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SMS-Nachfolger: So will Google den RCS-Standard pushen

SMS-Nachfolger: So will Google den RCS-Standard pushen

Gemeinsam mit will eine Reihe großer Mobilfunkanbieter dem RCS-Standard endlich zum Durchbruch verhelfen. Dazu soll zukünftig von Haus aus einen entsprechenden Messaging-Client mitbringen.

SMS-Nachfolger: So will Google den RCS-Standard pushen

RCS. (Foto: Shutterstock)

RCS, Joyn, Message+? Messaging-Standard soll dank Google endlich abheben

Schon seit 2008 arbeitet die GSM Association unter dem Namen „Rich Communication Services“ (RCS) an einem multimedialen Messaging-Standard, der die Nachfolge der SMS antreten sollte. Vier Jahre später haben sich die ersten Früchte dieser Arbeit gezeigt und verschiedene Netzbetreiber begannen, die Technik unter Namen wie Joyn, Message+ oder „Advanced Messaging“ einzuführen. Das Problem: Wirklich durchsetzen konnte sich der Standard bis heute nicht.

Jetzt versucht sich eine Reihe von Netzbetreibern in Kooperation mit Google daran, RCS doch noch Leben einzuhauchen. Zum einen soll das durch einen von Google entwickelten Android-Client geschehen, der die RCS-Kommunikation zwischen allen Android-Geräten und weltweit über alle Netzbetreiber-Grenzen hinweg möglich machen soll. Außerdem will der Suchgigant eine Cloud-Infrastruktur für Netzbetreiber anbieten, über die sie ihre jeweiligen RCS-Kunden mit denen anderer Carrier verbinden können.

RCS: Jibe soll RCS-Nutzer verschiedener Anbieter miteinander verbinden. (Screenshot: Google)
RCS: Jibe soll RCS-Nutzer verschiedener Anbieter miteinander verbinden. (Screenshot: Google)

Jibe: Googles RCS-Plattform

Die Cloud-Plattform, mit der Carrier ohne größeren technischen Aufwand die RCS-Unterstützung auf ihre Kunden ausweiten sollen, nennt sich Jibe. Dabei handelt es sich um die Technik eines Startups, das Google im September 2015 übernommen hat. Jibe und der universelle RCS-Client sollen den Standard deutlich attraktiver machen als bisher.

Das ist zumindest die Hoffnung der Netzbetreiber, die vor allem auf RCS setzen, seit ihre Einnahmen durch SMS immer stärker wegbrechen. Genau hier liegt aber letztlich auch das Problem: In Zeiten von WhatsApp & Co. besteht schlicht kein wirklicher Bedarf mehr an einer solchen Technik. Zumal schon heute eine Milliarde Menschen die zum Facebook-Konzern gehörende Messaging-App verwenden. Dem Konkurrenz zu machen, dürfte schwer werden.

Wer noch nach einer geeigneten Kommunikations-App sucht, sollte unseren Artikel „WhatsApp-Alternativen: Das können Telegram, Threema, Wire und Co.“ lesen.

via www.gsma.com

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Eine Antwort
  1. von Multi-Connect am 23.02.2016 (11:40 Uhr)

    Der Markt ist dank Whatsapp (weniger dank Skype oder ICQ) schon längst weggebrochen.
    Ist MMS eigentlich das Giro-Pay-Äquivalent und Quasi-Vorgänger von RCS bzw. PayDirect ? Zitiert doch deren Erfolgs-Meldungen.

    Zu SMS hingegen fällt mir nur noch der Berechtigte Abschwung ein:
    http://www.golem.de/news/instant-messaging-die-sms-stirbt-aus-1505-113946.html
    Sogar US-TV-Serien sollten systematisch durch Machinima ersetz werden weil man seinen Kollegen von NaviCIS, Mentalist, X-Akte2, Castle, Blacklist natürlich mit CortanaSiriSwiftkey-SpeechTastatur die Message reinspricht statt wie rückständige Steinzeit-Neandertaler am Telefon zu WARTEN !!! das jemand dran geht. Das war früher vor SMS und vermutlich sogar damals VOR dem Rot-Grünen neuen Markt noch unter Helmut-Kohls schwarz-gelber Regierung !
    Ständig werden US-Bürger wegen "texting" als Autofahrer verurteilt aber Einzug in TV-Serien hat das bisher wohl nicht so sehr gehalten... Die Mobilfunk-Werbe-Einnahmen sind wohl zu wichtig als das man jedem im Krimonologen-Team INDIVIDUELL per Skype, Whatsapp, Hangouts, GoogleTalk, ICQ, Jabber... die frisch gehackten Informationen aufs Handy schiebt sondern immer nur Email benutzt. Auch jedes Kundenkontakt-System sollte sowas anbieten inclusive Uhrzeiten wann welche Kontakt-Version zu nutzen ist. Erst jetzt nach Jahren wurde ja vorgeschlagen, Whatsapp für Support zu nutzen:
    http://www.golem.de/news/messenger-unternehmenshotlines-sollen-whatsapp-nutzen-1602-119271.html
    Bei Formel-1-Kommentaren im FreeTV wurde Whatsapp schon vor Jahren ständig erwähnt. Ich wollte schon vor 10 Jahren daher Alternativen zu SQL also z.B. KV-Datenbanken und wurde damals als "Anfänger" für die Idee tituliert, danach gründete Amazon für vermutlich Zillionen seine NoSQL-Projekte und noch ein paar Jahre später waren NoSQL-Meldungen regelmäßiger als "bessere Akkus, bessere Solarzellen"-Meldungen in der Print-Presse und natürlich Online-Meldungen.
    Multiconnect sollte Standard sein. Leider wird Skype seit dem Ebay-Aufkauf nicht relevant weiterentwickelt. Gut sind allerdings die neuen beschrifteten Buttons auf Skype-Android. Dann wissen Oma und Opa endlich wie sie den Lautsprecher für frei_Sprechen einschalten können statt nicht mit den (zwar nur 4 aber deutlich Lernwürdigen) Icons klarzukommen. GOOGLE-hangouts kann wohl bis heute keine Front-Kamera was Anrufe bei der Versicherungsmeldung oder Immmobilien-Verwaltung mit Hangouts irrelevant macht. Da erkennt man Googles fehlende Fortschrittsfähigkeit ein weiteres Mal....
    Das man Unity/Continuum während eines Telefon-Anrufes usw. auf Kunden oder Patienten oder Arbeitsgruppen oder Lerngruppen oder Vorlesungen oder Facebooks überlegene (für Facebook) Townhall-Teilnehmer oder alle 100 Reporter bei der EZB-Sitzung oder MWC-Vorstellung von irgendeiner neuen Handy-Firma oder Apple-Event erweitert, kann bis heute auch keiner und nicht jeder lebt in einem Land wo man sowas programmieren darf obwohl einiges davon mal so eben ginge damit den anderen nichts übrig bleibt als Kundenvorteil auch in ihren Produkten nach Jahrzehnten der Stagnation einzuführen.

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