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Aus dem Index, aus dem Sinn: Google erhielt 2014 über 345 Millionen Löschanträge

Aus dem Index, aus dem Sinn: Google erhielt 2014 über 345 Millionen Löschanträge

Im letzten Jahr sollen Copyright-Inhaber von verlangt haben, insgesamt mehr als 345 Millionen Seiten aus dem Index der zu streichen. Das entspricht einer Steigerung von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Aus dem Index, aus dem Sinn: Google erhielt 2014 über 345 Millionen Löschanträge

Löschanträge. (Foto: Ervins Strauhmanis / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Torrentfreak: Google erhielt 2014 mehr als 345 Millionen Löschanträge

Inhaltsanbieter sind erpicht darauf wie nie, Seiten, die Copyright-Verstöße unternehmen, aus dem Suchindex von Google zu verbannen. Das geht aus einer Untersuchung von Torrentfreak hervor. Google selbst veröffentlicht lediglich wöchentliche Berichte über die Anzahl der Löschanträge. Torrentfreak hat auf Basis dieser Zahlen nachgerechnet, wie viele es im gesamten Jahr 2014 waren.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Insgesamt gingen bei Google im letzten Jahr 345.169.134 Löschanträge der Content-Industrie ein. Das entspricht laut Torrentfreak einer Steigerung von 75 Prozent. Das Blog weist darauf hin, dass 2008 nur einige Dutzend Löschanträge wegen Copyright-Verletzungen bei Google eingingen. Im letzten Jahr waren es schon mehr als eine Million Anträge pro Tag.

Google: Die Anzahl der Löschanträge hat sich 2014 deutlich erhöht. (Screenshot: Google)
Google: Die Anzahl der Löschanträge hat sich 2014 deutlich erhöht. (Screenshot: Google)

Google: Die meisten Löschanträge werden ausgeführt

Google ist nach geltenden US-Gesetzen dazu verpflichtet, den Anträgen stattzugeben, sofern tatsächlich Copyright-Verletzungen vorliegen. Daher wird der Großteil der Seiten auch tatsächlich aus dem Index gelöscht. Nur wenn Google keine solche Verletzung feststellen kann, oder die Seite bereits aus dem Index entfernt wurde, verzichtet der Suchgigant darauf, aktiv zu werden.

Schon seit 2012 soll Googles Suchalgorithmus dafür sorgen, dass Seiten, die tendenziell häufig Copyright-Verletzungen begehen, ein schlechteres Ranking erhalten sollen. Dieser Mechanismus wurde 2014 noch einmal überarbeitet. Offensichtlich sind die Copyright-Inhaber damit allerdings nicht zufrieden, was sich aus der steigenden Anzahl der Löschanträge wie auch aus den anhaltenden Querelen zwischen Google und Branchenverbänden wie der Motion Picture Association of America (MPAA) herauslesen lässt. Eine Entspannung der Situation wird es wohl auch 2015 nicht geben.

via onlinemarketing.de

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