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Google Home: Deutschland-Start der Amazon-Echo-Konkurrenz im August

    Google Home: Deutschland-Start der Amazon-Echo-Konkurrenz im August

Google Home. (Foto: Google)

Googles Antwort auf Amazons Echo wurde im Oktober 2016 vorgestellt. Google Home wird günstiger als die smarte Amazon-Box und kommt endlich im August mit neuen, praktischen Funktionen nach Deutschland.

Google Home: Der smarte Assistent für euer Zuhause

Schon auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2016 hatte das Unternehmen seine kleine, smarte Google-Home-Dose gezeigt – fertig war sie im Mai aber nicht. Im Zuge des Hardware-Events im Oktober 2016, auf dem auch die ersten Pixel-Smartphones aus eigenem Hause enthüllt wurden, kam das fertige Google-Home-Produkt zum Vorschein. Die kleine Dose, die ein wenig einem Duftzerstäuber ähnelt, lässt sich komplett per Sprache steuern. Ein Jahr nach der Ankündigung der Box erhält Home im Zuge der I/O 2017 neue Funktionen und eine erneute Bestätigung, dass sie „in den kommenden Monaten“ in Deutschland erscheinen wird. Mittlerweile steht der offizielle Release-Termin für Deutschland fest.

Google Deutschland hat am Dienstag angekündigt, Google Home am 8. August in den Handel zu bringen.  Für den Preis von 149 Euro soll die sprechende Dose „bei MediaMarkt, Saturn, mobilcom-debitel, Conrad, Cyberport, Tink, EP, Medimax, Otto und im Google Store erhältlich sein“.

Klein und unscheinbar, aber immer erreichbar: Google Home. (Foto: Google)
Klein und unscheinbar, aber immer erreichbar: Google Home. (Foto: Google)

Was ist Google Home? Als Basis fungiert der Google Assistant, der dank künstlicher Intelligenz beziehungsweise Machine Learning auf kontextbasierte Anfragen – initiiert per Hotword „Ok Google“ – reagiert und antwortet. Der Assistent lernt außerdem aus euren Anfragen und Befehlen. Dadurch soll er als euer persönlicher Assistent immer besser werden.

Wie Amazon Echo lässt sich Google Home dafür verwenden, Aufgaben und Termine zu erstellen und an bestehende erinnert zu werden. Laut Google können mit Home auch Kinotickets gebucht und Restaurant-Reservierungen durchgeführt werden – diese Features werden in Deutschland jedoch noch nicht unterstützt. Durch die Verknüpfung mit Googles Wissensdatenbank, dem Knowledge-Graph, vermag Google Home auch Wissensfragen zu beantworten sowie aktuelle News und das Wetter anzusagen. In den USA lässt sich über die kleine Dose mittlerweile sogar der Einkauf erledigen.

Google Home als Steuerung für eure Google-Cast-Lautsprecher – und das ganze Haus

Google Home kann aber mehr, als nur Wissensfragen und Termine zu koordinieren: Wenn ihr Google-Cast-Lautsprecher oder einen beziehungsweise mehrere Chromecast in eurem Haus habt, könnt ihr diese per Sprache steuern, um Musik in einem bestimmten Raum oder überall abzuspielen. Damit nicht genug: Seit April kann Home sogar zwischen verschiedenen Nutzern anhand der Stimme unterscheiden und so auf individuelle Suchanfragen entsprechend reagieren. Wenn ihr Google Home beispielsweise sagt: „Spiele meine Tanzplayliste“, wird sie prompt wiedergegeben, wünscht sich eine weitere Person ihre eignes angelegte Playliste, wird erkannt, um wen es sich handelt  – die entsprechende Musik ertönt. Dabei habt ihr die Wahl, zwischen Google Play Music, Spotify und TuneIn zu wählen – in den USA werden derweil noch Soundcloud und Deezer unterstützt. Es ist gut möglich, dass die beiden Dienste zu einem späteren Zeitpunkt auch in Deutschland verfügbar sein werden. Neu ist außerdem die Möglichkeit, Audio-Inhalte vom Smartphone über eine Bluetooth-Verbindung auf Home wiedergeben zu können.

Eine weitere neue Funktion ist der „Proactive Assistant“. Bei diesem handelt es sich um ein ähnliches Benachrichtigungssystem, das auch Amazon bei seinen Echo-Boxen einsetzt: Über ein Lichtsignal am Echo werden Nutzer darüber informiert, dass neue, relevante Informationen vorliegen – die mit einem Sprachbefehl abgerufen werden können.

Interessant, aber vorerst nur in den USA und Kanada verfügbar, ist die Telefonie-Funktion, die per Sprachbefehl aktiviert werden kann. Es genügt, „Ruf Mama an“, zu sagen – Google Home weiß durch die Multi-User-Funktion, wer den Befehl gibt und ruft im Idealfall die richtige Person an. Der Lautsprecher von Google Home dient als Freisprecheinrichtung.

Google Home kann darüber hinaus die Heimvernetzung steuern. Dass Alphabets eigenes Unternehmen Nest – mittlerweile auch in Deutschland am Start – mit an Bord ist, dürfte wenig überraschen. Allerdings wird auch Samsungs Heimvernetzung Smartthings unterstützt, mit der ihr eure Beleuchtung oder die Heizungsanlage per Stimme bedienen könnt. Außerdem ist unter anderem Philips Hue mit dabei. Insgesamt über 70 Partner hat Google dabei.

Google Home ist seit November 2016 im US-Handel zum Preis von 129 US-Dollar erhältlich. Google-Pressesprecher Kay Oberbeck zufolge sollte der Marktstart der kleinen smarten Dose fürs Zuhause ursprünglich im Frühjahr 2017 erfolgen. Der Release wurde jedoch nach hinten verschoben. Das offizielle Statement – Stand März 2017 – lautete: „Verkaufsstart in DE wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 sein.“ Diese Aussage deckt sich mit der auf der I/O 2017 getätigten. Google musste weitere Daten sammeln, um den Assistenten weiter verbessern zu können. Dafür hat Google unter anderem den Google Assistant für alle Smartphones mit Android 6.0 Marshmallow und Android 7.0 geöffnet. Je mehr Menschen die Software nutzen, desto besser wird der Assistent.

Google home hat einen „dicken“ Speaker unter der Haube. (Bild: Google)

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7 Reaktionen
Peter555
Peter555

Mein Google Home spricht seit heute Deutsch!!!
https://youtu.be/FSGLEQK9F0I

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Hans
Hans

Im Artikel steht:
"Dabei habt ihr die Wahl, zwischen Google Play Music, Soundcloud und Deezer zu wählen."
Auf der verlinkten Google-Seite mit der Liste der unterstützten Dienste sind die beiden letzten aber nicht aufgelistet, stattdessen Spotify und tunein. D.h. die Information ist falsch, Soundcloud und Deezer werden nicht nativ unterstützt.

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Andreas Floemer

Danke für den Hinweis. In den USA werden diese Dienste bereits unterstützt. Zum Deutschland-Start scheinen die beiden Dienste offenbar tatsächlich nicht dabei zu sein. Ich passe die Passage an.

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WebshopHilfe
WebshopHilfe

Ich bekomme immer mehr graue Haare wenn ich so etwas lese. Wie kann man sich freiwillig eine Abhörgerät ins Wohnzimmer stellen ....

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Moe

So wie beispielsweise ein Notebook, Tablet oder Smartphone?

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shuffgy
shuffgy

Woher wissen meine Geräte denn, mit welchem ich nun reden will, wenn mein Smartphone, meine Smartwatch und dann der Google Home in einem Raum sind?
#firstworldproblems

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Daniel
Daniel

Es hören wohl zunächst alle Geräte zu, geantwortet wird dann aber nur vom Google Home.

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