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Gerücht um Google Glass für jedermann nicht bestätigt [Update]

Gerücht um Google Glass für jedermann nicht bestätigt [Update]

Nachdem vor zehn Tagen den Soft-Launch wagte, vermeldeten Tech-Blogs dass der Verkaufsstart im Glass-Shop jetzt ohne limitierte Stückzahl freigegeben wurde. Das Gerücht hat sich nachträglich nicht bestätigt.

Gerücht um Google Glass für jedermann nicht bestätigt [Update]

Google Glass am 15. April erhältlich. (Quelle: google.com/glass)

Update vom 25. April 2014 / 10:45: Entgegen den Meldungen berichtet der Tech-Blog androidcommunity.com dass der offene Verkaufsstart in den USA aktuell noch nicht stattfindet. Die Android-Community-Redaktion hat folgendes Statement von Google eingeholt.

This link was created to accommodate potential Explorers who were still in the pipeline from last week's sale. We're shutting it down shortly. As always, we will continue to experiment with ways to expand the Explorer program in the weeks and months ahead.

Update vom 25. April 2014 / 08:15 Uhr: Google hat den Verkauf der erneut freigegeben. Im Glass-Shop können US-Amerikaner laut einschlägigen Tech-Blogs die Datenbrille kaufen. Vorab war es für Entwickler möglich, die Glass zu testen. Auch ein Soft-Launch wurde am 15. April 2014 durchgeführt (siehe unten). Das Gerät ist jetzt augenscheinlich nicht mehr nur auf eine bestimmte Stückzahl limitiert und nach wie vor für rund 1.500 US-Dollar erhältlich. Wann die Glass in Deutschland in den Verkauf geht, ist bisher nicht bekannt.

Deutsche Datenschützer prangern seit langem an, dass die Google Glass die Persönlichkeitsrechte von Menschen verletzt – das könnte den Starttermin beeinflussen. Gestern Abend bezeichnete der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert die Google Glass in einer TV-Sendung als eine „Waffe zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten“.

Google Glass für 1.500 Euro erhältlich: Explorer-Programm wird ausgeweitet

Google hat angekündigt, dass das Unternehmen seine Datenbrille „Glass“ am 15. April in den USA verkaufen wird. Das Explorer-Programm soll laut der Webseite auf jeden dort lebenden Erwachsenen ausgeweitet werden. Zudem wurde auf der offiziellen Google+-Seite angekündigt, dass das Produkt nur in begrenzter Stückzahl erhältlich ist. Für 1.500 US-Dollar (exklusive Steuern), wird die Brille somit vermutlich für einen Tag im freien Handel sein. Interessierte außerhalb der USA dürfen an dem Programm leider nicht teilnehmen. Dazu schreiben die Verantwortlichen: „Entschuldigung, wir sind noch nicht bereit die Glass in anderen Ländern anzubieten“.

Google wagt den Soft-Launch: Datenbrille „Glass“ am 15. April in den USA erhältlich. (Screenshot: Google.com)
Google wagt den Soft-Launch: Datenbrille „Glass“ am 15. April in den USA erhältlich. (Screenshot: Google.com)

Soft-Launch und „Glass for Work“: Google geht in die Offensive

Interessant ist dieser Schachzug dennoch – auch für uns Europäer: Google möchte allem Anschein nach einen Soft-Launch wagen und mit einer langsamen Markteinführung die Akzeptanz beziehungsweise die Nachfrage abtasten. Am kommenden Dienstag könnte sich also entscheiden, ob Google eine Markteinführung in diesem Jahr tatsächlich ins Visier nimmt oder das Explorer-Programm auch auf andere Staaten ausweitet. Wird der Ansturm nur mäßig ausfallen, wird das Produkte womöglich noch etwas zurückgehalten und verbessert, gegebenenfalls auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt. In den letzten Monaten sind immer wieder Privatsphäre-Bedenken laut geworden.

Ein weiterer Vorstoß ist das Programm „Glass for Work“. Google möchte seine Datenbrille auch für die Unternehmenswelt schmackhaft machen. Mit der Offensive soll der Service-Wert für bestimmte Berufsgruppen hervorgehoben werden, die während der Arbeit auf Informationen angewiesen sind, aber freie Hände brauchen – beispielsweise Chirurgen, Ingenieure oder Telefonisten.

via www.theverge.com

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10 Antworten
  1. von Holger am 11.04.2014 (07:24 Uhr)

    Gruselige Vorstellung, wenn ein Chirurg Glass für die OP verwenden sollte und Google dann nicht nur E-Mails und Web-Aktivitäten, sondern auch Bilder aus dem inneren des Patienten hat...

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  2. von Peter P am 11.04.2014 (09:59 Uhr)

    > die während der Arbeit auf Informationen angewiesen sind, aber freie Hände brauchen

    Was für ein dämliches Verkaufsargument. Nur weil ich meine Hände zum Arbeiten brauche, heißt das doch nicht, dass ich mir die Informationen nicht auf einem Display holen kann, das z.B. direkt neben dem OP-Tisch steht. Hierzu muss ich nur die Augäpfel bewegen und ein bisschen fokussieren.

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  3. von Pascal Müller am 11.04.2014 (11:49 Uhr)

    @peter p: durchaus ein plausibles Argument. Es gibt auch Berufsgruppen, die nach Prozessen arbeiten und nicht gleich einen Bildschirm neben dem Arbeitsplatz haben. Z.B. Automechaniker, Ticketkontrolleure, usw. Für die kann das Abbilden von Prozessen durchaus zu Fehlerreduktionen führen

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  4. von Softlaunch ist gut am 11.04.2014 (12:45 Uhr)

    Man sieht dann am Feedback der Kunden auch ob oder was man besser machen oder erklären kann oder ob irgendwas auffällig schnell kaputt geht.

    Sowas finde ich auch ehrlicher als endlose Warte-Schlangen und Vorbestellungen Monate im Voraus.

    Wie hoch sind denn die Steuern ? Die mögen in jedem Bundesstaat unterschiedlich sein was für Apple-Stores relevant sein könnte aber da Google es wohl von der Zentrale aus verkauft gibts doch vermutlich nur einen Steuersatz.

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  5. von Softlaunch ist gut am 25.04.2014 (10:10 Uhr)

    Weiss jemand die Lieferzeiten ? Das sollte dank Twitter und Facebook-Updates ja problemlos messbar sein.

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  6. von Conny am 25.04.2014 (10:44 Uhr)

    Auch wenn es vielen nicht gefällt. Wir werden uns damit abfinden müssen, das digitale spione in kameras, kleidung, uhren, schmuck ect. in allem was uns umgibt haben werden. Weil es wird nicht funktionieren das deutschland sich alleine dem rest der digitalen welt versperrt.

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  7. von firehorse am 25.04.2014 (10:58 Uhr)

    Mal davon abgesehen dass diese Meldung zeitlich doch sehr verspätet hier Einzug gehalten hat: Wer ist Jedermann?

    Unter bestimmten beruflichen Situationen kann ich mir diese Brille als Sinnvoll vorstellen. Bei "Jedermann" müsste ich mir dann einen Baseballschläger zur Selbstverteidigung meiner persönlichen Daten zulegen.

    Hier sollte die Regierung sind einschalten und etwas wie einen Waffenschein/Rezeptpflicht einführen, ansonsten müssen die sich über die Leichen auf den Straßen nicht wundern.

    Wenn nämlich jeder wirklich jeder ist, dann laufen da draußen genügend Techfreaks umher die diese Technik nur benutzen aber ansonsten keinerlei Ahnung von nichts haben. Sich also auch nicht für soziale bürgerliche Grundrechte interessieren.

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  8. von Marko am 25.04.2014 (11:11 Uhr)

    Schön das Ihr das update gebracht habt.
    Weniger schön ist das Ihr den Tipgeber nicht erwähnt.
    Dann mache ich das mal selber für mich

    https://plus.google.com/101559871572415719072/posts/41cSiENaSxD
    "+t3n Magazin also das ihr Euch damit mal nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habt... http://goo.gl/Yml3XG und das +Google Dementie datiert noch vor Eurem "update"!"

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  9. von Kosten am 28.04.2014 (10:49 Uhr)

    Da bin ich mal gespant wann der Markt den Preis reguliert. Ich denke nicht das "Jedermann" bereit ist 1500 € auf den Tisch zu legen.

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  10. von Tamm's Corner am 29.04.2014 (10:54 Uhr)

    Durch eine Softlaunch wird Google die derzeitig verheerend geringe Akzeptanz nicht steigern. Da wäre schon eine Anpassung im Konzept sinnvoller: ohne Kamera wäre das Thema Datenschutz erledigt ... so bleibt die Datenbrille ein Fehlgriff für Google:
    http://www.tamms-corner.de/index.php/2014/04/glass-der-oeffentlichkeit-googles-groesster-fehler/

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