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Google is your friend: Umgebautes Ladenlokal macht Google begehbar

Google is your friend: Umgebautes Ladenlokal macht Google begehbar

Mit der Diplomarbeit „Google is your friend“ wollen die beiden Studentinnen Deborah Taranto und Anke Willsch die in Deutschland noch stark vorhandene Skepsis vor dem Internet zerstreuen. Ein umgebautes Ladenlokal in der Essener Innenstadt soll buchstäblich begehbar machen.

Google is your friend: Umgebautes Ladenlokal macht Google begehbar

Google is your friend: Umgebautes Ladenlokal wird zum begehbaren Internet

Die beiden Studentinnen Deborah Taranto und Anke Willsch haben für ihre Diplomarbeit im Studiengang Kommunikationsdesign eine interaktive Ausstellung über Google entwickelt. Dazu haben die beiden ein Ladenlokal in der Essener Innenstadt komplett umgebaut und mit zahlreichen Beamern, Rechnern und wandgroßen Grafiken ausgestattet. Dabei betonen die beiden, dass Google hier nur exemplarisch für die Themen wie Privatsphäre-Diskussionen und eigenverantwortliches Handeln im Internet ausgewählt wurde. Auf die Idee kamen Taranto und Willsch durch die Diskussionen um den Start von Google Street View in Deutschland, die bis auf wenige Ausnahmen sehr negativ geführt worden.

So sah das Brainstorming für das Raumkonzept der Diplomarbeit „Google is your friend“ aus.

Nach Ansicht der beiden Diplomandinnen führen solche Diskussionen zu einer insgesamt negativen Sicht auf das Internet. Ziel ihrer Ausstellung mit dem Titel „Google is your friend“ sei es deshalb, die in Deutschland noch weit verbreitete Skepsis gegenüber dem Internet „in einen konstruktiven Umgang mit dem Medium zu verändern“. Gerade Google sei da ein gutes Studienobjekt, denn der mächtige Internetkonzern polarisiere wie kaum ein anderes Internetunternehmen.

„Das Internet ist die Infrastruktur unserer Zeit“

Für Deborah Taranto und Anke Willsch steht es außer Frage, dass man sich heute mit dem Internet auseinandersetzen muss. Es sei die Infrastruktur unserer Zeit und beeinflusst die Art und Weise, wie wir heute leben, denken und kommunizieren. Wer einer konstruktive Auseinandersetzung aus dem Wege geht, droht den Anschluss an das technologisch geprägte Leben und die modernen Innovationsprozesse zu verlieren.

Google sei deshalb ein geeignetes Beispiel für das Leben mit dem Internet:

Das Bild der »Datenkrake Google« schürt Ängste vor dem Verlust der Privatsphäre und schreckt viele Menschen davon ab sich auf technische Neuheiten einzulassen. Das Internet lässt sich nicht einfach abschalten oder ignorieren. Sein Haus bei Google Streetview verpixeln zu lassen oder soziale Netzwerke aus Angst vor individualisierter Werbung oder gar Datenmissbrauch zu verweigern, fördert keineswegs die eigene Privatsphäre. Es provoziert nur, dass man den Anschluss an das Internet und den künftigen Geschäfts- sowie Sozialstrukturen verliert. Vielmehr sollte man die Chancen dieser Dienste sehen und sie sich zu Nutzen machen, statt sie zu boykottieren.

Die interaktive Ausstellung in der Friedrich-Ebert-Straße 24-26 in Essen (das Unperfekthaus ist nur ein paar Häuser entfernt) ist noch bis zum 29. April jeweils an den Wochenenden geöffnet. Sie soll durch eine „räumlich-architektonische und thematisch-inhaltliche Dramaturgie“ die Macht von Google inszenieren und die Besucher an die Technologien Cloud Computing, Mobile Internet und Augmented Reality heranführen. Die Besucher sollen dabei selbst entscheiden, ob sie das nun als Bedrohung oder Chance erkennen wollen.

Insgesamt haben Deborah Taranto und Anke Willsch rund 230 Quadratmeter Trockenbau-Platten, 60 Meter Kabel, 90 Quadratmeter Teppich, 50 Liter Farbe, 30 Quadratmeter Beschriftungs-Schnittfolien und anderes mehr in Eigenleistung verarbeitet. das Ergebnis zeigen sie auch bei Facebook und Google+.

Wie die interaktive Ausstellung „Google is your Friend“ aussieht, wie sie geplant wurde und entstanden ist, zeigen die folgenden Bilder:

Kurz vor der Eröffnung der Ausstellung waren die beiden auch noch zu einem Interview bei NRW-TV zu Gast:

Weiterführende Links zum Thema „Google is your Friend“:

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