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Wie das Google-Author-Tag die Klickrate beeinflusst

Wie das Google-Author-Tag die Klickrate beeinflusst

zeigt mit dem Author-Tag zusätzlich zu seinen Suchergebnissen seit geraumer Zeit Autoreninformationen an. Der Einfluss auf die Klickraten war umstritten. Ein Blogger machte das Author-Tag sogar für den Verlust von 90 Prozent seines Traffics verantwortlich. Einer älteren Google-Studie zufolge wurden die Zusatzinformationen zumindest ignoriert. Neue Untersuchungen deuten jedoch auf eine gesteigerte Aufmerksamkeit der Nutzer hin.

Wie das Google-Author-Tag die Klickrate beeinflusst
Langsam geht die Aufmerksamkeit der Nutzer auch auch auf die Autoreninformationen…

2012 ignorierten 89 Prozent der Nutzer das Author-Tag

Diagramm: Google
Noch im Mai 2012 bemerkten die wenigsten Nutzer das Author-Tag. (Diagramm: Google)

Anfang 2012 hat Google eine zusammen mit der University of California in Berkely veröffentlicht, in der es um die Frage ging, wie Nutzer auf soziale Anmerkungen in den Suchergebnissen, also zum Beispiel das Author-Tag, reagieren. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Damals bemerkte die überwiegende Mehrzahl der Nutzer diese zusätzlichen Informationen überhaupt nicht. Die Forscher sahen darin eine Form der Unaufmerksamkeitsblindheit. Will heißen: Unser Gehirn ist mittlerweile recht gut darauf trainiert, Suchergebnisse schnell zu überfliegen und das vermeintlich passende auszuwählen, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen.

Anschließend wurde überprüft, inwiefern die Position des Author-Tags eine Rolle spielt. Laut der Google-Studie lesen Nutzer zuerst den Textausschnitt, dann die URL, dann den Titel und zuletzt die zusätzliche Autoreninformation. Auch konnte festgestellt werden, dass größere Bilder der Autoren besser funktionieren als kleinere, da diese einfach ignoriert werden.

Nutzerverhalten passt sich an: Das Author-Tag fällt langsam auf

(Diagramm: Google)
Langsam geht die Aufmerksamkeit der Nutzer auch auch auf die Autoreninformationen. (Schaubild: Google)

In einer neuen Studie vom Anfang des Jahres hat Google eine Entwicklung hin zu mehr Aufmerksamkeit auf den Author-Tag festgestellt. Nutzer scheinen langsam zu lernen, die zusätzlichen Informationen zu verarbeiten. Die Autoren der Studie glauben sogar, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird. Laut der scheinen mittlerweile nämlich immerhin 60 Prozent der angezeigten Zusatzinformationen über den Autor tatsächlich im Blickfeld der Suchenden zu gelangen.

Google nutzt regelmäßig Testgruppen, deren Augenbewegung bei Suchvorgängen aufgezeichnet werden, um festzustellen auf welchem Bereich der Seite wir schauen. Früher blieb der Blick meist im oberen Bereich der Suchergebnisse. Mehr als die ersten drei Suchergebnisse wurden selten genauer betrachtet. Nach der neuen Studie scheint sich das geändert zu haben. Es scheint, als würde das Author-Tag tatsächlich die Aufmerksamkeit der Nutzer weiter nach unten zu dem entsprechenden Beitrag ziehen können.

Aufmerksamkeit auf Autoreninformationen hängt von der Suchanfrage ab

Quelle: Google
Entscheidend ist das Thema der Suchanfrage. (Diagramm: Google)

Wie sehr Informationen über den Autor die Wahl des entsprechenden Suchergebnisses beeinflussen, scheint laut Googles Studie stark von dem Themengebiet der Suche abzuhängen. Hier sei vorangestellt, dass der Stichprobenumfang lediglich 58 Nutzer umfasst hat und nicht als repräsentativ gelten kann. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass sich zum Beispiel bei einer Suche nach einem ortsansässigen Anbieter 100 Prozent der Suchenden auf das Author-Tag konzentriert haben, während das bei der Suche nach Nachrichten nur 14 Prozent taten.

Die Entwicklung lässt aufhorchen. Je mehr Nutzer sich an das Author-Tag als zusätzliche Informationsquelle gewöhnen, desto höher dürfte der Einfluss dieser Information auf die Klickraten sein. Vermutlich wäre es jetzt an der Zeit, die eigenen Fotos mal genauer anzuschauen. Wenn Suchende sich die Bilder tatsächlich anschauen, was mehr und mehr der Fall zu sein scheint, sollten sie vermutlich auch optimiert werden.

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7 Antworten
  1. von Jan am 04.06.2013 (12:07 Uhr)

    Lustig, gestern noch habe ich mir selbst die Frage gestellt, warum ich automatisch die Author-Tag Ergebnisse als erstes anklicke...
    Es funktioniert auf jeden Fall mehr als gut (zumindest bei mir).

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  2. von Peter am 04.06.2013 (12:18 Uhr)

    "Früher blieb der Blick meist im oberen Bereich der Suchergebnisse. Mehr als die ersten drei Suchergebnisse wurden selten genauer betrachtet."

    tja, seitdem die ersten Einträge ja meist Werbung ist, ist das ja auch kein Wunder. Das hat jetzt nix mit dem Autor zu tun.

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  3. von Tom am 04.06.2013 (13:40 Uhr)

    Ja ich denke ein bekanntes bild steigert einfach die Klickrate.

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  4. von Michael am 04.06.2013 (15:15 Uhr)

    Kann man eigentlich auch das Profil einer Googl+-Seite als Authoren angeben oder muss das zwingend ein privates Profil sein?

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  5. von Namen sind Marken-Brands am 04.06.2013 (15:20 Uhr)

    Es gibt Berufskleidung und das sieht man durchaus auf Fotos.

    Das Autor-Tag ist für etablierte Themen vielleicht ganz sinnvoll weil man die Autoren kennt. Für unbekannte Themen hingegen ist es vielleicht nur eine Art Hilfs-Krücke.

    Denn wenn ich wüsste das Hans Wurst voll der Rasenmäher-Checker (oder Auto-Pimping-King) ist und ich Rasenmäher-Fragen habe (bzw. mein Auto Tunen will), ich ja gleich bei Hans Wurst schauen würde.
    Interessant wäre also, das man sieht was der Autor sonst so geschrieben hat wenn einem der Stil gefällt. Hier sind Autoren auch oft eher unbekannt wohingegen es in USA vielleicht eher ein Brand/Marken-Charakter hat und man im TV und Radio und Web auftritt und seine Thesen darlegt so das die Gesicher bzw. Namen eher ein Gewicht beim Klicken haben als hier.
    Die Qualität der Artikel wäre relevant aber Merkel kann das CDU-Wahlprogramm sicher perfekt erklären, Texte zum SPD-Programm würde ich aber eher von anderen Autoren bevorzugen. Das ist vielleicht der Planungs-Fehler bei Wikis oder Foren wo Autoren wohl eher einen pauschalen Glaubwürdigkeits-Level haben (sollen). Es zählt also weniger der Durchschnittswert (z.b. 4.5 bei Amazon) sondern die Verteilung. Strittige Themen haben viele 0-Sterne und viele 5-Sterne. Ikea-Bauanleitungen haben möglichst viele 5-Sterne und wenig 0 Sterne-Wertungen. Man kann bei Autoren dann auch schauen welche Texte besonders gut ankommen und welche Texte eher als Müll angesehen werden oder viele Feinde haben oder sehr strittig sind.

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  6. von kerla am 05.06.2013 (01:55 Uhr)

    @micha: Autoren sind immer Personen, nicht seiten

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  7. von mat0r am 24.10.2013 (19:30 Uhr)

    Das Author Tag kann zu Steigerungen führen aber ich finde viel wichtiger ist die Positionierung. Da ist es egal ob Author Tag oder nicht m.M.

    http://upplex.de/klickrate-bei-google-suchergebnissen/

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