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Pornostars drehen ersten Sexfilm mit Google Glass

Pornostars drehen ersten Sexfilm mit Google Glass

MiKandi, der Anbieter der ersten Google-Glass-Porno-App und eines alternativen Android-Stores für Erotik-Apps hat den ersten Pornofilm vorgestellt, der mit der Datenbrille von gedreht wurde. Im Gegensatz zu ihrer Glass-App, deren Verbreitung Google durch die Änderung der Entwicklerrichtlinien weitestgehend verhindern konnte, wird man sich beim Suchgiganten an solche Bilder wohl gewöhnen müssen.

Pornostars drehen ersten Sexfilm mit Google Glass
Google Glass Porno: Trotz der neuen Technik sollte man nicht zuviele Neuerungen in diesem filmischen Genre erwarten. (Bild: MiKandi/YouTube)
Google-Glass-Porno: Trotz der neuen Technik sollte man nicht zuviele Neuerungen in diesem filmischen Genre erwarten. (Screenshot: MiKandi/YouTube)

MiKandi zeigt ersten Google-Glass-Porno der Welt

Die Firma MiKandi verdient ihr Geld als Anbieter eines alternativen Android-Stores für Erotik-Apps. Die Firma machte vor einiger Zeit Schlagzeilen, als sie die erste Porno-App für veröffentlichte. Google reagierte prompt und veränderte die Entwicklerrichtlinien für Glass dahingehend, dass solche nicht weiter entwickelt werden durften. Wie die Macher in einem Blogbeitrag allerdings richtig bemerken, hat Google keinen Einfluss auf die Art der Inhalte, die Nutzer mit der Brille produzieren. Vermutlich, um die Anschaffung der teuren Datenbrillen zu rechtfertigen und um Werbung für ihren App-Store zu machen, hat man jetzt die Pornostars James Deen, Andy San Dimas und Ron Jeremy engagiert. Sie wurden mit Google Glasses ausgestattet, um den ersten Pornofilm dieser Art zu drehen.

Google-Glass-Porno: Gesichtserkennung duldet Google derzeit nicht in Glass-Apps. (Bild: MiKandi/YouTube)
Google-Glass-Porno: Gesichtserkennung duldet Google derzeit nicht in Glass-Apps. (Screenshot: MiKandi/YouTube)

In der Google-Firmenzentrale in Mountain View wird man unter Umständen nicht glücklich über den Film sein, wenngleich er eigentlich niemanden überraschen sollte. Technologischer Fortschritt ist historisch gesehen oftmals eng verbunden mit dem Verlangen der Menschheit nach Erotik. Erotische Fotografien gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, Pornos haben zu einem bestimmten Grad zum Erfolg der VHS-Kassette beigetragen, und auch in den Anfangstagen des Internets gab es schon grobpixelige Nacktbilder. So ist es vermutlich nur konsequent, dass die Macher des ersten Google-Glass-Pornos im Trailer ihres Films einige Anwendungsbeispiele für die Brille präsentieren, die – losgelöst vom Sex-Akt – nicht nur praktisch erscheinen und spannend sind, sondern in diesem Kontext auch den ein oder anderen Lacher provozieren.

Google-Glass-Porno zeigt Anwendungspotenzial der Brille auch abseits des Sex-Business

Der im Google-Glass-Porno gezeigte Preisvergleich könnte tatsächlich praktisch sein. (Bild: MiKandi/YouTube)
Der im Google-Glass-Porno gezeigte Preisvergleich könnte tatsächlich praktisch sein. (Screenshot: MiKandi/YouTube)

In einer Szene des Trailers nutzt der männliche Protagonist seine Datenbrille beispielsweise, um die Schuhe der weiblichen Darstellerin einzuscannen und einen Online-Preisvergleich zu starten. Zwei Brillen zu synchronisieren und exakt das zu sehen, was die jeweils andere Person gerade sieht, könnte auch außerhalb eines Pornodrehs interessante Möglichkeiten eröffnen. Das gilt auch für die gezeigte Gesichtserkennung, die Google vorerst aber keiner Glass-App erlaubt.

Für MiKandi sollte sich der Marketing-Stunt rentiert haben und bei Google wird man damit gerechnet haben müssen, dass Glass früher oder später für diese Zwecke verwendet wird. Dass sich hier ein Trend im Bereich der Porno-Industrie anbahnt, ist aber unwahrscheinlich.

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5 Antworten
  1. von Daniel am 24.07.2013 (14:12 Uhr)

    Ich versteh den hype um die Brille überhaupt nicht. Das selbe kann man mit einer GoPro auch machen...

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  2. von Benjamin_Wagener am 24.07.2013 (14:18 Uhr)

    @Daniel: Auch wenn ich den Hype um Google Glass ebenso etwas übertrieben erachte, so kann es doch wohl wesentlich mehr als eine GoPro, welche ja nur eine Kamera ist.

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  3. von Zladko am 24.07.2013 (17:17 Uhr)

    Die NSA freut sich sicher schon darauf mit der Gesichtserkennung verdächtige Personen durch Städte zu verfolgen und dabei die Brillen ahnungsloser Passanten zu benutzen. Schöne neue Welt.

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  4. von Jann am 24.07.2013 (18:22 Uhr)

    Auf diesen Moment haben wir doch alle gewartet. Spass beiseite, Pornos auf Google Glass ist doch Blödsinn. Aber wers mag..

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  5. von Chris am 30.07.2013 (09:56 Uhr)

    was ist eine GoPro?
    Und deshalb ist der Hype so gross

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