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Google-Alternative: Izik will Tablets erobern

Die Google-Alternative Blekko versucht seit mehr als zwei Jahren sich einen Anteil am Suchmaschinen-Kuchen zu sichern. Trotz eines innovativen Ansatzes ist das bisher nicht so recht gelungen. Jetzt soll die Konzentration auf die den Durchbruch ermöglichen.

Google-Alternative: Izik will Tablets erobern

Blekko: Google-Alternative präsentiert neue Tablet-Search-App

Kleine haben es gegen die Übermacht des Marktführers ohne Frage sehr schwer. Das musste auch die mit viel Hoffnung gestartete Alternative Blekko erfahren, die auch zwei Jahre nach dem Start noch keine größere Rolle spielt. Das soll sich nun aber ändern – zumindest auf Tablets: Mit Izik entwickelte Blekko eine Such-App, die speziell für Tablets (iOS und Android) konzipiert wurde. Das Besondere: Jede Suchanfrage wird wie ein digitales Magazin dargestellt.

Mit der App Izik hat Blekko eine Google-Alternative für Tablets vorgestellt. Der Screenshot zeigt Izik auf dem iPad.

Die Idee hinter Izik ist klar: Blekko möchte sich von der textbasierten Suche der traditionellen Suchmaschinenanbieter abgrenzen und ein neues, visuell geprägtes Sucherlebnis bieten. Die Aussichten auf einen Erfolg sind auch gar nicht so schlecht, denn Izik ist schnell und bietet auch zu aktuellen Themen einen guten Überblick.

Im Vergleich zur Google-Suche auf dem iPad liefert Izik nicht nur aktuellere Ergebnisse, sondern zeigt diese auch gleich in verschiedene Kategorien unterteilt an.

Eine echtes Tablet-Feeling kommt mit der browserbasierten Googlesuche auf dem iPad nicht auf.

 

Izik ähnelt dabei mehr bekannten Newsaggregatoren wie zum Beispiel Flipboard oder Pulse, als einer herkömmlichen Suchmaschine. Nimmt man dazu noch die horizontale Anordnung der Ergebnisse, die sich einfach per „Wisch“ durchsehen lassen, macht die Suche auf dem Tablet schnell mehr Spaß als über den Webbrowser. Im Vergleich zu vielen anderen Tablet-Apps drängen die Bilder aber nicht so stark in den Vordergrund, so dass die Ergebnisse immer noch übersichtlich bleiben.

Über die automatisch und intelligent generierten Kategorien in der Navibar am unteren Rand der App soll der Suchende zu einer Reise durch das gesamte Internet aufbrechen können, heißt es im Blekko-Blog. Die Google-Alternative bewirbt dieses Feature mit „Type Less, Get More“.

Hintergrund: Google-Alternative mit Suchfiltern und SEO-Tool

Im August 2010 startete mit Blekko eine innovative Google-Alternative, die die Hoffnung hatte, dem übermächtigen Marktführer Google etwas entgegensetzen zu können. Gelingen sollte dies mit der Verknüpfung von Suche und dem interessanten Ansatz der Slashtags. Dabei handelt es sich kurz beschrieben um Suchfilter, die jeder Nutzer selbst definieren und abspeichern kann. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Wer beispielsweise viel unterwegs ist und in verschiedenen Städten nach Restaurants und Hotels sucht, könnte sich mit den Slashtags /restaurant und /hotel entsprechende Suchen vordefinieren.

Interessant ist auch das eingebaute SEO-Tool, das ebenfalls über Slashtags funktioniert. Über die Eingabe einer URL und dem Slashtag /seo zeigt Blekko einige SEO-Daten der URL an. Dieses Feature ist mittlerweile kostenpflichtig, lässt sich aber einen Monat lang kostenlos testen. Seit dem 1. Januar 2011 lässt Blekko zudem eine „Spam Clock“ laufen, die zeigen soll, dass Google ein großes Spam-Problem hat.

Mit Izik geht Blekko nun also einen neuen Weg und definiert die Suche auf dem Tablet neu. Die Apps für Android und iOS sind kostenlos.

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4 Antworten
  1. von Goran am 07.01.2013 (15:21 Uhr)

    Hmm. iOS 6. Mist.
    Naja, als Suchmaschine kann man sich das ja leisten. Gibt ja keine Konkurrenz.
    Da kann man auch schon mal auf 14 Mio. potentielle Kunden verzichten.

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  2. von Benny Lava am 07.01.2013 (15:23 Uhr)

    "Izik" klingt für mich vom Namen her türkisch und damit ubekannterweise schon mal extrem unsympathisch. Werde ich mir nicht installieren.

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  3. von Goran am 07.01.2013 (15:30 Uhr)

    @BennyLava
    Wow. Und diesen "hübschen" Satz willst du jetzt wirklich so stehen lassen?

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  4. von Benny Lava am 07.01.2013 (20:07 Uhr)

    Sonst holst du deine Brüder, oder was?

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