Datenschutz-Debatte: Google veröffentlicht Anti-Analytics-Plugin

Google hat das bereits Mitte März angekündigte Opt-out-Browser-Plugin für Google Analytics veröffentlicht. Mit dem Plugin bekommen Websitebesucher die Wahlmöglichkeit, ob die von ihnen besuchten Websites Daten mit Google Analytics erfassen dürfen oder nicht. Zusätzlich wird den Webseitenbetreibern eine Option als Mittelweg angeboten, bei der die IP-Adressen der Besucher gekürzt werden.

Bisher lief das Webanalysetool, mit dem Webseitenbetreiber wichtige Informationen zur Optimierung ihrer Seiten erfassen, im Hintergrund, ohne dass die Besucher einen Einfluss darauf hatten. Nun gibt es mit dem Opt-out-Browser-Plugin die Möglichkeit die Übertragung von Daten zu unterbinden, wenn die besuchte Website mit dem JavaScript-Tracking-Code von Analytics ausgestattet ist. Das bereitgestellte Plugin befindet sich noch in einer Beta-Phase und steht momentan für die Internet Explorer, Firefox und Google Chrome zum Download bereit.

Analytics Optout
Für die Nutzer von Safari und Opera gibt es zunächst keine Version des Opt-out-Plugins

Auch für Webseitenbetreiber gibt es nun eine neue Möglichkeit. Ab sofort können sie ihren Besuchern eine zusätzliche Datenschutzoption anbieten, bei der die an Google gesendeten IP-Adressen eingekürzt werden. Allerdings waren die IP-Daten auch bisher in keinem Report sichtbar und wurden nur für die Geolokalisierung genutzt. Einschränkungen bei der Datenanalyse gibt es daher bei dieser Option nur bei der Auflösung der geografischen Berichte. Webseitenbetreiber müssen dazu lediglich eine zusätzliche Zeile in den Tracking Code einfügen.

Eure Meinung?

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8 Answers

  1. von Sung-Bin 26.05.2010 (10:59Uhr) 1.

    Toll genau das Ding haben wir vor 5 Monaten für unsere Website auch gebaut gehabt. Konnten die nicht früher damit kommen? =)

  2. von omBuzzer.de 26.05.2010 (12:17Uhr) 2.

    Google berücksichtigt Datenschutz bei Analytics...[...] Google betreibt. Doch nun hat Google reagiert und seinen Analyse-Service flexibler gemacht. [...]...

  3. von Google verbessert Datenschutz durch IP-K… 26.05.2010 (12:49Uhr) 3.

    [...] t3n: “Google veröffentlicht Anti-Analytics-Plugin“ [...]

  4. von Jeffrey 26.05.2010 (18:26Uhr) 4.

    Ich finde diese Erweiterung nicht sonderlich gut, da die Statistiken für einen Webseitenbetreiber sehr wichtig sind. Nur das anonymisieren der IP-Adresse hätte gereicht.

    Ein Grund mehr für mich bei Piwik zu bleiben :)

  5. von Agentur Aysberg 26.05.2010 (21:39Uhr) 5.

    Na ob das den Düsseldorfer Kreis besänftigen wird? Ok, wir sprechen hier von zwei Dingen: Wenn es um das Kürzen der IP-Adressen geht, könnte das rechtlich ausreichend sein - und für alle Abmahner überprüfbar anhand dieser zusätzlichen Zeile.

    Aber das Opt-Out? Vermutlich werden die Deutschen (Advokaten) ein Opt-In durchsetzen wollen, so dass nur die Leute gezählt werden, die das ausdrücklich wollen.

    Jaja, die Deutschen schießen sich mal wieder selbst ins Bein: Die ganze Welt analysiert die Zugriffe auf die eigenen Websites, um diese gezielt zu optimieren und sich Vorteile im globalen Wettbewerb zu verschaffen. Die ganze Welt? Nein, ein kleines Dorf namens Deutschland...

  6. von Bärbel Loy 26.05.2010 (23:06Uhr) 6.

    Ja das mit der Durchsetzung des Opt-In in Deutschland kann ich mir gut für Deutschland vorstellen. Das passt. In der E-Commerce Welt wurde es ja auch recht schnell realisiert (Thema AGB).
    Mal schauen, was da noch so rumkommt.

  7. von Google Analytics und der verbesserte Dat… 27.05.2010 (16:02Uhr) 7.

    [...] t3n: “Google veröffentlicht Anti-Analytics-Plugin“ [...]

  8. von blogsash 30.05.2010 (05:17Uhr) 8.

    Ich werde dieses Anti-Analytics-Plugin wie viele andere Webmaster nicht nutzen. Die statistischen Besucherdaten sehe ich mir derzeit hin und wieder an und das wars auch schon. So sehr heikel betrachte ich es mit Google Analytics nicht. Aktuell ist es das einzige Tool in meinem Blog, was mir ein paar Sachen über Besucher verrät und übermässiges Datensammeln betreibe ich nicht. Aber es ist schön zu lesen, dass Google hierbei voller Transparenz strotzt.

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