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E-Commerce

Google Compare: Google steigt ins Preisvergleich-Business ein

    Google Compare: Google steigt ins Preisvergleich-Business ein
Google Office in Dublin: Der Eingangsbereich (c) Camenzind Evolution Office

In Großbritannien ist Google schon mit einem Vergleichsportal für Versicherungen aktiv. Mit Google Compare will der Suchgigant Berichten zufolge bis Ende des Jahres auch in Deutschland ein ähnliches Konzept vorstellen. Verbraucher sollen zunächst die Tarife von Autoversicherungen vergleichen können, zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Handy- und Stromtarife folgen.

Google Compare: Deutsches Vergleichsportal könnte äußerst lukrativ sein

Google Compare: Auch in Deutschland möchte der Suchgigant KFZ-Versicherungsvergleiche anbieten. (Screenshot: Google)
Google Compare: Auch in Deutschland möchte der Suchgigant KFZ-Versicherungsvergleiche anbieten. (Screenshot: Google)

Versicherungsvergleiche im Netz gibt es wie Sand am Meer. Trotzdem könnte sich dieser Schritt für den Konzern aus Mountain View lohnen. Statt mit Werbung würde Google eine Provision für jede abgeschlossene Versicherung erhalten. Branchenüblich ist wohl eine Ausschüttung von etwa 80 Euro pro Versicherungsabschluss an den Anbieter. Außerdem dürfte der Suchanbieter weit bessere Informationen über seine potenziellen Kunden haben als seine aktuellen Konkurrenten in diesem Markt. Wer nach einem bestimmten Auto sucht, könnte direkt einen Hinweis zu einem passenden Versicherungsangebot angezeigt bekommen. Mit Handy- oder Stromtarifen könnte es ähnlich laufen.

Der Markt für Vergleichsportale wächst

Vergleichsportale haben im letzten Jahr mehr als eine Millionen Vertragsabschlüsse einleiten können, das sind mindestens eine viertel Million mehr als im Jahr 2011. Den Direktversicherern bleibt keine Wahl als die Provision zu bezahlen, wenn sie weiter im Geschäft bleiben wollen. Ein Kuchen, von dem Google anscheinend gerne etwas ab haben würde.

Google Compare: Start schon im September?

Langfristig könnten Vergleiche für andere Tarife hinzukommen. (Screenshot: Google)
Langfristig könnten Vergleiche für andere Tarife hinzukommen. (Screenshot: Google)

Google soll bereits in Verhandlungen mit mehreren Direktversicherern stehen – als Beispiel wird der Direktanbieter Admiral genannt. Dessen Vorstand sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass er schon in den kommenden Wochen mit einem begrenzten Testlauf rechnen würde. Wie viele Versicherungsanbieter man bereits als Partner gewinnen konnte, ist indes nicht bekannt. Angeblich soll als Starttermin der 1. Juli angedacht gewesen sein. Aufgrund von technischen und prozeduralen Problemen erscheint Beobachtern ein Start im September jedoch wahrscheinlicher – das wäre auch die heiße Phase für den KFZ-Versicherungsmarkt. Gegen Ende des Jahres laufen viele Autoversicherungen aus und Kunden beginnen, sich nach günstigeren Alternativen umzusehen.

Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich Google in diesem Segment sein wird. Ein Teil der Konkurrenz auf diesem Sektor schaltet bereits seit geraumer Zeit Fernsehwerbung und scheint recht erfolgreich damit zu sein, das eigene Vergleichsportal als Marke in diesem Bereich aufzubauen. Google kommt recht spät zu der Party, auch wenn seine Marktmacht ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.

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1 Reaktionen
Pamela Bernsteiner

Google nutzt seine Monopolstellung schamlos aus, die Vergleichsseiten werden hier höchstwahrscheinlich den Kürzeren ziehen. Die Gefahren für Versicherer, Vergleichsportale und Affiliates haben wir übrigens hier detailliert beschrieben: http://www.social-move.de/2013/06/11/guten-tag-mein-name-ist-google-compare-ihr-neuer-versicherungsmakler/

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