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Google vs Google: Offizielle Chrome-Website wegen gekauftem Link abgestraft

vs Google heißt es dieser Tage, nachdem eine neue Werbekampagne für den eigenen für Irritationen und Diskussionen sorgte. Da die gekauften Links gegen die eigenen Richtlinen verstoßen, wurde die eigene Seite nun abgestraft.

Google vs Google: Offizielle Chrome-Website wegen gekauftem Link abgestraft

Google vs Google - Marketing vs Spam-Team

Google vs Google erinnert an den Mad-Comic Spy vs Spy. (Foto: ToastyKen / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Gestern berichteten wir über den Auftakt im Duell Google vs Google. Es ging dabei um eine neue Werbekampagne für den Google-Browser Chrome, bei dem vermutlich eine beauftragte Agentur für bezahlte Beiträge und Links sorgte. Das wäre an sich auch unproblematisch gewesen, wenn dabei die entsprechenden Links zur Downloadseite von Chrome auf „nofollow“ gesetzt worden wären. Das war aber bei einigen Links nicht der Fall und damit stellen sie eine Verletzung der Google-Richtlinien für Paid Links dar.

Danny Sullivan von Search Engine Land, der eigentlich einen ganz guten Draht zu Google pflegt, forderte dann auch eine Bestrafung für die Chrome-Seite und eröffnete damit das Duell Google vs Google.

Matt Cutts schreitet zur Tat

Matt Cutts hat als führender Kopf des Webspam-Teams von Google auf die Vorwürfe reagiert und bei Google+ eine Stellungnahme veröffentlicht.

Darin erklärt er, dass das Webspam-Team einen Verstoß gegen die Richtlinien für Paid Links festgestellt hat und die Downloadseite von Chrome entsprechend abgestraft wurde. Für die nächsten 60 Tage wird die Seite bei der Suche nach „Browser“ nicht mehr auf der ersten Seite angezeigt werden. Anschließend kann sich das Chrome-Team dann beim Webspam-Team melden und die Rücknahme der Strafversetzung beantragen. Dabei muss das Chrome-Team genauso vorgehen, wie es Google von allen anderen Webmastern verlangt, die eine Penalty erhalten haben: Erst wenn die Gründe für die Bestrafung beseitigt worden sind, kann die Chrome-Downloadseite wieder regulär in das Ranking aufgenommen werden.

Die Suche nach Browser zeigt den Chrome-Download nun nur noch auf der siebten Seite an. Allerdings bewirbt Google Chrome auch sehr intensiv per AdWords.

Fazit: Das Duell Google vs Google hat einen Sieger: Google

Auch wenn die Chrome-Website nun bei der Suche nach „Browser“ nicht mehr auf der ersten Ergebnisseite, sondern nur noch auf der siebten Seite zu finden ist, dürfte sich der „Schaden“ in Grenzen halten, zumal Google die Chrome-Seite auch per AdWords intensiv bewirbt.

Dazu kommt die zusätzliche Aufmerksamkeit für Chrome, die die öffentliche Diskussion ausgelöst hat. Wer aktuell nicht nach „Browser“ sondern nach „Chrome“ sucht, findet die Downloadseite über Umwege natürlich immer noch recht schnell.

Letztlich geht es beim Duell Google vs Google auch um das Image. Während die Bestrafung für das Marketing-Team von Chrome sicher kein Glanzstück darstellt und eher als Imageverlust gewertet werden muss, kann das Webspam-Team sogar einen Imagegewinn verbuchen. Die Bestrafung einer eigenen Seite stärkt das Vertrauen in die Unabhängigkeit des Teams rund um Matt Cutts. Zudem wird mit der Bestrafung nochmals sehr publikumswirksam klargestellt, dass Linkkauf von Google in keinem Fall toleriert wird, wenn die Richtlinien für Paid Links nicht eingehalten werden.

Weiterführende Links zum Duell Google vs Google:

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7 Antworten
  1. von Martin am 04.01.2012 (21:59 Uhr)

    Genaugenommen ist Google vermutlich unschuldig. Allerdings war war es wohl einfacher und medienwirksamer sich selbst abzustrafen, als die Angelegenheit kompliziert aufzuklären.

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  2. von derreinhard am 05.01.2012 (09:25 Uhr)

    Ob absichtlich oder nicht sei dahin gestellt. Der Chrome Browser setzt seine Erfolgsspur weiter fort und solche Aktionen unterstützen aus oben genannten Gründen sicherlich dabei. Frei nach dem Motto "Hauptsache es wird über uns geredet".

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  3. von Carola Müller am 05.01.2012 (10:04 Uhr)

    Vielleicht will Google einfach nur alle Vorwürfe in Keim ersticken, dass die Firma ihre Marktmacht missbrauche.
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da wurde dieser Vorwurf gegen Microsoft erhoben. Es ging damals u. a. um spezielle APIs des Betriebssystems, die nicht offen gelegt waren. Dadurch hatte die eigene Firma einen gewissen Vorteil gegenüber der Konkurenz,
    Wenn sich die einzelnem Abteilungen von Google untereinander wie Fremdfirmen behandeln, dann beugt das erst mal solchen Vorwürfen vor. Außerdem ist der Schaden gering und der Imagegewinn groß.

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  4. von Rainer Lonau am 05.01.2012 (10:53 Uhr)

    Hi,
    ich bin nun etwas verwirrt. Wenn ich selbst Werbung per Adwords schalte, muss ich dann "nofollow" einfügen? Geht das in Adwords direkt? Dort kann ich doch nur http/https und die Webseite einstellen?
    Danke

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  5. von Falk Hedemann am 05.01.2012 (21:36 Uhr)

    Hallo Rainer,

    für die AdWords gelten die Richtlinien für Paid Links nicht, denn es handelt sich bei den Anzeigen ja nur um Werbeeinblendungen in der Suche und nicht um eine Verlinkung von einer zu einer anderen Website ;-)

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  6. von Marc am 06.01.2012 (01:10 Uhr)

    Moin,

    also meine Stimmen haben sie. G straft eh viel zu wenig Seiten ab und die kleinen privaten Homepages haben kaum noch eine Chance nach vorn zu kommen.
    Sehr sympathische Aktion und ich denke, die SEO-Firma wird sich da einiges anhören dürfen :D

    Grüssle

    Marc

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  7. von Tom-EM2012 am 06.01.2012 (13:19 Uhr)

    So kann man auch für ne Menge PR für die eigenen Produkte sorgen. Guter Linkbait ;)

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