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Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant

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Google Assistant: Auch für Android TV, Android Wear 2.0 und Android Auto

Übersicht:

Die Streaming-und Gaming-Box Nvidia Shield TV (2017) wird als erstes mit dem Google Assistant ausgestattet. (Bild: Nvidia)
Die Streaming-und Gaming-Box Nvidia Shield TV (2017) wird zuerst mit dem Google Assistant ausgestattet. (Bild: Nvidia)

Im Januar 2017 hat Google angekündigt, seinen Assistant für Android-TV-Geräte freizugeben. Set-Top-Boxen wie die Nvidia Shield TV (Test), der AirTV Player, Xiaomis Mi Box aber auch Smart-TVs von Sharp Aquos, Sony Bravia mit Android TV basierend auf Android 6.0 und Android 7.0 sollen in den nächsten Monaten ein entsprechendes Update erhalten. Als erstes Produkt soll die zur CES 2017 angekündigte Streaming-Box Shield TV (2017) (Provisions-Link) mit dem Google Assistant bestückt werden.

Der Google Assistant kommt auch auf Googles Android TV. (Bild: Google=
Der Google Assistant kommt auch auf Googles Android TV. (Bild: Google=

Mit dem Assistant könnt ihr dann nicht nur per Befehl „Spiele „Stranger Things“ auf Netflix“ bestimmte Filme und Serien starten, sondern auch Inhalte entdecken. Hierfür sprecht ihr beispielsweise „Suche auf YouTube nach Videos von Jimmy Kimmel“. Wenn ihr sagt „spiele ein zweites“ bekommt ihr ein weiteres Video von Kimmel gezeigt. Ebenso besteht die Möglichkeit, Zusatzinformationen über bestimmte Inhalte per Sprachsuche zu erhalten.

Mit dem Google Assistant lässt sich per Android TV außerdem die Heimautomation steuern und beispielsweise für das richtige Kinoambiente das Licht dimmen. Selbstredend könnt ihr wie auf dem Pixel-Phone oder Google Home nach euren anstehenden Terminen oder dem Weg ins Büro fragen.

Google bestätigt überdies, dass der Google Assistant in den kommenden Monaten auf Smartwatches mit Android Wear 2.0 landen wird. Die ersten Geräte mit der neuen Software sollen im ersten Quartal 2017 erscheinen. Android Auto wird den Assistenten ebenso erhalten.

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Der Google Assistant wird für Drittanbieter geöffnet

Ab Dezember wird Google die Schnittstellen des Assistant für weitere Dienste öffnen. Mithilfe der „Actions on Google“ können Drittentwickler ihre Services mit dem Assistant verknüpfen. Damit werden direkte Aktionen ermöglicht – wie die Steuerung einer Musik-App zum Abspielen von Musik.

Die Actions on Google unterstützen aber auch Konversationen, um zum Beispiel ein Taxi oder Uber zu bestellen. Im Gespräch mit dem Assistent werden notwendige Zusatzinformationen zur Bestellung geklärt. Zur Nutzung des Fahrdienstes muss nicht einmal die entsprechende App vorinstalliert sein. Hierfür könnte Google womöglich auf Elemente seiner neuen „Android Instant Apps“ setzen.

Das sind die ersten bekannten Partner der Actions on Google. (Screenshot: Venture Beat)
Das sind die ersten bekannten Partner der „Actions on Google“. (Screenshot: Venture Beat)

… und für viele Geräte – selbst den Raspberry Pi

Bastler können den Assistant auch bald auf den Raspberry Pi per SDK portieren. (Pi Foundation)
Bastler können den Assistant auch bald auf den Raspberry Pi per SDK portieren. (Pi Foundation)

Dass der Assistant nicht exklusiv auf Googles Hardware bleibt, war abzusehen. Zur breiten Integration in andere Geräte, die auf freiwilliger Basis stattfindet, bietet Google ein Entwickler-Kit an. Das Embedded Google Assistant SDK ermöglicht die Integration nicht nur in die üblichen Geräte wie Smartphones, Tablets oder Google-Home-Boxen – Google hat offensichtlich auch Bastler im Sinn, die den Assistent auf den Raspberry Pi bringen wollen. Soviel zum Walled Garden oder einem zweiten Apple.

Google Now ist Teil des Google Assistant

Der Google Assistant wird mit Android 7.1 Nougat den bisherigen Standard in Form der Sprachsuche und Google Now ersetzen. Genauer gesagt, wird Google Now mitsamt der Sprachsuche ein Teil des Assistant, wie sich bereits angedeutet hatte. Eile mit der Umstellung und der raschen Verbreitung hat Google aber nicht, denn Android 7.1 Nougat steht vorerst nur für die hauseigenen Pixel-Smartphones bereit, im Laufe des Jahres 2016 sollen die ersten Nexus-Geräte eine Entwickler-Vorschau erhalten. Im Laufe des ersten Quartals 2017 dürften dann voraussichtlich auch andere Hersteller den Assistant auf ihren Geräten installieren.

Google Now und die Sprachsuche sind nun ein Teil des Google Assistant. (Foto: dennizn / Shutterstock.com)
Google Now und die Sprachsuche sind nun ein Teil des Google Assistant. (Foto: dennizn / Shutterstock.com)

Der Assistant ist aber nicht nur in den Pixel-Smartphones beheimatet, sondern auch in Googles Messenger Allo und der schon erwähnten Amazon-Echo-Alternative Google Home. Allo ist dabei schon für alle Nutzer verfügbar, aber aktuell nur auf Englisch nutzbar. In Kürze dürfte aber auch die deutsche Version ausgerollt werden. Google Home soll im Laufe des Frühjahrs 2017 in den deutschen Handel kommen.

Google Assistant: Nichts geht ohne eure Daten

Eines dürfte klar sein: Das Mehr an künftigem Bedienkomfort hat ihren Preis. Um den Google Assistant in vollem Umfang nutzen zu können, gebt ihr eure Daten her. Alles, was ihr dem Google Assistent auftragt, oder einsprecht, landet auf Googles Servern. Dazu gehören auch eure Bewegungsmuster, euer Einkaufsverhalten und die Surf-Historie und alles, was ihr mit Google teilt. Das ist im Grunde nicht neu, schon mit Chrome, Google Now, der Sprachsuche und allen anderen Google-Diensten wandern diese Informationen zum Internetriesen.

Eure Daten werden wie bisher weiterverarbeitet und für eine gezielte Ausspielung von Werbeanzeigen verwendet. Immerhin zeigt Google euch, was das Unternehmen über euch weiß. Wenn ihr nicht wollt, dass Google eure Daten analysiert, hilft nur eins: eine passende Alternative finden. Bei Suchmaschinen geht das vielleicht noch, aber bei mobilen Betriebssystemen sieht es recht mau aus. Und auch die Konkurrenz von Apple oder Microsoft sollte in dieser Hinsicht besser nicht unterschätzt werden.

Zum Weiterlesen: Google-Suche-Trend: 20 Prozent aller Anfragen finden schon per Sprache statt und Pixel und Pixel XL im Test: Viel Google zum iPhone-Preis Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 12. Oktober 2016

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