Nur drei Wochen nach der ersten Beta-Version von Gears für den Apple-Browser Safari stellt Google das offizielle Release zur Verfügung. Damit können nun auch Mac OS X-User Gears-fähige Web-Anwendungen mit Safari nutzen.
Google hat mit der offiziellen Version von Gears für Mac OS X Safari eine wichtige Lücke geschlossen. Für andere auf Webkit basierende Browser, wie beispielsweise Fluid oder Google Chrome, werden von Google entsprechende Implementierungen angeboten. Interessant ist dabei der Umstand, dass Safari für Windows weiterhin nicht mit Gears zusammenarbeitet. Hier müssen die Nutzer weiter warten oder einen anderen Browser verwenden.Google Gears wurde unlängst in Gears umbenannt, wohl um eine Unabhängigkeit von Google zu signalisieren und den Open-Source-Charakter zu stärken. Gears ist eine browserabhängige Technik, mit der webbasierte Anwendungen auch offline betrieben werden können. Dazu werden bereits Teile der zukünftigen Version 5 von HTML verwendet. Für eine verbesserte Performance können Java-Script-Anwendungen in den Hintergrund verlagert werden und es entstehen so keine Arbeitspausen.
Ziel von Gears ist es, die tägliche Arbeit mit Web-Anwendungen so zu vereinfachen und zu verbessern, dass Anwender in der Wahrnehmung keinen großen Unterschied mehr zu Desktop-Anwendungen bemerken.
Erste Gears-fähige Applikationen sind der Google Reader, Google Docs und YouTube. Aber auch einige externe Applikationen wie Zoho Office, WordPress oder Remember the Milk arbeiten schon mit Gears zusammen. Auch die Nutzerprofile von MySpace sollen schon bald via Gears offline verfügbar werden, wie Mitbegründer Chis deWolfe in einem Interview anlässlich der TechCrunch50 mitteilte.
Fazit
Google hat mit dem Open-Source-Projekt Gears die Richtung für zukünftige Web-Applikationen vorgegeben. Es ist daher auch wenig verwunderlich, dass die Entwicklung der Webkit-Gears-Version so zügig vorangetrieben wurde, basiert doch auch der Google Browser Chrome auf dem Webkit. Wünschenswert wäre eine weitreichende Gears-Emanzipierung von Google. Eine reine Namensänderung reicht da nicht aus, um Vertrauensängste bei den Nutzern gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Der kostenlose Download für Google Gears für Safari ist 2,6 MB groß und setzt mindestens Mac OS X 10.4.11 und Safari ab 3.1.1 voraus.
















