliche Bedienung und fundierte Ergebnisse, auch wenn noch nicht jeder abgelegene Ort mit allen verfügbaren Transportmitteln abgedeckt sei.

Der europäische Reisemarkt ist hart umkämpft

Flugzeug, Bahn oder Bus: GoEuro deckt alle Transportmittel des europäischen Verkehrsnetzes ab.
Flugzeug, Bahn oder Bus: GoEuro deckt alle Transportmittel des europäischen Verkehrsnetzes ab.

„Uns ist kein anderer Anbieter bekannt, der in 11 europäischen Ländern das komplette Bus- und Bahnnetz abdeckt.“

Shaam und sein Team, das mittlerweile schon 150 Mitarbeiter umfasst, sind zwar nicht die einzigen, die die Idee zu einer derartigen Reisesuchmaschine gehabt haben. Mit Qixxit, Waymate oder FromAtoB tummeln sich weitere Anbieter in dem von GoEuro mit 150 Milliarden Euro bezifferten europäischen Reisemarkt. Aber, so erklärt das Startup gegenüber t3n: „Momentan ist uns kein anderer Anbieter bekannt, der wie wir in elf europäischen Ländern – einschließlich der größten sechs – das komplette Bus- und Bahnnetz abdeckt.“ Ja, in manchen Ländern konkurriere man „teilweise“ mit regionalen Anbietern. Das sei allerdings nicht überall so.

Mit dem neuen Kapital will GoEuro seine Plattform optimieren und weitere Regionen erschließen. Trotz der Expansion sei aber keine weitere Dependance in Europa geplant: „GoEuro hat erst kürzlich ein neues großes Büro in Berlin-Mitte bezogen, das noch viel Platz für weitere Mitarbeiter bietet.“ Es ist die mittlerweile vierte Finanzierungsrunde für das 2012 gegründete Unternehmen. Im August 2014 erfolgte die Series-A-Finanzierungsrunde durch New Enterprise Associates und die schon bestehenden Investoren Lakestar, Hasso Plattner Ventures und Battery Ventures: 27 Millionen US-Dollar kamen damals zusammen. Mit der heute bekannt gegebenen Summe steigen die Gesamt-Investitionen in GoEuro auf mehr als 76 Millionen US-Dollar.

Welche Reisesuchmaschine nutzt ihr?

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2 Antworten
  1. von Florian am 10.12.2015 (23:24 Uhr)

    rome2rio.com ist weltweit die afaik vollständigste Suchmaschine

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  2. von Natalia Bolshakova am 11.12.2015 (08:57 Uhr)

    ausgerechnet Berlin......wenn diese Suchmaschine die Qualitaet von BER und weiteren Unmoeglichkeiten in unserer Hauptstadt fuer Arme aufweist, dann 'Gute Nacht'.

    Warum nicht Hamburg, Frankfurt oder Muenchen? Dort ist jedenfalls GELD vorhanden, aber doch nicht in Berlin, dieser Sozialhilfeempfaengerhauptstadt!

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