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Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant

    Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant

Google Assistant. (Foto: t3n)

Mit dem Google Assistant will der Suchmaschinenriese den Umgang mit Smartphones und dem vernetzten Zuhause revolutionieren. Aber was genau ist dieser Assistant eigentlich?

Übersicht:

Google Assistant: Die Zukunft der Suche ist individuell

Mit seinem Assistant hat Google die Absicht, ein individualisiertes Google-Erlebnis für jeden Nutzer anzubieten. Zwar bieten die Google-Suche und Google Now Ansätze in diese Richtung, mithilfe der integrierten künstlichen Intelligenz kann der Google Assistant aber als eine Art „Google Now auf Speed” verstanden werden – mit der Zeit lernt der Assistent euch besser kennen und passt sich an eure Interessen an. Darüber hinaus ist der Assistant darauf optimiert, Befehle und Anfragen per Sprache zu erhalten, wenngleich im Allo-Messenger auch per Text Anfragen gestellt werden können.

Der Google Assistant will euer persönliches Google sein. (Bild: Google)
Der Google Assistant will euer persönliches Google sein. (Bild: Google)

Mit der geballten Sammlung des Google-Wissens im Rücken ist der Assistant dazu in der Lage, auf Fragen zu antworten – ein konversationaler Austausch ist im Ansatz möglich. Das bedeutet, dass ihr während einer Unterhaltung mit dem Assistant den Bezugsrahmen nicht stets erneut festlegen müsst. Wenn ihr beispielsweise nach Filmen mit Til Schweiger sucht, aus der aufgeführten Liste anschließend einen bestimmten Film auswählt und anschließend fragt: „Wer ist der Regisseur?“, erhaltet ihr umgehend eine Antwort, ohne weitere Informationen zum Kontext zu geben. Die Konversation kann unendlich fortgesetzt werden: Ihr könnt euch Fotos anzeigen lassen oder erfahren, mit wem er verheiratet ist, und euch im Assistant auch einen Filmtrailer von „Honig im Kopf“ einspielen lassen.

Ihr sucht Fotos einer Person? Der Google Assistant hilft euch bei der Recherche. (Foto: t3n)

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Google setzt beim Assistant voll auf Sprachsuche

Der Assistant ist selbstredend mit anderen Google-Apps wie Kalender, Fotos oder Maps verbunden. Entsprechend könnt ihr im Assistant Termine und Erinnerungen erstellen oder euch in Google Maps auf einer Route liegende Cafès, Restaurant oder Tankstellen einblenden lassen. Einige Funktionen sind zum Deutschlandstart noch nicht nutzbar, sollen aber im Laufe der kommenden Monate verfügbar gemacht werden – wie zum Beispiel die Suche nach Fotos aus einem bestimmten Zeitraum oder Kontext.

Das ist aber bei Weitem nicht alles, wozu ihr den Assistent verwenden könnt. Auf einer Übersichtsseite zum Amazon-Echo-Konkurrenten Google Home findet ihr einen Überblick der verfügbaren und kommenden Funktionen, Partner und unterstützten Apps. Den Angaben zufolge könnt ihr bald Begriffe übersetzen, Rechenaufgaben lösen, euch eure aktuellen Termine zusammenfassen, aber auch Medieninhalte wiedergeben lassen – zum Beispiel per Chromecast. Google Home kann euch im Speziellen dabei helfen, über eure Heimvernetzung das Licht und die Temperatur zu regeln. Dagegen ist noch nicht vorgesehen, über den Assistant Einkäufe möglich zu machen.

Das langfristige Ziel Googles ist es, die Interaktion mit technischen Geräten zu vereinfachen. Das Unterfangen verfolgt Google schon mindestens seit 2011 mit dem Project Majel. Der Name des Projekts ist an die Stimme des Computers der Science-Fiction-Serie Star-Trek angelehnt. Dessen Stimme stammt von der Schauspielerin Majel Barrett-Roddenberry. Interessant in diesem Kontext: Google-Designer Matias Duarte sprach 2011 in einem Interview mit Slashgear davon, dass man sich bei der Entwicklung der Android-Spracheingabe an Star Trek anlehne.

Our approach is more like Star Trek, right, starship Enterprise; every piece of computing surface, everything is voice-aware. It’s not that there’s a personality, it doesn’t have a name, it’s just “Computer.” – Matias Duarte (2011)

Viele Geräte, viele unterschiedliche Einsatzzwecke für den Google Assistant

Voice first: Mit dem Assistant will Google das Segment der Sprachsuche weiter ausbauen – überall. (Bild: Google)
Voice first: Mit dem Assistant will Google das Segment der Sprachsuche weiter ausbauen – überall. (Bild: Google)

Je nach Produkt bietet der Google Assistant unterschiedliche Einsatzszenarien an. Mit Google Home bekommt ihr den Assistenten in euer Zuhause. Der Funktionsumfang entspricht in etwa dem, was Amazon mit Echo und dem Assistenten Alexa bietet: Ihr sprecht in die kleine Google-Dose und diese antwortet per integriertem Lautsprecher darauf. Auch das Setzen von Alarmen, Erinnerungen und Co. wird unterstützt. Mit Google Home werdet ihr euer gesamtes Smart-Home steuern können – zumindest nach aktuellem Stand.

Auf Googles eigenen Pixel-Smartphones (Test) funktioniert der Assistant in etwa wie Apples Siri oder Microsofts Cortana – aber auf Steroiden. Per Druck auf den Homebutton oder dem Hotword „Ok Google“ wird der Service aktiviert. Im Unterschied zu Google Now habt ihr keine Möglichkeit, Text einzutippen – der integrierte Assistant auf dem Pixel lässt sich nur per Sprache bedienen. So könnt ihr unter anderem YouTube-Videos abspielen, Nachrichten senden oder nach diversen Informationen suchen – es ist also praktisch an die Stelle von Now on Tap gerückt. Das ehemalige Google Now heißt jetzt Feed und kann auf den Pixel-Phones noch per Wischgeste auf dem linken Homescreen erreicht werden – es ist fraglich, ob das langfristig so bleibt.

Die Pixel-Smartphones sind die ersten Geräte mit fest eingebackenem Google Assistant – aber mit Sicherheit nicht die letzten. (Foto: t3n)
Google hauseigene Pixel-Smartphones sind die ersten Geräte mit fest integriertem Google Assistant – aber mit Sicherheit nicht die letzten. (Foto: t3n)

Das dritte Zuhause des Assistant ist bekanntlich Allo. Dieser dient im Messenger, der für Android und iOS angeboten wird, als eine Art Chatbot, der unter anderem dabei helfen kann, Informationen zu liefern, die in einer Konversation benötigt werden. Zur Steuerung des Smartphones ist er an dieser Stelle nicht zu gebrauchen. Langfristig können wir davon ausgehen, dass die Funktionen des Assistant auf jedem Gerät genutzt werden können.

Allo. (Bild: Google)
Beim Allo-Messenger dient der Assistant als eine Art Chatbot . (Bild: Google)

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