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Exit in Hamburg: Goodgame Studios für 270 Millionen Euro verkauft

Goodgame Studios hatte einst 1.100 Mitarbeiter und galt als Vorzeige-Startup in Deutschland. Doch das Unternehmen geriet in wirtschaftliche Probleme. (Foto: Goodgame Studios)

Das Hamburger Spiele-Startup Goodgame Studios hat einen Millionen-Exit hingelegt. Die Bewertung liegt allerdings deutlich niedriger als zu früheren Zeitpunkten.

Millionen-Exit in der Hansestadt: Das Hamburger Startup Goodgame Studios wird an Stillfront verkauft. Die schwedische Games-Gruppe lässt sich die Übernahme 270 Millionen Euro kosten. Im Zuge dessen erhalten die Goodgame-Anteilseigner 36,5 Prozent der Shares an Stillfront. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt, Deutsche-Startups.de berichtete zuerst über den Verkauf. „Die Transaktion steht im Einklang mit der von Stillfront kommunizierten Strategie, interessante mobile und browserbasierte Gamingunternehmen im Strategiegenre aktiv zu identifizieren, zu evaluieren und zu akquirieren“, heißt es in einer Pressemitteilung.

In den ersten neun Monaten 2017 konnte Goodgame Studios demnach 71 Millionen Euro netto umsetzen. Erst Ende November hatte das für seine Browserspiele bekannt gewordene Unternehmen erklärt, dass es die magische Erlösgrenze von einer Milliarde Euro geknackt habe. Diese Zahl täuschte allerdings darüber hinweg, dass es sich dabei um den Umsatz seit der Gründung 2009 handelte. Insgesamt war der Umsatz in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

Goodgame Studios: Bewertung deutlich gesunken

Obwohl sich der Exit von 270 Millionen Euro in der deutschen Startup-Szene durchaus sehen lassen kann, kommt Goodgame damit nicht ansatzweise an die Bewertung heran, die die Hamburger einst abgerufen hatten. Zwischenzeitlich soll das Unternehmen mehr als 600 Millionen Euro wert gewesen sein. Die Startup-Schmiede Rocket Internet, die über ihren Investmentarm Global Founders Capital bislang 15 Prozent an der Firma hielt, bezifferte den Wert ihrer Anteile noch Mitte 2016 mit 93 Millionen Euro. Im April 2017 waren es plötzlich nur noch 8,4 Millionen Euro. Für den Inkubator ist der Verkauf trotzdem ein Erfolg: Er stieg 2011 einst mit 3,3 Millionen Euro bei Goodgame Studios ein.

Goodgame Studios war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen wirtschaftliche Probleme hatte. Im August 2016 musste Goodgame Studios Hunderte Mitarbeiter entlassen. Seitdem mussten weitere Beschäftigte gehen. Im Januar sank die Zahl der rund 1.100 Mitarbeiter auf 350. Auf Nachfrage von t3n.de betont Goodgame, dass keine personellen Veränderungen geplant sei und der Standort Hamburg ebenso wie die Marke erhalten bleibe.

Auch die Zukunft der Gründer Christian und Kai Wawrzinek scheint gesichert. Sie gaben die Führung des Unternehmens im September 2016 zwischenzeitlich ab. Bei Stillfront sollen sie nun große Anteilseigner werden, Christian Wawrzinek soll zudem in den Aufsichtsrat des schwedischen Unternehmens wechseln. „Das ist ein konsequenter Schritt in Richtung unserer langfristigen Vision, eins der weltweit führenden Gaming-Unternehmen zu werden“, lässt sich Kai Wawrzinek in der Mitteilung zitieren.

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