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Es fährt ein Zug nach Nirgendwo: Darum wird Google Glass scheitern

    Es fährt ein Zug nach Nirgendwo: Darum wird Google Glass scheitern
Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)

Kontextuelle Apps und Systeme – ein Mega-Trend, befeuert von der Dampflokomotive namens Google Glass. Durchbricht die extravagante Datenbrille aktuell noch Schranke um Schranke, ist der bremsende Prellbock in Wahrheit schon längst in Sicht. Die Gründe dafür, dass das Experiment so schnell nicht aufgehen kann, sind vielfältig.

Kontextuelle Daten: Der Traum vom unfehlbaren Helfer

Ein Samstag im Januar, ich friere. Es ist 14.30 Uhr. Nur noch eine Stunde bis Anpfiff, endlich Rückrundenstart der Bundesliga. Mit dicker Jacke, Fanschal und Brille gewappnet, mache ich mich auf den Weg zu meinem Auto. „Halt, Stopp!“, warnt mich eine weibliche Stimme irgendwo an meinem Kopf. „Auf der Strecke zum Stadion hat sich ein Unfall ereignet, es herrscht Stau und Glatteisgefahr. Nimm’ lieber die Bahn, hier ist deine schnellstmögliche Verbindung zum Stadion.“ Ein blinkender Fahrplan erscheint wie von Geisterhand vor meinem rechten Auge. In zehn Minuten kommt die Bahn, die Haltestelle ist etwa fünf Gehminuten entfernt. Alles klar, denke ich und will gerade die Wohnungstür hinter mir schließen als plötzlich noch eine virtuelle Wetterwolke vor meinem Auge erscheint: „Es sieht schwer nach Regen aus. Bitte vergiss' deinen Regenschirm nicht.“

Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)
Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)

Die Zukunft, so wie Google sie sich vorstellt, wird nicht kommen.

Es sind Szenarien wie diese, von denen die digitale Bohème nachts träumt. Auch Luca Caracciolo hat das vor kurzem in ähnlicher Weise beschrieben. Die Rede ist von kontextuellen Systemen, also Diensten, die uns mithilfe verschiedenster Datenkonglomerate den rechten Weg weisen. Kontinuierlich lernende Algorithmen, die sich alles merken. Die immer wissen was wir tun und tun werden. Die uns aufgrund unserer wiederkehrenden Gewohnheiten bald besser kennen als der Freund, mit dem wir am Wochenende zu einem Fußballspiel gehen. Was nach Zukunft klingt, wollen kontextsensitive Apps wie Google Now, Apples Siri oder der Tempo Planer im Zusammenspiel mit intelligenter Hardware schon heute leisten.

Ein Mega-Trend, dessen Zugkraft sich erst jetzt – 2014 – richtig entfalten wird, so prognostizieren es Tech-Größen aus aller Welt: „Dinge […], die Kontexte nutzen […], werden uns verstärkt begleiten. In Zukunft wird es immer mehr solcher Systeme geben […]“, schreibt Robert Scoble. „2014 birgt beängstigende Möglichkeiten für kontextuelle Computersysteme“, ist sich Tech-Kolumnist Jason Hiner sicher. Und allein: „Wearable Devices“ – tragbare Computer, die kontextsensitive Dienste wie eine Dampflokomotive aus der Zukunft von morgen abholen und in die Bahnhöfe der Gesellschaft von heute bringen sollen. Jeder spricht davon: der Guardian, The New York Times, Wired – Branchenexperten sowieso. Wer all das liest, glaubt zu wissen: Hier versteckt sich das „nächste große Ding“, auf das die Welt nach Smartphone und Tablet sehnsüchtig wartet.

Google Glass als kontextueller Heilsbringer

Und tatsächlich: dieses „nächste große Ding“ gibt es bereits – und man trägt es in Form von Google Glass am Kopf. Seit anderthalb Jahren tüftelt der Suchkonzern in Zusammenarbeit mit Fans und Entwicklern an der High-Tech-Brille der nächsten Generation. Freihändig im Internet surfen, Fotos per Sprachbefehl aufnehmen, Videos mit einer Augenbewegung hochladen, überall zur richtigen Zeit die richtigen Informationen serviert bekommen. Immer mehr Menschen werden Teil des offiziellen „Explorer“-Programms zum Ausprobieren der Datenbrille. Im November erschien sie schon in zweiter Revision. Eingebaute Kopfhörer hat sie und sogar für klassische Brillenträger ist sie jetzt attraktiv. 10.000 Exemplare befinden sich aktuell im Umlauf und noch dieses Jahr soll sie endgültig auf den Markt kommen.

Warum das alles so schnell nicht funktionieren wird

Die Zukunft, so wie Google sie sich vorstellt, wird aber nicht kommen – zumindest nicht so schnell. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in diesem Jahr. So sehr sich die Tech-Presse bisweilen auch in Euphorie und Lob zur Google Glass verliert – es ist noch zu früh. Die Lokomotive wird sich verspäten, wenn nicht sogar am Bahnhof der Gesellschaft vorbeirauschen oder an einem Prellbock zerschellen. Und dafür gibt es aus Sicht der Endverbraucher gute Gründe:

1. Die Batterielaufzeit fährt der Brille hinterher

Nutzer lieben lange Batterielaufzeiten, doch die gibt es nicht. Woran sich Hersteller von Smartphones und Tablets seit Jahren die Zähne ausbeißen, wird vorerst auch Google Glass scheitern. Mit dem Versprechen, Google Glass halte bei „normaler Nutzung“ bis zu einem Tag durch, liegt die Google-Spitze um Sergey Brin doch gewaltig daneben. Dem Vernehmen nach ist für die Datenbrille meistens schon nach wenigen Stunden Schluss. Glass-Passionist Robert Scoble, der das Gerät nicht einmal zum Duschen abnimmt, spricht sogar von maximal 45 Minuten im Videomodus. Klar ist: Die Akkutechnik fährt (immer noch) auf einem Nebengleis – und Google Glass dabei mit großem Rückstand hinterher.

2. Kontext? Welcher Kontext?

Google Glass könnte vor allem durch kontextsensitive Apps für eine Revolution sorgen. Das wird sie aber nicht. Die Brille versteht sich kaum auf situationsabhängige Datenabfragen. (Foto: Google)
Google Glass könnte vor allem durch kontextsensitive Apps für eine Revolution sorgen. Nur: die Brille versteht sich kaum auf situationsabhängige Datenabfragen. (Foto: Google)

Kontext, Kontext, Kontext. Obwohl Konzerne wie Nutzer davon träumen, sind die dafür notwendigen Datenbrücken (noch) zu kurz. Selbst Google, ein Konzern, dem seit Jahren das Image einer wütenden Datenkrake anhaftet, wird daran so schnell nichts ändern können. Denn bislang versteht sich Google Glass kaum oder wenn nur sehr rudimentär auf die kontextsensitive Übermittlung von Informationen. In dem Video (siehe oben) suggeriert Google zwar, dem Nutzer passende Informationen situationsabhängig (zum Beispiel die Länge der Brooklyn Bridge) anzuzeigen. Doch danach müssen Nutzer ihre Brille bisher noch selbst fragen – eine Abfrage von Orts- und Umgebungsinformationen im Sinne der Augmented Reality findet nämlich nicht statt. Echter Kontext sieht anders aus.

3. Die Kamera macht die Privatsphäre endlich (an)greifbar

So faszinierend Google Glass für Nerds und Tech-Geeks auch ist – Otto-Normalverbrauchern ist das reichlich egal, denn auf sie wirkt die Brille vor allem eines: abstoßend. Ein Grund dafür ist wenig überraschend die integrierte Kamera. Sie ist immer da, immer für andere sichtbar, immer auf Personen aus der unmittelbaren Umgebung gerichtet. Jederzeit in der Lage, unbemerkt ein Foto oder gar Video aufzunehmen.

Die allgegenwärtige Kamera von Google Glass: Ein essentielles Feature, das für Google aber zum Problem wird. (Foto: lawrencegs / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Anders als im Überwachungsskandal der NSA, der seit Sommer letzten Jahres die Medien beschäftigt – dessen Brisanz in den Köpfen der betroffenen Menschen aber bis heute nicht angekommen ist – macht Google Glass die Sensibilität unserer Privatsphäre erst wirklich greifbar. Das ist nicht nur die Erfahrung von Scoble, auch der Wired-Autor Mat Honan machte sich mit der Datenbrille in der Öffentlichkeit häufig unbeliebt. „ Glasshole“ hat sich deshalb schnell in der Szene als Schimpfwort etabliert. Dass es mit dem „Privacy Cover“ schon eine Schablone gibt, mit der sich die Kamera von Google Glass sicher verstecken lässt, darf als Ironie gewertet werden, die keine ist. Doch ist ohnehin fraglich, inwieweit Google mit seiner Brille aus datenschutz-rechtlicher Sicht durch grüne Lichtschranken fährt. Datenschützer aus aller Welt, darunter insbesondere europäische Kader fordern Transparenz vom Konzern, pochen in einem offenen Brief (PDF) auf die Notwendigkeit eines europaweit einheitlichen Rechtsrahmens. Bis der aber gefunden ist, könnten Jahre vergehen. Schlecht für Verbraucher, noch schlechter für Google.

4. Ein Design, (noch) fernab der Zeit- und Massenschiene

Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)
Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)

„My Problem with Google Glass is not about […] the camera, but with the actual design and execution of Glass. It is ugly and clunky and ridiculous expensive for what it does.“ Klare Worte, mit denen der renommierte Tech-Journalist John Gruber erst vor wenigen Tagen auf den Wired-Artikel von Mat Honan reagierte und das nicht alltagstaugliche Design der Datenbrille kritisiert. Vor allem aber schießt er gegen den Trend der tragbaren Computer im Allgemeinen. Das, was wir heute an smarten Uhren, intelligenten Armbändern und futuristischen Ringen sehen, ist im Ansatz ganz nett, am Ende aber doch nicht mehr als ein teures Testimonial für die Zukunft. Ein Versprechen, irgendwann einmal noch mehr Technik in noch weniger beziehungsweise noch besser aussehende Hardware pressen zu können. Bei Google Glass ist das nicht anders. 1.500 US-Dollar legen Fans auf den Tisch, um an eine Brille zu kommen, die außer technischen Spielereien kaum etwas zu bieten hat. Optisch auffällig und irgendwie klobig, auch wenn Google hier schon nachgebessert hat. Dennoch fährt Google Glass aktuell noch nicht auf dem Gleis der Masse.

Fazit: Google Glass sieht vorerst Rot

Wir halten fest: An Google Glass scheiden sich die Geister. Weckt die Datenbrille unter technik-affinen Nutzern große Hoffnungen, bleiben andere gegenüber der Revolution nicht unkritisch. Eine geringe Batterielaufzeit, kaum kontextbasierte Datenmechanismen und ein nicht alltagstaugliches Design bremsen Google Glass bislang noch aus. Vor allem aber steht der Datenbrille die äußerst strittige Kamera-Problematik im Weg. Solange Google keinen Weg findet, sich im Hinblick auf Datenschutz transparent zu zeigen oder zumindest optisch trennscharf zwischen „Kamera aus, Kamera an“ zu unterscheiden, ist die Akzeptanz-Schranke kaum zu durchbrechen. Genau das wird Google aber tun müssen, um die Brille profitabel in den freien Markt zu bringen. Da werden auch ein geringerer Preis oder ein ausgeklügeltes Design nicht weiterhelfen. Google Glass wird auf absehbare Zeit das bleiben, was die Datenbrille bislang ist: ein rasender und ebenso faszinierender PR-Zug ins Nirgendwo. Das muss nicht zwangsläufig so bleiben. Für 2014 stehen die Signale allerdings weiterhin auf Rot.

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19 Reaktionen
fragolino
fragolino

Jaja... und die Welt ist eine Scheibe... und das Internet ist nur eine Trenderscheinung.... blah... blah...

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dazzle89
dazzle89

Schon wieder habe ich wertvolle Minuten meines Lebens mit dem Lesen eines t3n-Artikels verschwendet, danke. :-(

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Kevin
Kevin

Stimme überhaupt nicht mit dem Artikel überein. Ich bin gespannt darüber, was Google noch mit Google Glass so vor hat.

Was ich nur unterschreiben kann, sind die Kommentare der Benutzer, zu diesem Beitrag. Vor allem die, mit der Kritik in Richtung t3n.

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Sabrina Vill
Sabrina Vill

Hat sich eigentlich schon mal jemand darüber Gedanken gemacht, was Google Glass für Auswirkungen auf die Augen bzw. das Sehvermögen hat? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gesundheitlich unbedenklich ist...

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B2B-First
B2B-First

Ein Anwendungsbereich mit Mehrwert, in denen die genannten Probleme keine Rolle spielen sehe ich eher in gewerblichen Anwendungen. Wenn Produktivitätsvorteile dadurch generiert werden, daß Wartungsanleitungen für technische Anlagen in die Brille gespielt werden und so durch weniger qualifiziertes Personal ausgeführt werden können. Gibt es schon, wird aber durch Glass auch für Mittelständler und Handwerksbetriebe erschwinglich. Könnte also zunächst unerwartet das "Brot und Butter-Geschäft" werden und Glass würde dann bei steigender Akzeptanz von dort aus den Consumer-Bereich durchdringen.

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Wilz
Wilz

Meiner Meinung nach ist diese Form des Displays die Zukunft der Smartphones. Interessant ist Google Glass _heutzutage_ allerdings nicht für Otto Normal, sondern für Spezialanwender. (So läuft das übrigens mit vielen Technologien. Auch Computer waren lange Zeit nur für Firmen/Behörden/Unis interessant.)

Überall da, wo man schnell Informationen und möglichst freie Hände braucht, ist Google Glass ein Segen. Für Rettungs- und Sicherheitsdienste, Sportler, Mechaniker, Mediziner usw. ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Interessant ist so ein Device auch für Lehrberufe. Durch die Kamera kann man dem Schüler/Azubi sozusagen direkt über die Schulter schauen und auch im Nachinein noch Fehler analysieren.

Ja, der Strombedarf ist ein Problem. Ich sehe allerdings nicht, warum man Google Glass nicht auch mit einem Kabel ausrüsten können sollte. Mit Kopfhörern laufen die Leute ja auch rum. Eine magnetische Verbindung a la MagSafe und ein kleiner Notakku in der Brille (für das An- und Ablegen) reichen doch völlig aus.

Mit zusätzlichen Sensoren oder einer Kamera im anderen Bügel wären auch Entfernungs-, Temperaturemessung, Thermographie u.v.m. kein Problem. Ich persönlich jedenfalls sehe da tausende von Möglichkeiten und praktisch nichts, was dagegen spricht.

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nachtgold
nachtgold

Tja, der Artikel war wohl nix. Die anführten Punkte hätten so auch beim Handy Ende der 80er gestanden ...

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t3agent
t3agent

Liebe t3n-Redaktion,

als ihr vor einigen Jahren angefangen habt, waren eure Artikel TYPO3 fixiert, objektiv und gut recherchiert. Das hat sich ganz schön gewandelt. Mittlerweile seid ihr nicht nur ein Onlineinformationsdienst sondern ihr seid auch eine Marke und die verliert an Wert durch solche Artikel. Die t3n steht auch für Innovation. Ihr selbst wisst es was es heißt neu am Markt zu sein. Die Features der Google Glass mögen für den Alltagsuser nicht überzeugend wirken doch was uns die Vergangenheit gelehrt hat ist, dass neue Dinge kommen egal ob es die Leute für Sinnvoll erachten oder nicht und wie meist erst im Nachhinein feststellen ob sie den Alltag bereichern oder nicht. Was die Google Glass im Alltag ändern oder nicht ändern wird, werden wir noch sehen.
Wer sich hier hin stellt und meint er könne in die Zukunft blicken und eine Innovation realistisch einschätzen die defacto einen neuen Kommunikationskanal ein neues Medium darstellt der sollte doch lieber in die Astrologie wechseln.

Leider ist das aber auch ein Trend bei euch in der Redaktion, siehe z.B. den Artikel über Neos - "TYPO3 Neos: Das beste TYPO3 aller Zeiten wird gelauncht".

Ich schieße jetzt mal ganz vorsichtig aus der Hüfte, vielleicht sollte man das schreiben von Artikeln diesen Ausmaßes nicht unbedingt dem Voluntariat überlassen.

Ich hoffe, dass ich von euch in Zukunft wieder bessere Artikel sehen werde, so wie sie früher einmal waren.

Liebe Grüße
Euer t3agent

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Flow
Flow

Recht hat der Schreiber des Artikels doch. Es gibt keinen Grund für normal sterbliche so ein ding zu benutzen. Selbst dann nicht, wenn es apps dafür gibt. Ist doch Spielerei u d nicht elementar wichtig. Sowas mit der Erfindung des Autos zu vergleichen ist doch Unfug. Die Brille ist doch kein mittel das irgendwie grundlegende Probleme löst.
Mag sein das die sogar für manche Berufsgruppen eine Hilfe sein kann. Aber sonst nur was für Technik freaks zur selbst Beschäftigung ;)

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Tom
Tom

So plump die Aussage von Nutzer "apple" zwar ist, aber er hat leider absolut Recht. Drei völlig unwichtige und inhaltslose einleitende Absätze, gefolgt von einer einseitigen Argumentation, die sich auf die Entwickler-Version einer neuen Technologie stürzt. Soweit ich weiß, ist aktuell nicht mehr als die Explorer Edition im Umlauf. Und diese Version ist auch nicht als finale Verkaufsversion für Jedermann angepriesen, sondern dient der Test-Phase.

Mit den Kritikpunkten Preis und Akku-Laufzeit sollte man also vorsichtig sein. Der Marktpreis wird nicht bei 1500 US-Dollar liegen und die Akkulaufzeit ist mit Sicherheit ausbaufähig.
Das Design ist vermutlich Geschmackssache, denn ehrlich gesagt, finde ich den bärtigen Typen ziemlich stylisch, zumindest cooler als Google Glass ohne zusätzliche Brille.

Das einzige Thema über das sich wirklich diskutieren lässt, der Datenschutz. Allerdings weniger positiv oder negativ sondern einfach über die Art und Weise der Umsetzung.
Einige Leute vergessen, dass mit der technischen Entwicklung auch beim Datenschutz eine Entwicklung und/oder ein anderes Verständnis erfolgen muss.
Und im Endeffekt haben wir die Streuung und Weitergabe weitestgehend selbst in der Hand.

Das soll nicht heißen, dass ich für die NSA und ihrer Aktivitäten etwas übrig habe, aber die konnten warscheinlich seit den sozialen Netzwerken die Hälfte der Stellen streichen und vom Rest einen Großteil zum Online-Stalker umschulen.

Also abschließend gesagt, ist der Artikel alles andere als objektiv und offen für Neues geschrieben. Und diese ständige Anspielung auf Züge ist mal völliger Mist!

Reiht sich auf jeden Fall unter die Top 3 der schlechtesten Artikel, die mir hier über den Weg gelaufen sind.

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justfunk
justfunk

ich schließe mich Alex an.
Dieses Zitat von John Gruber hat genau die gleiche Qualität wie unter diesen Artikel "Man man was für ein scheiß Artikel." zu schreiben. Ein Techniktyp über Design...

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Alex
Alex

Wow ihr schafft es a) wie kein anderer tolle US Artikel 2 Wochen später ab zu schreiben und b) schön provokant nerdige Innovationen als bullshit zu verkaufen, Hauptsache es gibt schön Klicks .. Immer wieder denke oh toller Artikel und werde beim lesen nicht nur gelangweilt mit Infos die Scoble und Co schon vor Ewigkeiten geschrieben haben, nein ich werde auch traurig über eure fundamentalen Fehleinschätzungen .. Das ist nur ein Artikel aus einer ganzen Serie, der richtig schlecht ist. Aber was Solls da kann ich auch gleich meine Oma fragen ob man Internet zum täglichen leben braucht.. Interessierte lesen sowas und glauben es vielleicht auch noch.. Wetten in den kommenden 5 Jahren rennen alle damit rum? So oder in anderer Form das ist wie Handy oder Internet selbst.. Nicht aufhaltbar..

Und PS: Cooler wäre doch mal die Chancen zu beschreiben, echte Insider zu befragen, oder wenigstens echte Tech-Journalisten Artikel schreiben zu lassen. (Betonung auf nicht abschreiben) dann wird vielleicht auch mal jemand inspiriert ..

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Jan
Jan

Das ist die Standardkritik, die über fast alle neue Technologien in der Anfangsphase geäußert wird. Und es stimmt auch: Telefon, Auto, Computer, Internet, Handy (...) - Viele große Erfindungen waren in der Anfangsphase häßlich, umständlich sowie praktisch weitgehend nutzlos und somit definitv nur etwas für sehr spezielle Benutzergruppen.

Bloß weil google glass nicht sofort das offenkundig mega Mainstream Produkt ist, musst das nicht heißen, dass in ein paar Jahren nicht trotzdem jeder damit herumlaufen wird. Es muss natürlich auch nicht heißen, dass es garantiert ein Erfolg wird. Ich würde mir aber nicht anmaßen so eine Zukunftsprognose rauszuhauen. Zumindest kann man davon ausgehen, dass sich bei google ein paar sehr smarte Köpfe mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und nicht ohne Grund so ein Projekt anstoßen.

Aber die Überschrift ist natürlich schön provokant und bringt gewiss viele Klicks. Ein bißchen mehr Information und dafür ein bißchen weniger Meinung würden mir allerdings besser gefallen.

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Tassja
Tassja

@Daniel ... wieso Details, der Nutzer hat doch den Nick "apple" - das reicht doch schon *lach*

Mal Spaß beiseite - ich gehe zwar nicht zu 100% mit Deinem Artikel konform, doch im Grund genommen sollte man das Thema realistisch und besonnen betrachten.

Fakt ist, die Google Glass wird kommen! Ob sie von der Gesellschaft angenommen wird, kann man momentan nur mutmaßen. Die NSA hat zumindest einige Menschen sensibilisiert - was das Thema Privatsphäre angeht.

Tatsache ist allerdings auch, dass Google in der Vergangenheit so manchen Trend gesellschaftsfähig gemacht hat. Dass dabei auch Späne fallen und Startups aufgekauft wurden und werden, welche nachher nicht weiter entwickelt werden - wen interessiert's? Sie habe n das Geld dazu und bevor man Steuern zahlt, ist man lieber zu 100% auf Expansionskurs.

Datenbrillen allgemein werden allerdings kommen - nicht umsonst sind ja auch andere große Unternehmen auf den Zug aufgesprungen.

Ich persönlich werde mir auch ein Produkt in dieser Richtung zulegen. Nicht weil ich hipp sein will und ebenso nicht, um andere auszuspionieren, sondern weil schlicht und ergreifend beruflich sehr viel mit Multimedia zu tun habe.

Abgesehen davon nutze ich auch privat alle möglichen technischen Neuerungen und informiere mich individuell über Themen, welche mich interessieren und habe keine Lust, das zu konsumieren, was mir Medienkonzerne per TV oder Zeitung vorsetzen wollen. In dieser Hinsicht verspreche ich mir von derartigen Lösungen wie der Google Glass noch mehr Flexibilität und bessere Möglichkeiten der Zeiteinteilung.

Liebe Grüße aus Barcelona ins kalte Deutschland ;)

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Daniel Hüfner

@apple Danke für das konstruktive Feedback! Vielleicht magst Du noch mal ein wenig mehr ins Detail gehen?

Beste Grüße,

Daniel

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Synapsenkitzler
Synapsenkitzler

Wann t3n wohl über den Trend berichtet, sich spielerisch gegen GoglleGlass und Drohnen durch Hacken zur Wehr zu setzen. Wird es eine Hacking-App geben, vielleicht vom Chaos Computer Club #CCC, die automatisch GoogleAss und Drohnen in Reichweite hacken/außer Gefecht setzen/...?

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apple
apple

Man man was für ein scheiß Artikel.

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hilfreiche Ideen
hilfreiche Ideen

Es gibt genug Dokus im TV wo Leute mit Bluetooth-Headsets rumlaufen.
Mit Google-Glass kann man auch banalere Dinge wie SMS anzeigen lassen oder wer grade anruft oder im Kontakt-Verzeichnis rumblättern und anrufen.
Schon das wäre eine Erleichterung.
Mit Glass Up gibts für 300 Euro eine Alternative aus Italien. Vielleicht gibts dann auch Asia-Alternativen.

Der Glass-Akku geht leer aber weil man das Handy weniger nutzt, hält dessen Akku desdo länger. Die Hintergrundbeleuchtung und ich glaube auch Retina-Displays ziehen wohl recht viel Strom. Apple hat sich ein Stirnband patentieren lassen welches ich glaube Strom harvested oder Akkus enthält.

Android ist Gefrickel. Leider. Schade das sich keiner des Problems annimmt.
Aber Patent-Kriege und Abmahnungen können sich kleine Entwickler nicht leisten.
Und wie so häufig wirds ein paar Startups geben welche coole Dinge mit Google-Glass machen und dann aufgekauft werden. Die Apps werden dann oft genug eingestellt und die hilfreichen Ideen werden doch nicht umgesetzt wie Dodgeball und viele andere Google-Käufe belegen.

Ich hoffe das flache (Zeiss, Sony,...), gebogene (Oculus Rift, Dive(?),...) und augmented (Google Glass, Glass up,...) Videobrillen nächstes Jahr preisgünstig verfügbar werden. Vielleicht muss man deshalb schnell noch die 4k-Displays in den Markt bringen bevor Videobrillen die Display-Dinosaurier aus den Wohnzimmern verdrängen.

Mal sehen wenn Gutachten herauskommen das Videobrillen schädlich sind und verboten oder reguliert werden müssen. Ähnlich wie Tesla die wohl in einigen US-Bundesstaaten keine Shops eröffnen durften.
Durch die Hochpreisigkeit ist es eher für Establishment und reiche einflussreiche Leute und deren Geliebten. Dadurch macht man ein Verbot unwahrscheinlicher.

Das man Preise, Todo-Listen u.ä. eingeblendet kriegt mit der Kamera Barcodes scannt und B2B-Aufgaben damit besser regelt wird auch nicht bedacht. Der Briefträger/UPS-Mann/Hermes-Bote/... fotografiert dann den Empfänger vom Amazon-Paket inclusive Barcode. Paket-Diebe und Bestell-Betrüger gibts dann eher nicht mehr.

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