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Google Fast Flip: Neuer News-Dienst blättert online in Offline-Zeitungen und Magazinen

Google hat mit Fast Flip einen neuen News-Dienst gestartet, bei dem man Zeitungen und Magazine online durchblättern kann. Angezeigt werden dabei ausgewählte Inhalte von derzeit knapp 50 zum Teil namhafter Publikationen aus unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören beispielsweise die New York Times, die Washington Post und Newsweek, aber auch Special-Interest-Magazine wie Marie Claire oder Elle. Google hat sich mit den Verlegern auf eine Beteiligung an den erzielten Werbeeinnahmen geeinigt.

Das Lesen von Nachrichten im Internet kann ziemlich langsam sein und gerade bei Seiten mit multimedialen Inhalten schnell frustrierend werden. Zehn Sekunden beim Umblättern in einem Magazin seien einfach zu langsam. Daher habe man sich bei Google dazu entschlossen einen News-Dienst zu entwickeln, den man einfach online durchblättern könne. So sollen die Leser die besten Elemente aus online und offline Medien kombiniert in einem News-Dienst präsentiert bekommen, heißt es in der offiziellen Ankündigung im Google Blog.

Fast Flip ist zunächst zwar nur ein weiteres Experiment der Google Labs, hat aber schon einige interessante Features und macht insgesamt einen flotten Eindruck. So lassen sich die angezeigten Medien benutzerdefiniert selektieren und auch durchsuchen. Selbst Artikel von bestimmten Autoren kann man sich separat anzeigen lassen. Findet man interessante Artikel, so kann man sie bewerten oder anderen Nutzern per E-Mail empfehlen. Fast Flip lässt sich somit quasi als persönliches Online-Magazin einrichten. Auch mobile Versionen für Android und iPhone stehen bereits zur Verfügung.

Einen Wermutstropfen gibt es dann allerdings doch noch: Bislang beschränkt sich Fast Flip auf englischsprachige Publikationen. Ob sich das irgendwann ändert, liegt sicher auch in den Händen der Verleger. Google steht in einigen Ländern seit längerer Zeit in der Kritik der Verlagshäuser, die dem Suchmaschinen-Marktführer vorwerfen, mit ihren Inhalten ungerechtfertigt Geld zu verdienen. Google dagegen argumentiert entgegengesetzt: Die Verlage profitieren davon, dass ihre Inhalte leicht gefunden werden und die kurzen Teaser in den Suchergebnislisten rechtfertigen keine Beteiligung an den Werbeerlösen.

Zumindest in den USA ist es Google nun also gelungen einen Weg zu finden, mit dem beiden Seiten leben können. Die Verlage erhalten einen nicht näher benannten Anteil an den generierten Werbeeinnahmen und sind dafür bereit, ihre Inhalte für eine Testphase des neuen News-Dienstes bereitzustellen. Ein Modell für die Zukunft auch in Deutschland? Wir werden sehen.

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