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Google Glass: Die wichtigsten Konkurrenten im Überblick

hat es geschafft, mit dem Google-Glass-Projekt viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, aber sie sind nicht ganz allein auf weiter Flur. Manche Firmen forschen schon seit Jahren – allerdings mit bislang mäßigem Erfolg. Wieder andere haben nur Ankündigungen zu bieten. Wir stellen die härtesten Konkurrenten der Google-Brille vor.

Google Glass: Die wichtigsten Konkurrenten im Überblick

Fünf Konkurrenten für Google Glass

Telepathy One

Verraten noch weniger als Google über Google Glass: Telepathy One.

Als „Social Communication Device“ preisen die Japaner ihr so elegant wie ungewöhnlich gestyltes Gerät Telepathy One an. Ein Prototyp war vor Kurzem auf der SXSW 2013 in Austin zu sehen. Viel ist darüber nicht bekannt und mit konkreten Angaben halten sich die Macher noch mehr zurück als Google. Ebenso wie Glass bringt Telepathy One dem Nutzer ein Display ins Blickfeld und verbindet sich mit Smartphone oder Tablet. Es ist aber nicht wie eine Brille gestaltet, sondern eher wie ein Kopfhörer, bei dem man den Bügel in den Nacken legt. Und tatsächlich wird Telepathy One ganz offensichtlich in (!) beiden Ohren befestigt. Wie angenehm und praktikabel das ist, wird man sehen müssen.

Vuzix Smart Glasses M100

Google-Glass-Konkurrenz aus Rochester, New York: Vuzix Smart Glasses M100.

Die Smart Glasses M100 des Videobrillen-Spezialisten Vuzix erinnern an ein Bluetooth-Headset mit zusätzlichem Arm nach vorne. An dem befindet sich zum einen das Display, zum anderen die Foto- und Videokamera. Die Smart Glasses sollen sich mit Android- und iOS-Geräten verbinden können und laufen dabei selbst unter Android. Auf der Website finden sich schon viele technische Daten, aber noch kein Verkaufspreis und noch kein Erscheinungsdatum.

Olympus MEG 4.0

Ein optionales Produkt für Brillengestelle entwickelt Olympus.

Olympus forscht schon etliche Jahre im Bereich der „Brillendisplays“ und das MEG 4.0 genannte Modell soll nun der neueste Streich werden. Im Gegensatz zu braucht das Gerät eine Brille oder ein ähnliches Gestell zur Befestigung. Und Olympus scheint es vor allem als Zubehör des Smartphones zu sehen, denn Rechenpower und Netzzugang müssen von dort kommen. Seit der Pressemitteilung 2012 ist allerdings nichts Neues mehr zu erfahren gewesen. Preis? Veröffentlichungstermin? Alles unbekannt.

Brother AirScouter

Etwas klobig und mit Kabel: Brothers AirScouter ist wohl keine Gefahr für Google Glass.

Der Brother AirScouter ist bereits erhältlich, aber nur in Japan und nur für Firmenkunden. Es ist vor allem dafür gedacht, Videos aus der Konserve oder als Livestream ins Sichtfeld einzuspielen. Von der Eleganz der Google Glass Brille ist der AirScouter dabei meilenweit entfernt. Und auch auf dem Promofoto unschwer zu erkennen: „drahtlos“ war bei der Planung des Produkt offenbar kein zentrales Merkmal.

Oakly Airwave

Gemacht für Wintersportler: die Oakley Airwave.

Die Oakley Airwave ist eine Skibrille mit Ambitionen in Sachen Augmented Reality. Auch sie ist bereits erhältlich und das auch in Europa. Knapp 600 Euro muss man für sie auf den Tisch legen. Bedient wird sie über eine Kontrolle am Handgelenk. Der Hersteller verspricht "eine Welt von Informationen", denn die Brille hat eigene Sensoren eingebaut. Auf die Weise soll man beispielsweise alles über seine Sprünge erfahren. Auf dem integrierten Display lassen sich auch Karten der wichtigsten Skigebiete anzeigen und man sieht, wo die eigenen Freunde sind – sofern sie ebenfalls in eine Oakley Airwave investiert haben.

Bislang kein „Google-Glass-Killer“ in Sicht

Google Glass muss sich vor diesen Konkurrenten nicht wirklich fürchten. Schließlich profitiert sie nicht zuletzt von anderen Produkten und Diensten. So hat Google mit Angeboten wie Gmail oder Maps nützliche Services bereits im eigenen Haus. Android beherrscht den Smartphone-Markt und schafft damit eine gute Grundlage, um auch das Smartphone-Zubehör Google Glass zum Erfolg zu machen. Und mit Technologien wie der Sprachsuche und dem digitalen Assistenten in Google Now hat das Unternehmen Trümpfe in der Hand wie kaum ein zweiter.

Denn letztlich ist nicht der entscheidende Punkt, einen Screen im Blickfeld des Nutzers zu platzieren. Entscheidend ist, was man dann damit anstellen kann.

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Eine Antwort
  1. von Wolfgang am 27.03.2013 (12:50 Uhr)

    Nachdem mich das ‚Google Project Glass’ schon wirklich begeistert hat, freut es mich zu hören, dass auch andere Unternehmen daran tüfteln das Fashion-Accessoire Brille auf ein gänzlich neues ‚Level‘ zu katapultieren. Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert in diesem Zusammenhang gerade den Aspekt Design. Ich bin gespannt wie sich die unterschiedlichen Ansätze, Konzepte und Ideen weiter entwickeln werden :)

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