Google gründet Zukunftsinstitut in Berlin

Google-Chef Eric Schmidt ist begeistert von dem Industriestandort Deutschland und will auch deshalb ein Zukunftsinstitut in Berlin gründen. In einem Beitrag für die Zeitungen „Welt“ und „Berliner Morgenpost“ schwärmt Schmidt von den technischen Innovationen die von Deutschland gerade auch in den wirtschaftlich schweren Monaten ausgegangen sind. Deutschland habe hier eine „Vorreiterrolle“ eingenommen und Google wolle nun mit dem Zukunftsinstitut seinen Teil dazu beitragen, das dies auch so bleibt.

Google will kräftig in Deutschland investieren

Der Industriestandort Deutschland zeichnet sich laut Schmidt durch seine „langfristigen Investitionen in Verbindung mit seinem Bildungssystem, das Innovationen fördert“ aus. Während in anderen Ländern der Schwerpunkt auf „kostengünstige Produktion und kurzfristige Profite“ gelegt wurde, konnte Deutschland einen „bemerkenswerten Wirtschaftsaufschwung“ hinlegen, weil man einen anderen Weg gegangen ist und auf das „Zusammenwirken von Ideen, Talent und Energie“ gesetzt habe.

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Google-Chef Eric Schmidt will mit dem Zukunftsinstitut in Berlin in den Standort Deutschland investieren. (Foto: jolieodell / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Dies ist einer der Gründe, warum weiterhin in Deutschland investiert. Wir glauben, dass dieses Land weiterhin Ideen, Erfindungen und langfristiges, strategisches Denken fördern wird. Genau so stellt Google sich die Zukunft vor. Und genau deshalb möchten wir unser Engagement in Deutschland weiter ausbauen.

Wir werden nicht nur unsere Teams in den Bereichen Vertrieb und Engineering in Deutschland massiv erweitern, sondern darüber hinaus mit erheblichem finanziellen Aufwand ein neues wissenschaftliches Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin aufbauen.

Googles Zukunftsinstitut als neue Ideenschmide für das Internet

Wie genau sich Schmidt und Google das Zukunftsinstitut vorstellen und wann es eingerichtet werden soll, ist noch unklar. Man wolle mit den „führenden akademischen Institutionen zusammenarbeiten“, um an der Zukunft des Internets mitzuarbeiten. Schmidt sieht dabei drei wesentliche Arbeitsfelder:

  • internet-basierte Innovationen,
  • politische Rahmenbedingungen,
  • sowie die damit verbundenen rechtlichen Aspekte.

Das nächste Google müsse nicht zwangsläufig aus dem Silicon Valley kommen, so Schmidt weiter. Das Internet sorgt heute dafür, dass sich Menschen überall auf der Welt sehr gut miteinander vernetzen können und somit eine ähnlich kreative Umgebung erzeugen können, wie es das Silicon Valley bietet.

Großes Potenzial sieht Schmidt hier auch in den kleinen Unternehmen. „Von den 90 Millionen Kleinunternehmen weltweit verfügen nur 25 Prozent über eine Website“. Hier schlummert noch viel Wissen und ein enorm großes Innovationspotenzial, das nur erschlossen werden muss.

Es gäbe insgesamt gute Gründe dafür, dass Deutschland, wie in vielen anderen Bereichen, auch im Internet eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Schmidt ist sich allerdings auch der Diskussionen über den Datenschutz bewusst und will sich selbst in Zukunft auch um diesen Bereich kümmern. Google freue sich darauf, weiterhin in den Standort Deutschland zu investieren und noch mehr deutsche Unternehmen bei ihrer Entwicklung helfen zu können.

Hier geht’s zum Gastbeitrag von Google-Chef Eric Schmidt in der Berliner Morgenpost.

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2 Answers

  1. von Sebastian 16.02.2011 (13:05Uhr) 1.

    Naja Herr Schmidt, nicht zu euphorisch. Abwarten bis die Bild titelt: "Google baut Überwachungszentrum mitten in Berlin! Kann man sich nicht mal mehr auf die Straße trauen?"

  2. von Google Institute for Internet and Societ… 16.02.2011 (16:11Uhr) 2.

    [...] reports (in German) are available here and here. I’m assuming more could be revealed at a talk Schmidt will give at Humboldt [...]

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