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Google Analytics: Fast 40 % des Search Traffics ist inzwischen „not provided“

Vor gut einem Jahr entschied , die Suchbegriffe eines Nutzers unter bestimmten Umständen nicht länger an Seitenbetreiber weiterzugeben. Die Zahl der betroffenen Besucher würde im einstelligen Prozentbereich liegen, versicherte damals das US-Unternehmen. Eine Studie kommt jetzt auf deutlich höhere Werte. Knapp 40 Prozent des globalen Search Taffics ist demnach mittlerweile „not provided“.

Google Analytics: Fast 40 % des Search Traffics ist inzwischen „not provided“

Bis vor etwa einem Jahr wurden alle Suchbegriffe, über die Besucher eine Website erreichten, an dessen Betreiber weitergereicht. Diese konnten aus den resultierenden Zahlen die Relevanz einzelner Suchbegriffe ableiten. Im Oktober letzten Jahres entschied Google überraschenderweise, die Suchbegriffe eingeloggter Nutzer nicht länger weiterzugeben. In den Statistiken der Seitenbetreiber tauchte erstmals der Begriff „not provided“ auf.

Google Analytics: Die Anzahl der nicht übermittelten Daten wächst

Entsprechende Informationen erhalten ausschließlich Werbekunden, dessen Anzeigen als Weiterleitung fungieren. Während sich Google auf der einen Seite für die Privatsphäre der Nutzer einsetzt, greift demnach dieser Vorsatz auf der anderen Seite nicht mehr sobald Geld im Spiel ist. Eine Entscheidung, die Danny Sullivan in einem Kommentar auf Search Engine Land heftig kritisierte.

Der nicht identifzierbare Teil des Search Traffics steigt kontinuierlich. (Quelle: Search Engine Land)

Aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Entwicklungen wächst die Menge der verdeckten Datensätze kontinuierlich. Eine Studie des Software-Unternehmens Optify offenbarte jetzt, dass durchschnittlich fast 40 Prozent des Search Traffics als „not provided“ gekennzeichnet werden. Teil der Studie waren insgesamt 424 Websites, die in elf Monaten gut 17 Millionen Besucher verzeichneten.

„Not provided": 64 Prozent der Unternehmen müssen auf 30 - 50 % der Daten verzichten

64 Prozent der involvierten Unternehmen erhalten der Studie zufolge keinerlei Informationen zu 30 - 50 Prozent der über Google gewonnenen Besucher. Bei 17 Prozent der Unternehmen waren sogar mehr als 50 Prozent der Daten betroffen. Für Unternehmen, die einen Großteil ihrer Besucher über Suchmaschinen erhalten, deuten diese Erkenntnisse in eine schwierige Zukunft voller Hochrechnungen und Schätzwerte.

Wie hoch ist der Anteil der unvollständigen Datensätze in euren Statistiken?

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25 Antworten
  1. von Martin am 14.11.2012 (16:06 Uhr)

    Das Anzahl....

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  2. von Sven am 14.11.2012 (16:07 Uhr)

    Im letzten Monat waren es 24,5%.
    In den ersten 14 Tagen diesen Monats sind es 30,5%.

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  3. von Lars Budde am 14.11.2012 (16:30 Uhr)

    @Martin Oh Gott. Dem hätte nicht passieren dürfen.

    PS: Ich hoffe, die Ironie ist "provided". ;)

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  4. von Wolfgang am 14.11.2012 (16:54 Uhr)

    Habe mich schon gewundert, warum das so viel wurde. Bei einer lokalen Nachrichten-Seite, die ich betreue, liegt der Wert relativ konstant bei 20,5 Prozent (Zeitraum: letzte 3 Monate).

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  5. von SocialDesignES am 14.11.2012 (17:48 Uhr)

    traurige 21,54 %...
    Der Mehrwert ist also nicht nur für den Content einer Seite, sondern auch für die Google-Kasse wichtig! Bietet ein Unternehmen finanziellen Mehrwert für Google, gibt es keine begrenzte Leistungen mehr und auf die Privatsphäre wird plötzlich gepfiffen. Wer hätte gedacht das google dazu im Stande ist? ;)

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  6. von Danny am 14.11.2012 (19:12 Uhr)

    "Gute" 21% sinds bei mir. Google ist halt ein Unternehmen, was versucht immer mehr Gewinne einzufahren. Ob irgendwann die 100% Marke erreicht wird?

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  7. von Tom Kolbe am 14.11.2012 (19:22 Uhr)

    Wir liegen bei 18,7 % im Wochenschnitt.

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  8. von Max am 14.11.2012 (19:27 Uhr)

    Wir liegen bei 29,09 % für die ersten 13 Tage im November. Das ist echt unglaublich! Gibt es den empfehlenswerte Alternativen zu Google Analytics?!

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  9. von Thomas Schewe am 14.11.2012 (21:38 Uhr)

    @Max

    Der Titel ist irreführend. Das hat nix mit Google Analytics zu tun, sondern Google verändert generell die Referer.

    Ich nutze Piwik und habe das gleiche Problem.

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  10. von GAnalyticsBlog am 14.11.2012 (21:46 Uhr)

    Hey,

    jede Webanalyse Lösung hat dieses Problem, da Google den Riegel davor geschoben hat. In Technik affinen Bereichen kann es, wie z. B. bei meiner Seite auch einmal einen Anteil von knapp 76% einnehmen.

    Rumjammern bringt aber nix, jetzt get es daran kreative Lösungen zu finden! Hochrechnungen sind eine Methode, wenn die Anteile zu groß sind und diese Hochrechnungen nicht mehr greifen sind Kanalübergreifende Schätzungen ein Ansatz. Ich habe mich vor einer Weile mal mit dem Thema beschäftigt: http://ganalyticsblog.de/analytics-allgemein/not-provided-zugriffe-in-google-analytics-analysieren/

    Viele Grüße

    Mario

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  11. von Dave am 14.11.2012 (21:54 Uhr)

    Bei mir derzeit (im letzten Monat) 15,37%.

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  12. von jens.muellerblech am 14.11.2012 (22:52 Uhr)

    Ich verzeichne bis heute im November 24% als "not provided".

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  13. von Max am 15.11.2012 (10:12 Uhr)

    @Thomas Schewe: Vielen Dank für die Aufklärung! Dann werden wir in Zukunft wohl raten müssen.

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  14. von Michael am 15.11.2012 (12:10 Uhr)

    Bei mir sind es 44%. Allerdings sehe ich das nicht so dramatisch. Ich rechne einfach die anderen Suchbegriffe hoch und schon habe ich wieder 100% der Daten mit einer Genauigkeit von ca. 80 %. Das muss halt reichen. Wenn der Wert noch weiter ansteigt wird es aber kritisch :-)

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  15. von severin am 15.11.2012 (20:44 Uhr)

    Ich weiß, ich nehme mit meinem Standpunkt eine Außenseiterrolle ein - aber ich optimiere nicht auf Grundlage dieser Daten. Die einzige Optimierung, die ich bei meinem wichtigsten Projekt betreibe: Content, Content, Content.
    Keyworddichten beachten? Macht Texte unlesbar.
    Analytics auswerten? Wozu.
    Sich in SEO Diskussionen vertiefen? Lenkt nur vom wesentlichen ab.

    Guter Content setzt sich langfristig durch.

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  16. von pietruska am 16.11.2012 (08:55 Uhr)

    Stellt sich die Frage, ob das an Google oder Google Analytics liegt. Wenn es nur an Analytics liegt, könnte man z.B. auf PIWIK ausweichen und hätte dann valide Daten.

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  17. von Thomas Schewe am 16.11.2012 (09:15 Uhr)

    @pietruska

    Sieben Kommentare über Deinem hatte ich bereits geschrieben, dass es nicht an Analytics liegt und auch bei Piwik auftritt.

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  18. von pietruska am 16.11.2012 (09:23 Uhr)

    @Thomas Schewe

    Das hatte ich überlesen. Dann kann ich mir den Umstieg ja sparen ;-)

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  19. von Thomas Schewe am 16.11.2012 (09:41 Uhr)

    @pietruska

    Also der Umstieg auf Piwik lohnt immer. (Man gibt halt die Daten seiner User nicht mehr bei Google ab...)

    Aber zum konkreten Problem lohnt es nicht.

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  20. von Dauload am 21.11.2012 (11:24 Uhr)

    @Alexander Schestag: Ihre Aussage ist falsch, da die Werte an Adwords-Kunden sehr wohl weitergereicht werden.

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  21. von Michael am 21.11.2012 (12:35 Uhr)

    Das liegt nicht am Tool, es liegt daran, dass Google die Suchbegriffe nicht an die Web-Analyse Tools weitergibt. Die sind Doooooof!

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  22. von danielschweiz am 28.12.2012 (22:15 Uhr)

    Kommt schwer auf das Geschäftsfeld der Webseite an.

    Daten: (not provided) von Anfang Oktober 2012 bis heute. Alles Schweizer Webseiten wenn nicht anders erwähnt.

    Unsere Firmen-Webseite (Thema Online Marketing, SEO usw.):
    52 %

    Kunden (diverse Shops zu allen möglichen Bereichen):
    15-20% not provided ("nur")

    Poker-Seite (viel Traffic aus Deutschland):
    Deutsche Besucher: 39% not provided
    Schweizer Besucher: 25% not provided

    Fussball-Seite (Englisch und Deutsch):
    UK&USA&Kanada: 25%
    Deutschland: 24%
    Österreich: 21%
    Schweiz: 17%

    Wie vorher schon erwähnt wurde, schnall ich die Logik nicht. Warum sollten die Daten bei Adwords-Klicks weitergegeben werden und nicht an die organischen Besucher? Sehr speziell... Kann doch nicht sein, dass... ;-)

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  23. von Hier am 10.01.2013 (12:06 Uhr)

    Bei uns sind es knapp10%

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  24. von mollegast am 08.07.2014 (13:24 Uhr)

    Bei mir sinds 66%

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