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Google+ eine „Geisterstadt“?

steht in den letzten Tagen vermehrt zur Diskussion: Wie aktiv sind die Nutzer wirklich und sind die Tage von Google+ schon gezählt? Es sei eine „Geisterstadt“ schreibt jetzt sogar das Wall Street Journal. Zurecht oder ist das nur ein Ausdruck tiefverwurzelter Angst vor Google?

Google+ eine „Geisterstadt“?

Google+ Nutzer sind weniger aktiv als Facebook-Nutzer

Beschäftigen wir uns zuerst mit den harten Zahlen und Fakten, die das Wall Street Journal in dem viel beachteten Artikel über Google+ verwendet hat. Die Zahlen stammen von comScore und sehen auf den ersten Blick wirklich nicht gerade berauschend aus. Laut comScore sollen die Nutzer von Google+ lediglich drei Minuten pro Monat aktiv auf der Plattform unterwegs sein. Gegenüber Facebook mit seinen 405 Minuten durchschnittlicher Aktivität pro Monat ist das verschwindend gering. Selbst der Social-Network-Dino MySpace kommt noch auf vergleichsweise gute acht Minuten.

Das Wall Street Journal bezeichnet Google+ als eine „Geisterstadt“ - zurecht oder ist das nur Ausdruck der eigenen Angst vor Google? (Foto: RickC / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Doch wie aussagekräftig sind diese Zahlen wirklich? MySpace bekommt mehr Aktivität zu gesprochen, weil der neue mit Facebook verknüpfte Musikplayer gut ankommt und viele Nutzer darüber Musik hören. MySpace konnte damit erstmal wieder seine Nutzerzahlen steigern, doch ob das auch wirklich aktiver Betrieb auf der Plattform ist, darüber kann man sich sicher streiten.

Interessant ist auch die durchschnittliche Aktivitätszeit der Twitteruser. Mit 21 Minuten wird sie in der Infografik vom WSJ angegeben, weniger als ein Viertel dessen, was Pinterest und Tumblr erreichen. Im Kleingedruckten erfährt man dann, dass für Twitter nur die Aktivität unter Twitter.com gemessen wurde. Damit sind alle Aktivitäten über die zahlreichen Twitter-Clients nicht erfasst, denn die kann comScore schlicht nicht messen. Da die Clients aber einen nicht unerheblichen Anteil an der Gesamtnutzung von Twitter haben, ist der Wert von 21 Minuten für einen Vergleich mit anderen Plattform ungeeignet.

Im Kleingedruckten findet sich noch eine weitere Unzulänglichkeit: Die gesamten mobilen Aktivitäten sind nicht enthalten. Auch hier fehlt es comScore an geeigneten Messinstrumenten, so dass es bei den erhobenen Zahlen allein um die Nutzung vom Desktop aus geht. Das betrifft natürlich alle Social-Network-Plattformen, doch wie stark ein Netzwerk mobil genutzt wird, hängt auch von der Qualität der entsprechenden Apps ab. Hier könnte Google+ im Vergleich zu Facebook durchaus Vorteile haben, denn die mobilen Apps von Facebook gehören sicher nicht zu den beliebtesten und besten Apps, während die Apps für Google+ mittlerweile sehr gut funktionieren. Harte Zahlen gibt es hier nicht, aber die immer weiter steigende mobile Nutzung von Social Networks einfach unter den Tisch fallen zu lassen, verfälscht die Zahlen in unbekannter Größenordnung. Zumal die mobilen Zugriffe nicht mehr nur auf die Smartphonenutzung von unterwegs beschränkt sind. Immer mehr Aktivität kommt auch von den zahlreichen Tablets, die für das abendliche Couchsurfen aus dem eigenen Wohnzimmer wie geschaffen sind.

Auch der Messzeitraum spielt eine nicht unerhebliche Rolle, gerade für den vom WSJ immer wieder angestrengten Vergleich zu Facebook. Während Google+ mit seinen acht Monaten noch ein recht junges Netzwerk ist, kommt das etablierte Facebook schon auf ein Alter von acht Jahren. Ausgewählt wurde der Zeitraum zwischen dem September 2011 und dem Januar 2012. Dazu muss man wissen, dass Google+ erst am 20. September für alle geöffnet wurde. Damit lassen sich die Nutzerzahlen und -aktivitäten kaum seriös mit denen von Facebook & Co vergleichen. Viele Interessenten haben sich registriert und sich die Plattform zwar angeschaut, dann aber keinen persönlichen Nutzen erkennen können. Häufiger Grund dafür sind die fehlenden persönlichen Kontakte, die lieber bei Facebook bleiben und den Weg zu Google+ (noch) nicht gefunden haben oder auch nicht gehen wollen.

Das war nach acht Monaten bei Facebook oder Twitter aber auch nicht anders – mit langfristigen Prognosen sollte man daher zu einem so frühen Zeitpunkt etwas vorsichtig sein. Dennoch mehren sich die Artikel im Netz, die die Tage von Google+ schon für gezählt halten oder die Google+ in einer Sinnkrise sehen. Das WSJ zitiert dazu (leider ohne Quellenangabe) Brain Solis mit den Worten: „Niemand will ein weiteres Social Network, im Moment.“. Wer bereits bei Facebook aktiv ist, hätte keinen Grund zu Google+ zu wechseln, lässt der Social Media Analyst uns weiter wissen, Google+ sei Facebook zu ähnlich.

Das passt sicherlich ins Konzept der großen, traditionellen Medienkonzernen, zu denen auch das Wall Street Journal gehört. Sie haben schon lange ein größeres Problem mit Google und dürften daher schon von Natur aus keine Google+ Freunde werden. Sie stoßen sich vor allem daran, dass Google mit ihren Inhalten Geld verdiene und versuchten in der Vergangenheit bereits mehrfach, Google einen Teil des gigantischen Kuchens abzustreiten. Auch deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverleger beschwerten sich beim Kartellamt über Google. Da überraschen negative Schlagzeilen über Google, die man im WSJ beinahe täglich zu sehen bekommt, nicht mehr wirklich. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, die bei Carta heute diskutiert wird: Warum beschweren sich deutsche Verleger nicht schon längst über Facebook?

Aber wieder zurück zum WSJ. Weiter geht es mit einem enttäuschten Statement von Zynga-COO John Schappert: „Google+ ist eine nette Plattform, aber es dauert lange dort Nutzer zu bekommen“. Echte Zahlen werden aber nur für Facebook genannt, so dass ein wirklicher Vergleich nicht stattfinden kann. Dass die Spiele bei Google+ weniger gut laufen als bei Facebook, kann man negativ oder auch positiv sehen. Das hängt vor allem von der Sichtweise und von den persönlichen Nutzungsgewohnheiten ab. Bei Facebook spielen zwar viele Nutzer, aber ebenso sind viele Nutzer von den dauernden Einladungen zu neuen Spielen genervt. Für ein auf die Masse abzielendes Netzwerk ist ein Spielangebot sicher ein wichtiges Element, für ein professionelles Netzwerk ist das eher kontraproduktiv.

Für die durchschnittliche Nutzungsdauer sind die Spiele natürlich auch interessant. Für Facebook dürften Spiele wie Cityville oder Zynga Poker die Aktivitätsdauer ordentlich nach oben ziehen. Doch ob Spielzeiten wirklich relevanter sind, als das Lesen von Beträgen, das Schreiben von eigenen Posts oder Kommentaren oder das Einstellen von Fotos oder Videos, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Fokus von Google+ geht nach meiner persönlichen Beobachtung eher in die Richtung eines professionellen Netzwerkes, wodurch der Vergleich zu Facebook immer hinken muss. Facebook ist ein Freundesnetzwerk, Google+ ein Publikationsnetzwerk – exakte Vergleiche verbieten sich sogesehen fast zwangsläufig.

Die Fürsprecher von Google+ und eigene Statistiken

Als prominenter Google+ Fürsprecher hat sich Robert Scoble zur Wort gemeldet. Er reibt sich vor allem an der WSJ-Behauptung, Google+ sei eine Geisterstadt. Er bekomme alle 15 Sekunden eine neue Nachricht, schreibt Scoble bei Google+, da könne man wohl kaum von einer Geisterstadt sprechen. Er zieht dann noch einige gewagte, aber dennoch interessante Vergleiche, die die Behauptung, Google+ sei eine Geisterstadt widerlegen sollen. Auch müsse eine „Geisterstadt“ gar nicht negativ sein:

Truth is ghost towns are the best place to spend our time. Think about it? Is the best restaurant in town the hole in the wall that no one knows about yet or is it the big chain where everyone goes (like McDonalds)? Robert Scoble bei Google+

Auch was den von Google+ verursachten Traffic angeht, sieht Scoble die neue Plattform nicht hinter Facebook und Twitter zurück. Das bestätigen die Zahlen von Sascha Israel, der als Reaktion auf den Google+ Rant von Martin Weigert einige echte Zahlen aus seinem Netzwerk gezeigt hat. So bekommt er an manchen Tagen schon mehr Besucher über Google+ auf seine Blogs, als über Facebook. Bei t3n liegt Facebook noch relativ weit vorne, aber das ist auch kaum verwunderlich, denn bei Facebook haben wir aktuell über 19.000 Fans und bei Google+ haben wir gerade die 9.000er Marke überschritten. Dennoch steigen die Zahlen für Google+ kontinuierlich. Bei den Vergleichen der Bewertungen (Likes vs. +1), der Shares und Kommentare sieht es derzeit ganz ähnlich aus: Facebook liegt vorne, aber Google+ holt langsam aber stetig auf.

Das Wall Street Journal präsentiert leider keine eigenen Zahlen, dabei ist man sowohl bei Facebook als auch bei Google+ „aktiv“. Der letzte Beitrag bei Google+ ist aktuell allerdings vom 5. Februar.

Fazit: Google+ ist keine Geisterstadt

Um die Frage aus der Überschrift zu beantworten: Nein, Google+ ist keine Geisterstadt. Welche Dienste und Plattformen würden heute noch existieren, wenn man sie nach den ersten acht Monaten abgeschaltet hätte, weil sie bis dahin nicht Marktführer geworden sind? Facebook jedenfalls würde heute keiner kennen. Natürlich war der rasante Aufstieg von Facebook so etwas wie ein Türöffner. Alle Dienste die danach kamen, mussten keinen Bedarf mehr wecken, denn den gab es ja schon durch Facebook. Dennoch muss man heute nicht jedes neue Netzwerk automatisch mit Facebook vergleichen. Selbst das etablierte Twitter könnte diesem Vergleich nicht standhalten, denn die richtig große Masse kann mit den 140-Zeichen-Nachrichten auch heute noch nichts anfangen.

Das wahre Problem von Google+ ist auch nicht die übermächtige Konkurrenz von Facebook. Nüchtern betrachtet ist Google+ viel mehr als eine singuläre Plattform wie Facebook. Es ist viel mehr eine Aggregations- und Verknüpfungsplattform für die vielen Dienste und Angebote von Google. Wer nun als neuer Nutzer zu Google+ kommt, steht erstmal in einem leeren Raum und weiß nichts damit anzufangen. Erst mit der Zeit, wenn auch die ersten persönlichen Kontakte der Otto-Normal-Surfer bei Google+ angekommen sind, wird ihnen der Sinn des neuen Netzwerks deutlich werden.

Das wird ohne Frage noch eine ganze Zeit dauern, aber Google schraubt permanent an einer Vielzahl von unterschiedlichen Schrauben, um das Gesamtpaket Google besser zu machen. Damit schürt Google aber auch die Ängste derer, die ihre eigenen Interessen durch die Übermacht Googles in Gefahr sehen. Insofern kann man festhalten: So lange das Ende von Google+ herauf beschworen wird, sieht es gut aus für Google+.

Wenig hilfreich sind allerdings Berichte über das bevorstehende Ende von Google+, die lediglich auf der eigenen persönlichen Nutzung beruhen. Jeder nutzt Google+ anders. Der eine intensiv, der andere nur zum Verbreiten eigener Inhalte. Beides eignet sich aber kaum für objektive Prognosen zur Zukunft von Google+, da sie immer nur die Perspektive eines Einzelnen einnehmen. Ich behaupte jetzt nicht, dass Google+ ein Erfolg wird, denn das wäre meine persönliche Meinung, die für Größenordnungen zwischen 90 und 850 Millionen Nutzer schlicht unrelevant ist.

Für mich ist aber klar, dass Google und Google+ bereits jetzt untrennbar miteinander verflochten sind und am Ende ein einziges Produkt stehen wird. Wenn man also über den Erfolg oder Flop von Google+ diskutiert, muss man auch den gigantischen Google-Apparat im Hintergrund mitdenken. Schreibt man Google+ tot, muss man auch die Websuche, Android, AdWords, YouTube und all die anderen Segmente von Google totschreiben. Das wäre dann nur konsequent.

Wie geht’s euch mit Google+? Nutzt ihr die Plattform aktiv?

Weiterführende Links zum Thema Google+:

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43 Antworten
  1. von Heike Matthiesen am 28.02.2012 (14:49Uhr)

    G+ ist absolut in meine Netzwelt integriert, sehr aktiv und ergänzt die Palette mit Twitter als Ticker und Facebook als "Stammkneipe um die Ecke" perfekt!

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  2. von Daniel am 28.02.2012 (14:53Uhr)

    Sporadisch, aktuell vorrangig aus SEO-Gründen.

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  3. von Daniel am 28.02.2012 (14:55Uhr)

    BTW, ich sehe eher das Klinkenputer-Netzwerk XING mit seinen ganzen nervigen Personalvermittlern, Versicherungsvertretern und Vertriebsnervtötern gegenüber Google+ auf dem absteigenden Ast. Denn bei G+ wird auf jeden Fall anders kommuniziert als auf Facebook, soweit ich das mitbekommen habe - professioneller, sachlicher, weniger Geplänkel des Privaten.

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  4. von Florian am 28.02.2012 (14:58Uhr)

    Facebook hat so hohe Desktopzahlen wegen der ganzen Spiele. Da geht warscheinlich 70% der gemessenen Zeit für drauf.

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  5. von Falk Hedemann am 28.02.2012 (14:59Uhr)

    @Daniel: Sehe ich genauso, aber das Xing-Fass wollte ich in diesem, eh schon viel zu langen Artikel nicht auch noch aufmachen ;-)

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  6. von web.buddy am 28.02.2012 (15:12Uhr)

    G+ hat es mir von Anfang an angetan. Vor allem das aufgeräumte und moderne Interface. Ausserdem wollte ich langsam weg von "Jedes Foto auf Facebook teilen" und möchte mehr Business integrieren. Bis jetzt vernachlässige ich zwar G+ enorm, aber dieser Beitrag bewegt mich gleich dazu doch noch was daran zu machen. Danke

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  7. von cephei am 28.02.2012 (15:30Uhr)

    Auf Google+ sind die Informationen einfach viel Ansprechender. Auf G+ werden mM. nach Informationen geteilt, die auch tatsächlich gebracuht werden können. Während man auf Facebook nur langweiliges Konsumverhalten und Altagssituationen kommentiert. Facebook ist nicht mehr als eine langweilige Unterhaltung.
    Auf G+ bin ich eher passiv, Ja. ABER; Ich verbringe meine Zeit dort, da mich der Inhalt mehr interessiert.

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  8. von Daniel am 28.02.2012 (15:40Uhr)

    Nicht zu vergessen: Facebook wird mittlerweile von Kiddies überrannt, die sonst auf MySpace herumspammten. Leider gab es bei G+ auch die Freigabe ab 13 Jahren vor einiger Zeit, ich hätte mir eher 18 Jahre gewünscht.

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  9. von Tobias am 28.02.2012 (15:42Uhr)

    Ich bin strikt gegen eine personifizierte Suche. G+ daher tatsächlich nur 3 Minuten im Monat in einem separaten Browser.

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  10. von Frank K. am 28.02.2012 (15:42Uhr)

    "Hier könnte Google+ im Vergleich zu Facebook durchaus Vorteile haben, denn die mobilen Apps von Facebook gehören sicher nicht zu den beliebtesten und besten Apps, während die Apps für Google+ mittlerweile sehr gut funktionieren."

    Was für ein haarsträubender Unsinn. Die Facebook Apps sind auf allen System die meistgeladenen Applikationen überhaupt.

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  11. von Falk Hedemann am 28.02.2012 (15:51Uhr)

    @Frank K.: Und als meistgeladene App muss sie auch gleichzeitig zu den besten gehören? Das häufige Herunterladen bedeutet doch allenfalls, dass das Interesse riesig ist. Bei 850 Millionen Nutzern auch kein Wunder. Im Android Market finden sich aber beispielsweise viele Bewertungen, die von reichlich Bugs und langsamer Performance sprechen. Meine eigenen Erfahrungen unter iOS sind da ganz ähnlich, leider.

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  12. von Falk Hedemann am 28.02.2012 (15:52Uhr)

    @Tobias: Was spricht denn Deiner Meinung nach gegen die personalisierte Suche?

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  13. von Tom am 28.02.2012 (15:58Uhr)

    Google+ ist eine Geisterstadt.
    Google+ ist überflüssig und sterbenslangweilig.
    Alle, die ich kenne (early-adopters, ITler, Netzaffine, Medienmenschen, usw) - und die in einem Sozialen Netzwerk unterwegs sind - sind bei Facebook angemeldet - und nur ein Teil davon bei Google+ - aber aktiv sind alle eigentlich nur auf Facebook.
    Das kann ich ganez einfach anhand der beiden Timelines belegen.

    Selbst wenn auf Google+ etwas geposted wird, dann ist es nur eine Kopie des Facebookstatus.
    So wird das nichts... Denn wenn auf dem einen neuen, ungewohnten, langweiligen und unsexy aufgemachten Social Network nur Kopien von den Inhalten verbreitet wird, was auf dem hippen, von allen genutzten und überall bekannten Netzwerk bereits vorher geposted wurde, dann ist das doch so interessant wie die Zeitung von gestern!

    Und Google+ mit allen weiteren Google Produkten und Fucktionen auf Gedeih und Verderb zu verbinden, halte ich für vermessen und engstirnig. Auch wenn ich Google+ nicht nutze - die Suchefunktion, Maps, Latitude, usw. werde ich deswegen nicht missen wollen. Und das geht vielen anderen sicher auch so.

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  14. von dh am 28.02.2012 (16:12Uhr)

    Für mich hat G+ an Attrativität verloren. Anfangs war es interessant, weil es alles neu war und sich noch vieles verändert und verbessert hat. Doch irgendwann kam dann eine Stagnation in der Weiterentwicklung der Kernfunktionen, obwohl die Probleme teilweise von Anfang an bekannt und angeblich auch ganz oben auf einigen To-do-Listen standen.

    Für mich am störendsten ist vor allem die unausgereifte Möglichkeit der Contentfilterung auf der Empfängerseite. Man kann lediglich nach Personengruppen sortieren und muss dann aber auch in Kauf nehmen, dass in den Kreisen der ganze irrelevante Kram landet, der öffentlich gepostet wird. Auch die Verwendung von Subcircles, mehreren (frei abonnierbaren) Public Circles von anderen oder Filter für den Spielebereich wurden von Anfang an gewünscht, da die Funktionen in der jetzigen Form für eine ordentliche Sortierung konzeptionell ungeeignet sind. Menschen sind vielseitig und sie möchten sich eben öffentlich nicht immer nur über ein Thema äußern und umgekehrt kann man auch nicht erwarten, dass die Abonnenten/Leser sich für alles interessieren. Trotz der Kritik hat sich leider kaum etwas in diesem Bereich getan und die Entwicklung scheint auch weiter zu stagnieren.

    Der oben verlinkte Artikel Die Sinnkrise des Google+ bringt es meines Erachtens ganz gut auf den Punkt und ich würde mir wünschen, dass Systeme wie das dort ebenfalls verlinkte Subjot etwas mehr Fahrtwind bekommen. Solange sich bei G+ in dieser Richtung nichts ändert, wird es für mich eine Geisterstadt werden bzw. bleiben.

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  15. von Falk Hedemann am 28.02.2012 (16:13Uhr)

    @Tom: Hmm...

    „...aktiv sind alle eigentlich nur auf Facebook. Das kann ich ganez einfach anhand der beiden Timelines belegen.“

    „...Auch wenn ich Google+ nicht nutze...“

    Findest Du das nicht etwas widersprüchlich?

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  16. von Tom am 28.02.2012 (16:19Uhr)

    @ Falk

    ganz und gar nicht - ich weiß nicht genau was Du meinst, aber vielleicht hätte ich aus Gründen der besseren Verständlichkeit aber besser schreiben sollen:
    "Auch wenn ich Google+ nicht nutze WÜRDE - die Google Suchefunktion, Maps, Latitude, usw. WÜRDE ich deswegen TROTZDEM nicht missen wollen..."

    ist es jetzt leichter zu verstehen?

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  17. von Falk Hedemann am 28.02.2012 (16:20Uhr)

    @Tom: Naja, es macht schon einen Unterschied, ob Du nun Google+ nutzt oder nicht ;-)

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  18. von Tom am 28.02.2012 (16:22Uhr)

    okay - Klartext:
    ich bin (wie auch viele meiner Freunde) angemeldet, aber nutze es (wie die meisten meiner Freunde) nicht.
    ;-)

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  19. von Falk Hedemann am 28.02.2012 (16:23Uhr)

    @Tom: Dann wundert es mich auch nicht, dass Du Unterschiede bei Deinen Streams feststellen kannst ;-)

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  20. von Tom am 28.02.2012 (16:25Uhr)

    eben ;-)

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  21. von Erik am 28.02.2012 (16:26Uhr)

    Der Konzern verbindet alle seine Dienste mit G+ weil er an seinen großen lock-in Effekt glaubt und meint nun alle Nutzer auch in sein Netz ziehen zu können bzw. über die SEO-Schiene zu nötigen. Ich persönlich suche eh 90% mit anderen Suchmaschinen und nutze verstärkt Oenstreetmap, etc.
    G+ ist bei mir vom Ansinnen des Konzern her eher ein -

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  22. von Vincent am 28.02.2012 (16:43Uhr)

    Ich selber nutze G+ aktiver als Facebook, allerdings gibt es halt nicht soviel Schmarn wie bei Facebook der den Nutzer süchtig macht und für ne längere Zeit bindet!

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  23. von nunatak am 28.02.2012 (17:24Uhr)

    Zwar bin ich bei G+ von Anfang an dabei, nutze es aber eher sporadisch und dann auch mehr passiv. Als erweitertes Twitter vielleicht. Mein Bedarf an sozialen Netzwerken ist aber sowieso gesättigt. Facebook find ich nicht toll, bin aber dort immer noch aktiv, weil einfach meine meisten Bekannten dort sind. Bei Diaspora war ich schon vor dem G+-Release aktiv und war erstaunt, dass G+ als es als offensichtliche Diaspora-Kopie released wurde, bei vielen der sogenannten (und meist nur scheinbaren) Netzelite, derart bejubelt wurde, wo es fast gleiches doch bereits in dezentraler, und damit besserer, Form gab.

    Engagieren werde ich mich in Zukunft eher für dezentrales Netzwerken, weil es meiner Vorstellung des Internets und dem was es sein soll mehr entspricht. Das hat mit Angst vor Google nichts zu tun. Ich find Google super und nutze viele seiner Dienste. Es muss aber nicht gleich alles bei Google sein. Und grundsätzlich ist ein "selbst verwaltetes", nicht kommerzielles Netzwerk in jedem Fall besser als ein Unternehmen das daraus Datensätze für Werbung generieren will. Google ist immer noch nicht evil, aber eben ein kommerzielles Unternehmen wie jedes andere auch. Wenigstens im Netz sollten wir den Einfluss kommerzieller Unternehmen, wo immer es geht, ein wenig unterdrücken. Klar ist das utopisch, das Netz ist genauso Kommerz wie der Rest der Lebenswirklichkeit auch, aber man kann ja doch was dagegen haben und nach Möglichkeit dagegen angehen.

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  24. von nunatak am 28.02.2012 (17:41Uhr)

    Naja, Google wird G+ ganz sicher nicht einstampfen, weil es gar keine Alternative hat. Ein anderes soziales Netzwerk schaffen ist von gleichermaßen geringer Erfolgsaussicht gezeichnet. Es hat einfach für die Masse der NutzerInnen nichts mit guten oder besseren Features zu tun. Man ist da wo die Freunde sind. Die "realen" Freunde. Weil eben für die meisten Menschen soziale Netzwerke eben nichts virtuelles oder sonst ein Schmarn sind, wie in der Mainstream-Öffentlichkeit darüber gesprochen wird, sondern einfach nur Kommunikationsplattform mit Freunden.

    Leute die gerne auch im Netz neue Kontakte knüpfen, netzaffin sind, wie man so schön sagt. Oder auch Geeks, die einfach gerne neue Dienste ausprobieren und sich Sachen im Netz ansehen, die sind schon lange bei G+ dabei und für die ist es auch nicht tot.

    Google wird den Dienst nicht einstampfen, weil er existiert und Google etwas bringt. Wenn auch vielleicht noch nicht das was sie sich davon versprochen haben. Google hat unendlich viel Serverkapazitäten, diesen Dienst laufen zu lassen, kostet sie wenig. Vielleicht werden sie ihn irgendwann nur noch geringfügig weiterentwicklen wenn es sich nicht lohnt, aber bleiben wird er. Man kann sich sogar auf Orkut noch anmelden. Weil es einfach egal ist. Was da ist, ist da. Für Google spielt das keine Rolle. Und wie genau sich die Gewinne bei Google zusammenrechnen ist ohnehin nicht leicht nachzuvollziehen. Jeder Netznutzer nutzt die Googlesuche, fast alle Googlemaps und auch eine Gmail-Adresse. Mit Android ist auch der Kalender zur Massenanwendung gekommen. Das sind schon jede Menge Daten die in einen Pool zusammenlaufen. Dann noch Dienste wie Youtube und G+ die von den einen mehr, den anderen weniger intensiv genutzt werden, das Nutzerprofil wächst. So oder so.

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  25. von plerzelwupp am 28.02.2012 (17:41Uhr)

    Endlich mal ein Artikel, der sich objektiv mit der Thematik auseinandersetzt, beide Seiten kritisch betrachtet - und letztendlich zu einem Fazit kommt.
    In letzter Zeit hat man ja viel gelesen: Es gibt Gegner und Befürworter, die Artikel mit ihren jeweiligen Brillen schreiben. Dies ist hier eindeutig nicht der Fall, Falk. Du hast sogar das Kleingedruckte gelesen. ;-)

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  26. von Olaf am 28.02.2012 (18:07Uhr)

    Wen Ihr ein schlechtes RipOff Eures Artikel sucht finedt Ihr ihn hier: http://goo.gl/LYmj7
    Deren Art und Weise passt gut in die Schiene "bad taste SEO"!

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  27. von Daniel am 28.02.2012 (18:09Uhr)

    XING ist für mich in der Tat ebenfalls nur noch so etwas wie die Rundablage beim Sortieren der Post. Dieses ganze Geschwätz von Headhuntern, Finanzverbrechern und sonstigen Vertriebsaffen ist nur noch nervig und deshalb will man da auch gar nicht viel online sein. Und dazu: Bei XING muss ich bezahlen, damit ich anderen Benutzern Mails senden kann. Das ist ein Modell aus dem Web 1.2 und wird eh nicht überleben. Und wenn XING nicht endlich den ganzen Werbemüll filtert, dann XING auch nicht. Da ist ja auch noch LinkedIn am Start und nimmt XING von der anderen Seite in die Zange.

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  28. von Pascal am 28.02.2012 (18:17Uhr)

    Vor 3 Jahren habe ich mir einen Twitter-Account zugelegt, den ich jedoch nicht so aktiv nutze - zu groß ist einfach das rauschen an irrelevanten Inhalten und wenn man mal was interessantes gesehen hat, so findet man das leider über die Suche quasi nie wieder.
    Facebook ist (eigentlich wie bei den meisten Nutzern) zum Kommunizieren mit mir bekannten Personen (aka Freunde), doch hässliches Layout, fehlende Funktionen und vor allem ständig nicht funktionierende Funktionen degradieren es zu einem reinen Messenger für mich, da ich darüber quasi jeden Kontakt jederzeit per Handy UND Desktop bequem erreichen kann - mehr aber im Endeffekt nicht mehr.
    Google+ hat für mich eine Rolle wie Twitter eingenommen - ich poste quasi nie was, aber dank deutlich weniger rauschen und deutlich bessere Navigation (ich nutze nur die j/k shortcuts zum wechseln zwischen den Posts) ist es wirklich toll zum konsumieren von Posts/News.
    Aus meiner Sicht fehlt es bislang einfach an Nutzern, die ich kenne und deren Verknüpfung, da man quasi keine Möglichkeit die Aktivitäten einzelner Freunde untereinander zu sehen. An diesem Punkt ist Facebook einfach noch deutlich überlegen.

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  29. von René am 28.02.2012 (18:56Uhr)

    Meine persönliche Erfahrung: Ich habe 260 Leute in meinen Circles (90% von denen sind extrem online-affin), von denen in den letzten 2 Tagen 3 Leute was gepostet haben. Und diese Posts sind trotz allem Bezug zum Online Business genauso gemischt von W&V Artikeln bis Rezepten wie auf Facebook, eben nur in einer minimalistisch kleineren Dimension. Doch, aus meiner Sicht kann man da von einer Geisterstadt sprechen.

    Ich finde es zudem aber bemerkenswert, dass die Kritik an Facebook immer wieder 2 Argumente anführt:
    1. "Da sind nur 13-jährige Teenies"
    Ja und? Ich persönlich bin mit keinem verbunden, dementsprechend sehe ich auch keine Katzenfotos oder dergleichen in meinem Newsfeed.
    2. Die "Banalität". Hierzu ein Zitat aus diesem Thread "Auf G+ werden mM. nach Informationen geteilt, die auch tatsächlich gebraucht werden können. Während man auf Facebook nur langweiliges Konsumverhalten und Alttagssituationen kommentiert."
    Genau das macht ein SOCIAL Network für mich aus. Ich habe alle sozialen Verbindung über einen Kanal, hab meine Listen und sortiere so, welchen Content ich sehe. Natürlich will ich nicht nur business-related Zeugs lesen, sondern genauso wissen, was meine Verwandten im Ausland machen und wie es meinen Freunden von früher geht. Ist doch praktisch, wenn ich all diese Bedürfnisse an einer Stelle bündeln kann.

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  30. von dermorzi am 28.02.2012 (23:22Uhr)

    Ich finde ja persönlich, das man Google+ mit Facebook nicht wirklich vergleichen kann. Ich selber nutze Facebook um mit Freunden und Bekannten in Verbindung zu bleiben und Google+ um Information zu erfassen, da dort (Gott sei dank) nicht nur Müll und zu meist uninteressante Sachen wie bei Facebook gepostet werden. Desweiteren hat Google es geschafft Games zwar einzubinden, aber elegant zu platzieren, so dass ich Statusmeldungen dazu nur dann sehe wenn ich sie sehen möchte. Also kann ich nur sagen Google+ ist definitiv nicht am Ende und es wird auch immer weiter wachsen!

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  31. von rele vant am 29.02.2012 (01:27Uhr)

    Wenn der Mainstream Google+ entdeckt, gehts das Niveau dort vielleicht auch herunter.

    Eine hohe Verweildauer an Bahnkarten-Automaten ist auch nichts gutes. Die Anzahl angezeigter Seiten (also wie viele verschiedene Werbebanner man pro Besuch einblenden kann) oder von Aktionen wie angeschaute Produkte u.ä. sind auch und vielleicht relevantere Metriken. Gelesene/Überflogene Tweets und geschriebene Tweets sind wohl auch relevanter als wie viele Minuten ein gutes oder schlechtes GUI oder Client einen kosten. Die Nutzdauer ist also eher für die Einblenddauer für Werbebanner relevant.

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  32. von hck am 29.02.2012 (08:53Uhr)

    Bin bei facebook ausgestiegen weil ich da zuviel völlig irrelevantes von Leuten zu lesen bekommen haben die gelegentlich auch relevantes geschrieben haben. Die selben Leute auf G+ nutzen ihre "circles" so, dass ich da jetzt nichts mehr über ihre Katzen, Kinder, sportlichen Aktivitäten lese.

    Hatte um die 120 "friends" auf facebook, habe auf G+ 216 Profile eingekreist, bin von 205 eingekreist worden. Overlap: schätze so um die 80%.

    Twitter (auf andre Weise asymetrisch): folge 100, habe 571 followers.

    Stream und Reaktionen stehen auf G+ für mich in nichts hinter dem was für mich auf facebook war zurück.

    Institutionenseite: auf facebook nach Jahren 27 likes, auf G+ derzeit 33 Einkreisungen plus 3 +1e von Leuten/Profielen die nicht eingekreist haben.

    Habe aber auch den Einbdruck, dass G+ etwas statisch geworden ist: es kommen in meinen Kreisen icht mehr aktive Profile/Leute hinzu als inaktiv werden oder G+ ganz verlassen. : Die Wachstumsdynamik scheint mir nacheglassen zu haben.

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  33. von Alexander Krusche am 29.02.2012 (08:59Uhr)

    Google hat als Unternehmen natürlich großes Interesse, potenziellen Besucher-Traffic über die eigenen Plattformen zu generieren. Insofern "muss" Google Angebote/Dienste anbieten, die diesen Traffic maßgeblich fördern. Wie man es von Google kennt, ist der Grad der technischen "Ausgereiftheit" bzw. Vernetzung in den weiteren Diensten hoch. Google+ kam evtl. auch deswegen ein Stück später, weil die Integration einige Zeit brauchte. Google+ wird keine Geisterstadt bleiben, wenn mehr und mehr Nutzer diesen Dienst kennenlernen und Google es schafft, (vorhandene) Mehrwert-Angebote erlebbar zu machen. Und dann sollte Google gegenüber facebook an Fahrt deutlich zulegen.

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  34. von pro.sec am 29.02.2012 (13:22Uhr)

    Google und facebook sind nicht das Internet! Genau wie ihr das von t3n macht; Posts von den Social Networks auf der eigenen Site inkludieren; akkumulieren auf der eigene Plattform, das ist für mich der richtige Weg, nicht von einem Unternehmen und den Geschäftbedigungen abhängig zu sein; ob es dann XING, facebook, twitter, G+ heißt - ist dann doch egal - ein offenes Netz ist wichtig; ein- statt ausschließen!

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  35. von Ya Lin am 29.02.2012 (18:01Uhr)

    Ich nutze G+ weitaus lieber als Facebook. Bei Google+ folge ich gewissen Personen (z.B. internationalen Musikern), schaue mir "Hangouts" an, diskutiere mit mir bislang fremden Personen und chatte mit meiner Familie, Freunden und Bekannten bzw. poste selbst auf meinem Profil.

    Wie viele andere, sehe ich die vermeintlich höhere "Aktivität" bei Facebook auch damit begründet, dass sich dort viele (meist jüngere) User mit Spielen beschäftigen.

    Leider wird aber auch dadurch eine gewisse "Aktivität" dadurch generiert, dass das sog. "Likejacking"-Seiten mit vielen fraglichen Foto- und Videoveröffentlichungen (bzw. -verlinkungen) dazu animieren, Inhalte zu teilen oder eben zu "liken".

    Das scheint Facebook nicht unrecht zu sein. Zumindest könnte man dies vermuten, wenn man beobachtet, dass solche "Likejacking"-Seiten und -Profile von etlichen Usern an Facebook gemeldet werden (dazu haben sich bereits regelrechte Gruppen gebildet), aber seitens Facebook oft nichts unternommen wird.

    Hinzu kommen veröffentlichte Bild- und Videoinhalte auf Profilen und Facebook-Seiten, die misshandelte Kinder, getötete Menschen etc. zeigen und offenbar das Interesse gewisser User wecken, die derartiges dann an ihre Kontakte "weiterempfehlen".

    In diesem Zusammenhang sehe ich auch die große Zahl registrierter User bzw. Seiten bei Facebook eher kritisch. Die Ignoranz von Facebook widert mich mittlerweile an.

    Soll bedeuten:

    Wenn auf solchen Inhalten der Erfolg von Facebook beruht, dann empfinde ich dies kaum als positiv.

    In diesem Zusammenhang befürworte ich den Unterschied, den Google+ ausmacht und die weitaus bessere und übersichtlichere Handhabung von Google+.

    Mein Facebook-Konto werde ich deshalb bald löschen.

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  36. von paulkinet am 02.03.2012 (02:51Uhr)

    Facebook vs. Google+
    Windows vs. OSX

    alles "gähhhn" - der Markt ist groß genug das es mehr als eine erfolgreiche SocialMedia Platform gibt. Ich nutze auch für das Private G+ und für das Berufliche aber G+ ^^ - kleiner Joke ;)

    Trotzdem gut geschriebener Artikel der Spass macht (damit sind auch die Kommentare hier gemeint). Was ich mir wünsche ist DAS TOOL was mir ermöglicht sämtliche Dienste (Twitter, G+, FB) mit einer Plattform in gewohnter Qualität zu nutzen. Für Google+ nehme ich dafür SGPLUS was mir meine FB und Twitter Konten als Stream darstellen. Hakt aber häufig und ist noch nicht der Hit. Eine native Lösung würde ein Ausrufezeichen setzten.

    Aber jetzt mal im Ernst: Haben noch andere ab und an Probleme mit dem iOS Google+ App?

    Muss mich ständig (alle 2-3 Tage) neu anmelde (Passwort eingeben) und das es kein iPad App gibt nervt tierisch! Gerade auf dem iPad finde ich das Facebook App gut gemacht, besonders bei mehreren Konten.

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  37. von christian richter am 02.03.2012 (08:37Uhr)

    ich bin für googel+ als echte alternative zum verspamten facebook es hat als offenes netzwerk mehr potential. auch die zahlen berühren mich weniger solange die inhalte besser sind nutze ich vorwiegend googel+

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  38. von Erich Weber am 04.03.2012 (12:18Uhr)

    Ist ja allerhand was los hier :-) Ich muss schon für unsere Kunden mehr als 3 Minuten pro Monat auf G+ aktiv sein. Mit eigenen Posts oder gar dem Lesen anderer Beiträge geht es aus Zeitgründen allerdings meistens schief. Wenn das Thema SEO nicht wäre, hätte sich G+ wohl längst in die Anti-Facebook-Nische verabschiedet.

    Auch ein Gigant wie Google ist nicht unantastbar. Trotz aller Updates der Vergangenheit noch immer keine zufriedenstellenden Suchergebnisse, immer höhere Preise für AdWords oder die aktuelle Diskussion um die Datenschutzbestimmungen könnten in Zukunft durchaus eine Chance für neue Angebote bedeuten. In Sachen Datenschutz sieht das hier z.B. nicht schlecht aus: https://startpage.com

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  39. von Christian am 07.03.2012 (13:48Uhr)

    Frage ist doch auch wie man die Qualität der Aktivität misst, ich finde das ist auch ein wichtiger Punkt. Wenn Facebook im Gegensatz zu Google+ eher auf die Masse abzielt und Google+ eher ein etwas erwachseneres und professionelleres Produkt dann könnte man auch überlegen inwiefern die Aktivität Schlüsse zu dem erfolg zulässt. Natürlich ist die Aktivität wichtig, wenn davon jedoch 90% für Spiele oder das lesen von sinnlosen Kommentare, anschauen von witzigen Bildern drauf geht dann ist das für Google+ einfach nicht Sinn der Sache. Wenn ich auf Google+ interessante Beiträge lese dann beteilige ich mich zwar an der Diskussion, oftmals gehe ich dann doch tiefer in die Materie und suche via Google weiterführende Informationen, somit bin ich zwar nicht sonderlich aktiv im G+ Netzwerk, die Informationsqualität und die Zeitnutzung sind aber deutlich positiver und effizienter, Facebook ist auch nebenbei an und man guckt halt mal rein und postet "irgend einen Quatsch" - Überhaupt finde ich das klassische Medien vom Weg abkommen, nur weil viele Blogger mit "Punch-Headlines" starten und dann irgend einen persönlichen Schmarn schreiben, so müssen das doch nicht auch noch die großen Verlage mache, ob Stern, Spiegel oder WsJ, die Qualität lässt nach, vielleicht sind diese auf dem absteigenden Ast ;)

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  40. von pro.sec am 07.03.2012 (15:50Uhr)

    ...eine andere Frage wäre für mich: "Möchte ich das alles - Suchen, Mailen, Navigieren, Freunde - bei Google machen?" Das ist für mich der Grund, warum ich Google+ stiefmütterlich liegen lassen!

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  41. von delmenhorst am 08.03.2012 (12:06Uhr)

    Ich nutze Facebook und habe mich irgendwie daran gewöhnt. Mit Facebook kann man wirklich recht schnell eine große Leserschaft gewinnen.

    Die Qualität der Kontakte ist dabei aber leider sehr durchwachsen.

    Daher verspreche ich mir von Google+ ein eher ausgewähltes Publikum, das sich dort trifft, um mehr auf Kontakte als auf Entertainment zu setzen.

    Werde es ausprobieren, sobald es meine Zeit zulässt.

    Gruß aus

    delmenhorst

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  42. von erichweber am 10.03.2012 (10:22Uhr)

    So, jetzt auch mit Profil und Bild - damit t3n keine Geisterstadt bleibt ;-)

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  43. von Munte am 12.04.2012 (06:05Uhr)

    Gerade Hangouts on Air könnte ein echter Facebook Killer sein. Wenn man da noch Live Umfragen dem "strummen" Publikum zuschalten kann, die auch dann Live abstimmen können während eine Debatte läuft, würde es Facebook meiner Meinung noch mehr den Rang ablaufen.

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