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Marketing

Google+ erlaubt jetzt auch Pseudonyme

    Google+ erlaubt jetzt auch Pseudonyme
Google+

Bradley Horowitz hat gestern Abend in einem Post auf Google+ bekannt gegeben, dass auf dem sozialen Netzwerk des Suchmaschinenriesen ab sofort Pseudonyme und Spitznamen zugelassen sind. Nach mehreren Monaten des Wartens hat Google seine Ankündigung vom August vergangenen Jahres in die Tat umgesetzt. Das Verbot der Nutzung von Pseudonymen auf Google+ führte im vergangenen Jahr zu herber Kritik.

Google+ - Nutzung von Pseudonymen und Spitznamen möglich

Bis gestern beharrte Google darauf, dass User ihren Realnamen verwenden müssen, um auf Google+ präsent zu sein. Denn wie Eric Schmidt in einem Interview im August betonte, handele es sich bei Google+ um einen „Identitätsservice“. Die Nutzung der Plattform sei rein optional, so Schmidt weiter und: „Wer nicht unter seinem Realnamen auftreten möchte, solle den Dienst nicht nutzen.“ User, die sich dennoch mit einem Pseudonym anmeldeten, wurden gesperrt.

Nach fünf Monaten kommt Google+ Vice President Bradley Horowitz mit einer Lösung, die einer Kehrtwende der bisherigen Namenspolitik entspricht. Horowitz erläutert in seinem Google+-Post, dass zwar nur wenige User Interesse daran haben unter einem Pseudonym aufzutreten, dennoch nimmt man auch diese Gruppe ernst. Durch User-Feedback habe man drei verschiedene Nutzer-Kategorien ausmachen können. 60 Prozent der befragten User möchten schlicht ihren Spitznamen zusätzlich zu ihrem Realnamen nutzen, bei 20 Prozent der Anfragen drehte es sich um das Aufsetzen einer Unternehmensseite - dieses Problem hat sich durch die Einführung von Google+ Pages erledigt. Die restlichen 20 Prozent möchten auf Google+ unter einem Pseudonym oder einem unkonventionellen Namen auftreten, unter dem sie womöglich im Netz bereits bekannter sind, als mit ihren Realnamen.

Wer sich nun vorstellt, dass User ihren Klarnamen gegen ihre Online-Identität oder ein anderes Pseudonym, bzw. Spitznamen vollständig austauschen können, der irrt. Denn es ist lediglich möglich diesen zusätzlich anzeigen zu lassen. Außer ihrem Spitznamen, können User auch ihren Geburtsnamen oder ihren Namen in anderen Schriften hinzufügen. Hier sollte erwähnt werden, dass diese Änderung global in allen Google-Diensten übernommen wird, die ein Google-Profil erfordern.

So kann jeder seinen Namen auf Google+ erweitern:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google-Profil an.
  2. Klicken Sie auf Profil bearbeiten.
  3. Klicken Sie auf Ihren Namen.
  4. Klicken Sie auf Mehr Optionen.
  5. Fügen Sie das Alias hinzu und wählen Sie im Dropdown-Menü aus, wie es in Ihrem Profil angezeigt werden soll.
  6. Klicken Sie auf Speichern und dann auf Fertig.
google+ pseudonym
Auf Google+ werden nun Pseudonyme und Spitznamen zugelassen (Bild Google+)

Nutzung von Pseudonymen auf Google+ mit Auflagen

Wie anhand der Erläuterungen zu erkennen ist, gibt es weiterhin Einschränkungen. Meldet man sich mit einem Namen an, der eher einem Business oder einer abstrakten Idee entspricht, wird dieser oftmals automatisch beanstandet. In diesem Fall hat der User entweder die Option eine Page mit dieser Identität anzulegen, oder aber er bestätigt diesen Namen mittels eines Scans eines offiziellen Dokuments, wie einem Führerschein. Alternativ ist es möglich auf seine bestätigte Identität in Magazin- oder Zeitungsartikeln etc. zu verweisen. Nutzer, die beispielsweise eher unter ihrem Twitter-, als Realnamen bekannt sind, können diesen auch nutzen, sofern ihre Online-Identität einen gewissem Einfluss besitzt -dies klingt in meinen Augen noch sehr schwammig.

Google lenkt in der Klarnamensdebatte also ein, was sehr löblich ist.  Allerdings kann ich mir vorstellen, dass manche User mit dieser Lösung noch nicht zufrieden sein werden. Doch Horowitz betonte, dass dies der erste Schritt in diese Richtung ist. Google wird weiterhin auf die Google+ Community hören und sich mit der Art der Namensnutzung und allgemein der Online-Identität beschäftigen und entsprechend anpassen.

Weiterführende Links:

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8 Reaktionen
Timeeeeeeee
Timeeeeeeee

Pseudonyme zu erlauben ist nicht sinnvoll, wenn gleichzeitig Realnamen dort erscheinen müssen. Es wäre besser, man gibt zwar Realnamen an (für Google), aber man darf es vor den anderen Benutzern verstecken. Noch besser wäre es, wenn man nur Pseudonyme angeben dürfte, aber das ist nicht unbedingt wichtig.
=> Nur weil zusätzlich(!) Pseudonyme erlaubt sind, ist dies kein viel besserer Weg von Google.

Antworten
Torsten Enders

Tja, sofort nach Anleitung ausprobiert und direkt gescheitert. Mein Alias "herr_e_aus_B" wird wegen der Underscores nicht von Google akzeptiert. Die (unbefriedigende) Lösung ist, auf Dashes umzusteigen (herr-e-aus-B). Schade, Google. Gut gemeint, nicht gut gemacht.

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Andreas Floemer

Danke für den Hinweis, der Verdreher ist behoben

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Timeeeee
Timeeeee

@t3n: "Das Verbot von Klarnamen auf Google+ führte im vergangenen Jahr zu herber Kritik."??????? Es wurden Pseudonvme verboten und Klarnamen verlangt! Bitte Fauxpas beheben. :)

@alle: Ich habe keine Probleme, dass Google meinen Klarnamen einträgt. Ich will aber, dass für andere Benutzer ich nur unter einem Pseudonym auftrete. => Optional könnte Google so einstellen, dass man zwar den Klarnamen angeben muss, aber bei anderen nur mit Pseudonym erscheine. Ich will unter Klarnamen als Android-Entwickler gefunden werden, aber Persönliches soll nicht so leicht gefunden werden. Ich habe eine "eigentlich privat gedachtes Konto" und ein Android-Entwickler-Konto. Und deshalb möchte ich nicht mit Klarnamen auch privat gefunden werden können. Den Pseudonymen kann man engeren Bekannten mitteilen. Fremde, die sich nur für Android-Entwicklung interessieren, interessieren sich eh nicht für private Informationen.
Also, wie jeman bereits schrieb: Am Einfachsten wäre es, wenn man nur unter einem Konto in verschiedenen Eollen auftreten könnte (wobei ich technisch sehe: Dann müsste ich zu meiner Google ID auch zusätzlich austauschbar mit der Android-Google-Entwickler ID für die Rolle Android-Entwickler eintragen können müssen. Die private Google ID sollte dann nicht unter dem Android-Entwickler-Google-Konto bekannt werden. Schließlich will Google in Sachen Datenschutz gegenüber Facebook den Vorreiter spielen.

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Chris

"Das Verbot von Klarnamen auf Google+ führte im vergangenen Jahr zu herber Kritik." ? Da stimmt was nicht :)

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pseudo nyme
pseudo nyme

Facebook: Ein Sack voll Freunde
Google+: Ein Schrank mit Schubladen (Circles) für verschiedene Bekannte und Freunde

Tja. Was fehlt ist noch eigene ROLLEN.
Lagerfeld will Postings als Fotograf, als Privatperson, als Modedesigner, als Bildband-Sammler, als Wähler oder was auch immer abgeben und diverse Interessenten wollen auch nur über eine oder mehrere Rolle von Lagerfeld informiert werden aber nicht über alles.
Merkel will vielleicht Testpostings als "anonymer Bürger" abgeben und nicht als "Parteichef" nicht als "Abgeordneter" oder als "Bundeskanzler" oder als "Kabinettmitglied".
Richtige Rollen-Konzepte gehen dann natürlich über "pseudonym" bis zu "wirklich anonym" (durch ehrliche Remixer) z.b. für Demokratie-Diskussionen in Afghanistan.
So lange das nicht der Fall ist, bleibt Google leider auf der Hälfte stecken.
Man muss Postings privat oder als CEO oder CTO oder EU-Berater oder als Schützenkönig oder als Vorstand der Evangelikalen usw. abgeben können und klar machen, in welcher Rolle man das abgibt.

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Sandra
Sandra

Hmm... so richtig ist es nicht das was man sich gewünscht hatte...
Und eine Anlage einer Unternehmens-Seite unabhängig von einem Profil ist weiterhin nicht möglich, oder? Wünschen würde ich mir eine Funktion wie bei fb: Anlage eines Unternehmenskontos - Anlage der Seite - Bestimmen von Administratoren.

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