Der Einsatz von NFC ermöglicht ein bequemes, bargeld- und kartenloses Bezahlen von unterwegs. Dabei sind jedoch nicht Checkout-Prozesse in Web-Shops über mobile Endgeräte gemeint, sondern vielmehr das Bezahlen beim Einkauf im stationären Handel. Obwohl das mobile Bezahlen per Drahtlostechnologie zwar noch nicht sehr weit verbreitet ist, gilt diese Form des Payment jedoch als ein Zukunftsmarkt. Dementsprechend versuchen sich viele Unternehmen als Infrastruktur-Anbieter in diesem Bereich zu etablieren.
Die Cloud als Datentresor
Auch Google geriert sich in diesem Umfeld als Innovationstreiber. Wie die Ecommerce-Times berichtet, erweitert der Konzern nicht nur das Spektrum an möglichen Kreditkarten-Anbietern in seinem Mobile Payment Service „Wallet“, sondern speichert die Kreditkarteninformationen der Kunden künftig nicht mehr direkt auf deren Geräten ab. Das Unternehmen hat stattdessen dafür eine cloud-basierte Lösung erdacht und verspricht sich davon zum einen eine Vereinfachung im Bereitstellungsprozess des Dienstes an die Kunden, zum anderen soll diese Maßnahme für ein neues Sicherheitsgefühl bei den Anwendern sorgen: Bei Verlust des Smartphones waren gespeicherten Kreditkarten-Daten bisher nicht sicher, da sich Dritte theoretisch Superuser-Rechte verschaffen und somit die Daten auslesen und missbrauchen können. Der Umzug in die Cloud soll dies nun verhindern und somit eine Hemmschwelle beseitigen, die viele Smartphone-Nutzer bis dato von einem Einsatz dieser Payment-Lösung abgehalten hatte.
Tags als „Brückentechnologie“
Im Kampf um das Smartphone als elektronische Geldbörse hat Google die entsprechenden Funktionen bereits softwareseitig in seine jüngste Android-Version integriert, hardwareseitig sind jedoch bisher nur wenige Geräte (u.a. das Galaxy Nexus sowie das Nexus 7) bereits mit den entsprechenden Funkempfängern ausgestattet.
Da die geringe Verbreitung von NFC-tauglichen Geräten jedoch einen „Flaschenhals“ für ein weiteres Wachstum der Nutzerbasis darstellt, wird seit dem 01.08. in einem Pilotprojekt der Targobank eine hardwareunabhängige Variante erprobt: Vergleichbar mit einem RFID-Tag, lassen sich die – bereits mit den Kreditkartendaten der Kunden versehenen – NFC-Chips auf Smartphone-Gehäuse aufkleben.
NFC als Zukunft des Mobile Payment? Eine Frage des Betrachtungswinkels
Ob Ansätze wie der von Google tatsächlich bisherige Sicherheitsbedenken werden ausräumen können, muss sich erst noch zeigen. Auch ist noch nicht absehbar, inwieweit „Gadgets" wie NFC-Tags zum Aufkleben wirklich eine praktikable Alltagslösung darstellen (allenfalls wäre es sinnvoll, sie unter einen Akku-Deckel zu kleben). Unabhängig von den vielversprechenden anderen Anwendungsfeldern dieser Technik, fußt Skepsis gegenüber deren Einsatz als Zahlungsvariante jedoch oftmals lediglich auf der eigenen Anspruchshaltung als Konsument in einem westlichen Markt.
Ein Chip zum Aufkleben auf ein Mobiltelefon, über den sich Zahlungsprozesse abwickeln lassen, wirkt auf hiesige Beobachter auf den ersten Blick vielleicht nur als ein skurriler Feldversuch eines Kredit-Institutes. Für Konsumenten in Schwellenländern jedoch, in denen es oftmals eine bisher nur unzureichende Infrastruktur für allgemeine Bankgeschäfte gibt, könnte ein solches Produkt eine vergleichbare Auswirkung haben, wie sie die Entwicklung des Mobiltelefons für diese Regionen einst mit sich brachte: Was in weiter entwickelten Regionen Telekommunikation lediglich mobil gemacht hatte, hatte sie in anderen Ländern überhaupt erst flächendeckend ermöglicht.
Insofern schlummert das eigentliche Potenzial dieser Technik als Payment-Option in den Möglichkeiten zur Erschließung neuer Märkte: „Banking“ und „Payment“ in Regionen bringen zu können, in denen das bisher nur unzureichend möglich ist, ist ein weit lukrativeres Geschäft, als seinen Fokus lediglich darauf zu legen, es hiesigen Konsumenten zu ermöglichen, ihren Kaffee künftig per Smartphone bezahlen zu können.









von Stefan Dreer via facebook 03.08.2012 (12:05Uhr) 1.
Nein Danke.
von Volker Kreß via facebook 03.08.2012 (12:08Uhr) 2.
kla - nur ohne PayBack Punkte
von Daniel Web via facebook 03.08.2012 (12:15Uhr) 3.
Bestens, dann verliert man immer Handy und Kreditkate gleichzeitig. Eigentlich ist da ja eh keine Bezahlung per Handy, sondern per Chip, der sich auf einer kleinen Karte befindet, die am Handy befestigt wird.Daneben sit es dann noch besser möglich, Bezahlungen und Aufenthaltsorte / Bewegungsprofile kombiniert zu speichern.Braucht kein Mensch, nur die Banken wollen ja mit allen Mitteln die Kosten der Bargeld-Versorgung loswerden. Deshalb kann man ja auch bei Supermärkten wie REWE inzwischen per Karte Geld abheben beim Einkauf. Verkauft wird das als Service, aber eigentlich will man sich damit nur den einen oder anderen Panzerwagen sparen.
von Tobias Ziltener via facebook 03.08.2012 (12:18Uhr) 4.
als ersatz für kleingeld. z.b. parkgebühren, kleine einkäufe etc. definitiv - wenn dann mal das geld abhanden kommt ist das verkraftbar.
von Andreas Krüger via facebook 03.08.2012 (12:50Uhr) 5.
Was ist daran nun "unsicher"? NFC aktiviert man nur, wenn man es braucht (wie Bluetooth). Selbst mit den "aufgeklebten NFC Chips" muss man das doch immer noch per Smartphone bestätigen, oder? Und wenn das zusätzlich versichert ist wie bei Kreditkartenbetrug ... halte ich es nicht unsicherer als eine Bezahlung mit EC/KK.
von Annie 03.08.2012 (12:53Uhr) 6.
Für Kleinstbeträge ist NFC-Payment eine wunderbare Sache, da man nicht immer Bargeld bei sich trägt - das Handy jedoch. Anfang Juli hat deshalb das Pilotprojekt Viertel.dollar Mobile Payment eingeführt, bei dem in einem ganzen Stadtteil in Dresden händlerübergreifend per Smartphone bezahlt werden kann. Das Ganze funktioniert per NFC-Tag, der an das Handy befestigt wird.
von jagu 03.08.2012 (12:59Uhr) 7.
Ich liebe Bargeld. Ich bezahle so gut wie IMMER in bar. Ich mag Bargeld sehr gerne. ich werde nicht auf Barzahlung verzichten, selbst dann wenn es illegal werden sollte. Bargeld ist mein Zahlungsmittel der Wahl, wo immer es geht.
von Banken könnten besser sein 03.08.2012 (13:10Uhr) 8.
t3n.de/news/mobile-payment-smartphones-372258/ vom 7. März wurde schon darauf hingewiesen das man NFC-Chips auch aufkleben kann.
Das man sie ausstanzt und in spezielle Adapter steckt, die bombenfest am Schlüsselring hängen und man damit "mal eben" über die Kasse bzw. den Lese-Bereich "wischt" um die wie Tobias Ziltener erwähnten Kleinbeträge zu bezahlen, ist auch das erste was viele machen werden wenn Banken nicht schlau genug sind, zusätzliche NFC-Chips für Konten z.b. mit Ösen für am Schlüsselring zu verkaufen. Oder mit Heraus-Schiebefunktion wie manche USB-Sticks um die nicht "mal eben" auszulesen.
Deutsche-Bahn-Karten-Automaten und Briefmarken-automaten nehmen oft Geldkarte. Da bietet sich NFC auch an. Evtl sogar dann auch Süßigkeitenautomaten o.ä. wenn das auch offline geht und der Nachfüller dann die Transaktionen ausliest. Im Prinzip unterschreibt der NFC-Chip das man eine Packung Zigaretten gekauft hat und 4 Euro bezahlen will. Replay oder mehrfachverwendung geht nicht, wenn die Protokolle schlau genug sind.
Es ist schon länger bekannt, das EC-karten bald NFC eingebaut haben obwohl EC-karten gar keine Displays und gar keine Tastatur haben. Auch wenn Handy-Produzenten den Eindruck gerne erwecken und Pressepraktikanten es noch nicht mitgekriegt haben: NFC und Handies sind so unabhängig voneinander wie GPS und Autos. Garmin hat GPS für Wanderer und Sportler gebracht und das übern ganzen Tag und nicht mit jämmerlich kurzen Akku-Laufzeiten.
Man kann auch mehrere NFCs besitzen (Firma, Zu hause,...) oder Mitarbeitern zum Einkauf im Großmarkt mitgeben oder NFCs für Kleine Beträge an der Armbanduhr bei Lidl über die Kasse "wischen" und für große Beträge die Karte aus der Brieftasche holen.
NFCs sind nur ein Token. Der Unterschied zu kopierbaren RFIDs ist halt, das NFCs kryptofunktionen haben und somit (bisher) kaum kopiert werden können. Das erleichtert die Absicherung von Transaktionen.
Banken und Kreditkartenfirmen treiben recht wenig voran. Ich will gefragt werden wenn meine Kreditkarte in einem fremden Land genutzt wird. Ich will jede online-Transaktion mit meiner Kreditkarte per Email bestätigt und freischalten müssen. Ich bin doch eh grade online und bestelle im Onlineshop (oder auch nicht). Ich will ab 100 Euro Tages-Umsatz in den Shops fotografiert werden und die Kreditkartenfirma schickt eine Email wer mal wieder mit meiner Karte wo und wieviel eingekauft hat (also meist hoffentlich nur ich). Dann kann man mit geklauten Kreditkarten nur noch Kleinbeträge bezahlen und selbst Startbucks und Square hat Fotografier-Chips in den Creditkarten-Geräten so das Kreditkartenmisbrauch sehr schnell ziemlich ausgetrocknet wäre.
Ich muss bis heute Überweisungsdaten abtippen statt auf eine URI (nicht URL von Phishing-Sites) mit den Daten zu klicken und mein Zahlungsprogramm (keine Phishing-Site!) geht auf und die Überweisungsdaten stehen fertig drin. Viel Spaß wenn die 30stelligen Kontonummern kommen. Aber dann jammern wenn die Abonnenten die Papier-Rechnungen so spät überweisen.
Das man Betriebsausgaben im Onlinebanking gleich ans Finanzamt übermittelt sehe ich auch von keiner Bank.
Ebensowenig Kontoauszüge die am Jahresende enden so wie es die Besteuerung vorschreibt damit man jedes Jahr separat ohne Übergänge abheften kann.
Ich will im Onlineshop die Kontodaten oder eine HalbID eingeben und dann beantragt der Shop die Bezahlung bei meiner Bank und in meinem Onlinebanking schalte ich das dann frei. Also eine einmalige "Lastschrift" oder "invers beauftragte" Überweisung. Stattdessen bezahle ich sogar mehr bei Paypal oder bei Amazon-Händlern nur um dieses blöde Überweisungs-Formular-Gefrickel zu sparen.
Google-Payment und Amazon-Payment sind hier gegenüber Paypal auch praktisch unbekannt.
Manchmal denkt man, die Firmen bauen sowas nur pro Forma auf damit die Konkurrenzfirma das eigene Geschäftsmodell in Ruhe lässt.
Android überlässt M$-Phone den Markt.
Bing überlässt Google den Markt.
usw.
Und die Kunden ärgern sich über Technologie-Verzögerung.
Speziell bei Banken die das meiste schon vor 10 Jahren hätten einführen können oder seit es Onlinebanking gibt.
Erst jetzt wo NFC-Crypto-Chips bezahlbar sind und die Handy-Anbieter es einführen, machen sie es selber.
Das ist die erste Banken-Innovation seit Geldautomaten und Onlinebanking. Wir brauchen Kreditkarten doch nur, weil man EC-karten nicht zum onlineshopping nehmen kann.
Und das man seine Lastschriften nicht mehr per Papier sondern Online verwaltet und erlaubt sollte auch normal sein. (Wer unbedingt papier machen will oder Rentner ohne Online kann natürlich weiter Papier machen).
Kontoauszüge per CSV/XML für die Steuererklärung sind auch kein Standard...
Banken treiben recht wenig voran. Und Google und seine zig teuer gekauften und dann oft abgestorbenen Projekte betreibt auch vielleicht nur Google-Suche und Google-Ad-Vermarktung profitabel. Ob Youtube kostendeckend arbeitet weiss ich nicht.
von Eric Horster via facebook 03.08.2012 (17:06Uhr) 9.
Klar! Nur her damit. Ist ne Super Technologie!
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