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Google Art Project: Kunstwerke aus aller Welt online bewundern [Galerie]

Google Art Project: Kunstwerke aus aller Welt online bewundern [Galerie]

Das Art Project gehört zu den weniger bekannten Projekten des Suchmaschinenriesen, doch das soll sich jetzt ändern. Google hat das Google Art Project deutlich erweitert. Wir stellen euch das Projekt vor und zeigen euch in einer Galerie am Ende des Artikels, welche Museen unter anderem mit dabei sind und was es an toller Kunst zu sehen gibt.

Google Art Project: Kunstwerke aus aller Welt online bewundern [Galerie]

Dass Kunst und Hightech Hand in Hand gehen können, beweist das Google Art Project seit Februar 2011. Das Projekt startete vor einem Jahr mit etwa 1000 Kunstwerken aus Museen wie dem Van Gogh Museum in Amsterdam, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Uffizi in Florenz oder auch der Tate Gallery in London. Nach der aktuellen Erweiterung bietet das Google Art Project Kunstinteressierten jetzt Zugang zu mehr als 30.000 Gemälden, Skulpturen und Fotografien aus 151 Museen in 40 Ländern.

Das Google Art Project bietet unter anderem virtuelle Rundgänge durch Museen und Galerien im Stil von Google Streetview. Hier durch das J. Paul Getty Musueum in Los Angeles.

Google Art Project: Street View für Museen und Galerien

Wie von Google Street View bekannt, kann man mit dem Google Art Project virtuell durch Galerien und Museen flanieren und diese in einer 3D-Darstellung erkunden. Derzeit stehen virtuelle Touren durch 46 Museen zur Verfügung. Dazu gehört auch ein Rundgang durch das Weiße Haus, in dem ebenfalls eine durchaus beeindruckende Kunstsammlung zu finden ist. Auch einige deutsche Museen machen beim Google Art Project mit. Darunter befinden sich zum Beispiel das Pergamonmuseum in Berlin oder auch das Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

Gemälde, Fotos und Skulpturen in hoher Auflösung

Besonders die hohe Auflösung, die mehrere Zoomstufen erlaubt, kann dabei überzeugen. Ausgewählte Werke sind sogar in einer so hohen Auflösung mit von der Partie, so dass Besucher jeden einzelnen Pinselstrich nachvollziehen und unter Umständen sogar noch mehr Details ausmachen können, als wenn sie im Museum direkt vor dem Kunstwerk stehen würden.

Das Google Art Project macht besonders viel Spaß, wenn man ein wenig in der umfassenden Kunstsammlung stöbert.

Neues beim Google Art Project

In einem Blogpost gibt Google einen Überblick zu den Neuerungen beim Google Art Project. Neben dem jetzt deutlich größerem inhaltlichen Umfang gehören zum Beispiel die neuen Werkzeuge Explore und Discover dazu, die es dem Besucher erlauben, Kunst aus einer bestimmten Epoche, von einem bestimmten Künstler oder nach Typ zu suchen. Außerdem integriert das Google Art Project jetzt Google+ und Hangouts. Darüber hinaus kann man bestimmte Gallerien und Museen direkt aus dem Street View in Google Maps von Innen betrachten.

Das Google Art Project erlaubt es dem Nutzer, seine persönliche Galerie mit seinen Lieblingskunstwerken zu erstellen.

So funktioniert das Google Art Project

Möchte man virtuell ein Museum erkunden, wählt man einfach unter „Sammlungen“ die gewünschte Institution aus und kann daraufhin das Museum Mausklick für Mausklick erkunden. In die meisten Bilder kann der Besucher hereinzoomen und man kann sogar seine ganz persönliche Galerie anlegen und dieser seine Lieblingswerke hinzufügen, so dass man später alle Fundstücke aus aller Welt an einem Ort gesammelt wiederfindet.

Kunst vs. Kommerz?

Google arbeitet seit einigen Jahren daran, das kulturelle Vermächtnis ins Web zu bringen. Kunst und Kultur einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen hört sich prinzipiell erstmal nach einem edlen Anliegen an, doch nicht jeder Künstler wertet dieses Treiben positiv. Immerhin verwertet Google die betroffenen Werke auf eine Art und Weise. Probleme gab es bereits mit Google Books, einem Projekt bei dem der Konzern begann Bücher zu digitalisieren. Hierzulande muss sich auch Youtube mit der Gema bezüglich Verwertungsrechten herumschlagen. Ohnehin wird derzeit wieder viel über das Urheberrecht diskutiert.

Wie auch immer man zu dem Thema steht, dürfte fast jeder auch Verständnis für die Kunstschaffenden haben. Beim Google Art Project dürften diese Probleme und Diskussionen aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Immerhin sind die Urheberrechte bei vielen Werken aus der Bildenden Kunst bereits erloschen.

Zwar verdient Google mit dem Google Art Project nicht direkt Geld, aber Nutzer, die sich einloggen, um zum Beispiel ihre Lieblingswerke in ihrer persönlichen Galerie zu kategorisieren, verknüpfen ihr Profil in gewohnter Weise mit anderen Google-Diensten und erweitern so ihr Profil bei Google auch noch um ihren Kunstgeschmack.  Dass persönliche Daten mittlerweile bares Geld wert sind, dürfte dabei nichts Neues sein. Trotz dieses Umstandes gehört das Google Art Project sicherlich zu den beeindruckensten Projekten des Konzerns und eignet sich nicht nur für Kunst-Fanatiker. Ein Besuch in den virtuellen Kunsthallen dieser Welt ist in jedem Fall mehr als beeindruckend. Eine kleine Auswahl toller Kunst findet ihr in der folgenden Bildergalerie:

Weiterführende Links:

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3 Antworten
  1. von Suckerburg am 04.04.2012 (16:00 Uhr)

    Viel zu umständliche Navigation.

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  2. von Tino am 04.04.2012 (17:20 Uhr)

    Der letzte Absatz des Artiikels klingt leicht paranoid. Das Google Art Project ist eine faszinierendes Kunsterlebnis. Zwar ersetzen die virtuellen rundgänge nicht den realen Besuch, vermitteln aber doch schon den zu erwartenden Kunstgenuss.
    Das Projekt mit Google Books zu vergleichen hinkt schon sehr. Denn es ist eine Kooperation zwischen den Museen und Google. Wie sieht es eigentlich mit den Urheberrechten hier im Artikel aus (Fotos, Screenshots)? Wer noch mehr Videos zum Art Project sehen möchte - bitte!

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  3. von Matthias am 08.04.2012 (16:21 Uhr)

    Wahrscheinlich auch nur ausgesuchte Kunst durch google. Ob das den Museen ect. recht ist. Schöner wäre eigentlich wenn google diese Galerien für alle Künstler öffnet. Dann können sich Künstler präsentieren und die Kunstinteressierten suchen sich aus was gefällt, ob alte oder neue Kunst.
    Ich arbeite gerade auch an etwas Holzkunst. Habe aus einem alten Klavier die Tasten ausgebaut und baue jetzt ein paar Hängeleuchter und Kerzenhalter. Außerdem entwerfe ich dieses Jahr noch eine große Weihnachtspyramide und noch ein paar schöne Sachen, wie Ritterburg oder Schwibbogen.
    Besucht doch mal meinen Blog

    Viele Grüße aus Dresden und dem Erzgebirge

    Matthias Hirth Bastelwelt-Erzgebirge

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