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Tipps & Tricks: Werben im Google Display-Netzwerk – Teil 1

In insgesamt zwei Beiträgen geht es hier bei t3n um das Display-Netzwerk. Die Artikel werden es genauer beleuchten und geben, wie du es erfolgreich nutzt. Im ersten Teil gibt es einige Erläuterung zum Display-Netzwerk und der dort nutzbaren Werbeformate. Teil 2 beschäftigt sich mehr mit der Umsetzung und Optimierung von Display-Netzwerk-Kampagnen.

Tipps & Tricks: Werben im Google Display-Netzwerk – Teil 1

Um Spekulationen gleich zum Anfang vorzubeugen: Nein, ich bin kein Vertreter von Google und bin an den Umsätzen des Suchmaschinen-Riesen auch nicht beteiligt. Aber ja, ich bin seit Jahren begeistert von Googles Engagement und Innovationsfreude im Bereich Performance Marketing.

Auch außerhalb der Suchmaschine ist Google verstärkt unterwegs, sich neue Standbeine zu schaffen und Marktanteile zu erobern. Besonderer Fokus lag in den letzten Jahren auf dem Google Display-Netzwerk.

Das Google Display-Netzwerk: unterschätzt oder unbekannt?

Wenn man von Google Adwords spricht, denkt man in der Regel an die Textanzeigen seitlich und oberhalb der Suchergebnisseiten (kurz SERPs). Doch dass Google in den letzten Jahren an seinem Display-Netzwerk gewerkelt und die Optimierungsmöglichkeiten immer weiter verbessert hat, scheint vielen Advertisern nicht geläufig. Dabei kann das ehemalige Content Netzwerk eine interessante Ergänzung oder Alternative zu den Textanzeigen sein.

Warum wird das Display-Netzwerk unterschätzt?

In Verbindung mit den Display-Netzwerk hört man oft von niedrigen Klickraten (CTRs) und Besucherströmen, die zu wenig einbringen. Diese Erfahrung haben viele Advertiser in den letzten Jahren im Display-Netzwerk gesammelt und es deswegen links liegen gelassen. Das ist verwunderlich, da die Werbung im Display-Netzwerk Bannerkampagnen, die z.B. über Mediaagenturen verbucht werden, oft um Längen voraus ist - zum Beispiel in puncto Reichweite, der Kosten und der veralteten Kennziffer TKP.

Viele Advertiser haben mit Textanzeigen im Display-Netzwerk Ihr Glück versucht und konnten oft nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Aber ist das verwunderlich? Ich denke nicht.

Um dies aber genauer zu erläutern, ist es wichtig zu verstehen, was das Display-Netzwerk überhaupt ist.

Beispiele für Image-Anzeigen.

Das Display-Netzwerk und Google AdSense

Publishern bzw. Website-Betreibern, die einmal mit dem Gedanken gespielt haben, mit dem Traffic auf ihrer Website Geld zu verdienen, sind meistens schon mit dem Google-Service AdSense in Berührung gekommen. Bei AdSense stellt man Google-Anzeigenflächen auf seiner Website zur Verfügung. Im Gegenzug kann man dann durch Klicks auf die ausgelieferten Anzeigen Geld verdienen. Google agiert dabei als Intermediär zwischen Publisher und Advertiser. Kürzlich legte Google die anteiligen Auszahlungen an die Publisher offen. So gehen laut Google 68 Prozent des über AdSense erwirtschafteten Umsatzes an die Publisher (siehe Google AdSense Blog).

Diese Anzeigenflächen auf den Publisher-Websites können im Gegenzug über die AdWords-Benutzeroberfläche von Kunden belegt werden.

Das Interessante für die Anzeigenkunden ist, dass sie ihre Anzeigen gezielt auf Seiten platzieren können, die thematisch die jeweilige Zielgruppe ansprechen. Dies geschieht wie bei den AdWords in der Google-Suche mit Keywords. Der große Unterschied ist aber, dass die Keywords keinen Bezug zu Suchanfragen haben, sondern dass sie das thematische Umfeld festlegen, in dem die Anzeigen erscheinen sollen. Deswegen sollten Google-Suche-Kampagnen und Display-Netzwerk-Kampagnen immer getrennt voneinander einer eigenen Kampagne zugeordnet werden.

Beispiele für Video-Anzeigen.

Die Werbeformate im Display-Netzwerk

Textanzeigen

Identisch mit den Textanzeigen hat man hier auch 25 Zeichen in der Headline und jeweils 35 Zeichen in den beiden Textzeilen zur Verfügung, um seine Werbebotschaft zu transportieren und die Zielgruppe zum Klick zu motivieren.

Image Ads

Images Ads sind klassische Display Banner, die als PNG, JPG oder GIF im AdWords-Interface in die jeweiligen Anzeigengruppen hochgeladen werden können. Sie dürfen nicht größer als 50 KB sein. Dabei können acht verschiedene Formate platziert werden, wobei sich Leaderboard, Banner sowie die Rectangle und Skyscraper-Formate als die am meisten vorkommenden Formate etabliert haben.

Animierte Image Ads

Auch animierte Image Ads sind in Form von GIF- und Flash-Dateien unter 50 KB einsetzbar. Die Animation darf eine maximale Länge von 30 Sekunden haben. (bei einer Bildfrequenz von 15 bis 20 fps). Nach Ablauf dieser Zeit müssen die Anzeigen statisch bleiben.

Video Ads

Kurze, maximal zweiminütige Spots können für den Einsatz im Google Display-Netzwerk ebenfalls genutzt werden.

Genauere Informationen zu den Werbeformaten gibt Google auf dieser Seite.

Und morgen...

Im zweiten Teil morgen geht es um Erfolgsfaktoren bei der Werbung im Google Display-Netzwerk, die Optimierung, den Ad Planner und warum das Display-Netzwerk ein kostengünstiger Traffic-Lieferant und Branding-Kanal ist.

Über den Gastautor

Olaf Kopp ist Inhaber der SEM Agentur SEM Deutschland aus Hannover und regelmäßiger Gastautor bei t3n zu den Themen Suchmaschinenmarketing & Performance Marketing. Zudem leitet er AdWords-Seminare an der IHK Hannover und gibt Tipps zu den Themen SEM und Online Marketing in seinem Online Marketing Hannover Blog.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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