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Google-Bildersuche: Neues Design reduziert Traffic um 63 Prozent [Studie]

Am gestrigen Montag ist eine Studie zur Google-Bildersuche erschienen, deren Macher nach dem vieldiskutierten Redesign große Besucherverluste von durchschnittlich 63 Prozent ermittelten. Google beschwichtigte Kritiker bislang, doch diese sehen sich jetzt in ihren Befürchtungen bestätigt.

Im Januar dieses Jahres kündigte bedeutende Veränderungen der Google-Bildersuche an. Das US-Unternehmen erklärte, man plane in Zukunft, nicht nur ein Thumbnail, sondern das gesamte Bild innerhalb der Bildersuche anzuzeigen. Seitenbetreiber aller Coleur äußerten laute Kritik. Martin Mißfeldt, seines Zeichens Künstler, Seitenbetreiber und Suchmaschinenoptimierer, startete „Verteidige dein Bild". [Update] Martin Mißfeldt hat uns in den Kommentaren auf die offizielle Protestseite des Fotografen Michael Schilling hingewiesen. [/Update]

Studie ermittelt in Extremfällen Verluste von knapp 80 Prozent

Bislang wiegelte Google alle Kritiker ab: „In our tests, we’ve seen a net increase in the average click-through rate to the hosting website“, hieß es im Rahmen der Ankündigung. Die jetzt veröffentlichte Studie der Define Media Group deutet aber in eine völlig andere Richtung. Sie ermittelte nach der Umstellung einen Einbruch des Referral Traffic von durchschnittlich 63 Prozent – in einigen Fällen bis zu 80 Prozent.

Große Verluste des Referral Traffic nach Umstellung der Google Bildersuche registrierte die Define Media Group.
Große Verluste des Referral Traffic nach Umstellung der Google Bildersuche ermittelte die Define Media Group.

Bestimmte Branchen trifft der Besucherverlust besonders hart. Einbrüche des Referral Traffic von über 70 Prozent ermittelte die Studie bei Websites der Themengebiete „Fashion & Lifestyle“ sowie „Entertainment“. Auch klassiche Foto- und Newsseiten sind stark betroffen. Das unglückliche Fazit der Studie: Wer Bilder zuvor besonders engagiert optimierte, registrierte im Zuge der Umstellung die größten Verluste.

Google-Bildersuche: Unbestreitbare Verluste für Seitenbetreiber

Ob die Studie repräsentativ ist, lässt sich bezweifeln. Eine negative Entwicklung des Referral Traffic wird Google aber nicht länger abstreiten können – selbst, wenn es sich „nur“ um 20 Prozent handeln würde. Wer bislang vor allem auf die Bildersuche setzte, muss sich auf Besucherverluste und Umsatzeinbußen gefasst machen. Denn obwohl die Umstellung der Bildersuche in Deutschland noch aussteht, gilt sie auch hierzulande als wahrscheinlich.

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10 Antworten
  1. von Mißfeldt am 16.04.2013 (12:11Uhr)

    Danke für die Erwähnung und auch die Verlinkung der "Verteidige Dein Bild" Initiative. Es gibt aber inzwischen eine "offizielle" Protestseite, die von dem Fotografen Michael Schilling betrieben wird. Ich denke, es wäre besser, wenn ihr die oben verlinkt -> http://verteidige-dein-bild.de
    Gruß, Martin

  2. von Mia Stadelmann via facebook am 16.04.2013 (17:18Uhr)

    ich wollte Euch einfach nur mal ein Lob für Eure superaktuellen Artikel und die verständliche Textgestaltung reinschmettern! Ihr seid toll!

  3. von Frank Katzer via facebook am 16.04.2013 (17:30Uhr)

    uncool für die martin mißfeldts dieser welt.

  4. von Dennis Exner via facebook am 16.04.2013 (17:46Uhr)

    Ganz ehrlich. Die Website "hinter" dem Bild interessiert mich in 99% der Fälle überhaupt nicht. In der Regel reichen mir bereits die Thumbnails aus. Ist das mal nicht der Fall, klick ich auf das Bild und dann direkt auf "Im Vollbild anzeigen". Da achte ich nicht einmal auf das was im linken Bereich angezeigt wird.
    Kommt es doch vor, dass mich die Website interessiert wird auch die neue Bildersuche da keine Veränderung hervorrufen.
    Und ich bezweifle mal ganz stark das ich mit diesem Verhalten eine Minderheit darstelle.

  5. von Mirko Brunner via facebook am 16.04.2013 (17:54Uhr)

    Ich sehe das wie Denis. Google hat den ENDNUTZER einen sehr großen Gefallen getan. Die Seite "mit dem Bild" ist auch mir, in 99% der Fälle, reichlich egal. Die WebAdmins die sich jetzt Aufregen, versuchten wohl mit tollen Bildern anstatt mit guten Content Menschen auf ihre Seite zu ziehen -> traurig.

  6. von Mirko Brunner via facebook am 16.04.2013 (18:01Uhr)

    Möchte mal die Gesichter sehen der ganzen SEO-Heinis die Optimierung der Bildsuche verkauft haben, obwohl Google das schon seit mehr als 1,5 Jahren ankündigt?

  7. von Lars Budde am 16.04.2013 (22:37Uhr)

    @Martin Habe deinen Kommentar jetzt erst gelesen. Ich füge den Link gleich ein.

  8. von Dirk Buchhalla am 17.04.2013 (08:23Uhr)

    Ich verstehe die ganze Aufregung einfach nicht.
    Wer mit guten Inhalten glänzt zieht die Leser auf seine Seiten, dies gilt auch für Bilder.
    Ein guter Fotograf sollte sich über die Google-Bildersuche eigentlich freuen, egal in welcher Form diese jetzt existiert.
    Kommen die Bilder bei den Suchenden gut an, gelangen diese bei wirklichem Interesse auch auf ihren Seiten und werden dort die Werke kaufen oder lizenzieren.
    Als kleiner Hinweis an die ewig "Jammerden", Google ist ein privates Unternehmen und kann seine angebotenen Produkte jederzeit gesetzeskonform ändern und gestalten.
    Ein Fotograf welcher seine Einkünfte lediglich aus der Werbung auf seiner Seite bezieht, hat seinen Beruf sowieso verfehlt.

  9. von Pro und Contra: Die neue Google-Bildersu… am 03.05.2013 (20:40Uhr)

    [...] die Homepage in vielen Fällen überhaupt nicht mehr besuchen. Google mag anderes vermuten. Erste Erhebungen zeigen inzwischen jedoch so deutliche Tendenzen auf, dass eine nachteilige Wirkung wohl nicht von [...]

  10. von Google Knowledge Graph: Wikipedia, Googl… am 12.01.2014 (15:45Uhr)

    […] der Google Bil­der­su­che viele Webseiten-Betreiber über ein­bre­chende Zugriffs­zah­len geklagt. Ganz zu schwei­gen von den Nach­rich­ten­an­bie­tern, die dar­über kla­gen, dass Google […]

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