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Googles neuer Kaufen-Button: Zündstoff für den stationären Handel [Kolumne]

Googles neuer Kaufen-Button: Zündstoff für den stationären Handel [Kolumne]

hat in der vergangenen Woche bekannt gegeben, einen Kaufen-Button in mobile Suchanzeigen zu integrieren. Der stationäre Handel ist der Verlierer, erklärt Martin Weigert in seiner Kolumne „Weigerts World“.

Googles neuer Kaufen-Button: Zündstoff für den stationären Handel [Kolumne]

Googles Kaufen-Button: Warum der Handel vom Showrooming nicht begeistert sein dürfte

(Screenshot: Google)
Auch YouTube soll nach Googles Willen einen Kaufen-Button bekommen. (Screenshot: Google)

In der vergangenen Woche hat Google Neuerungen für Anzeigen bekanntgegeben, die im Umfeld der mobilen Version der Suchmaschine auftauchen. Die Erweiterung, die wenig überraschend am meisten Medienaufmerksamkeit erhielt, war der „Kaufen“-Button. Wer im Chrome-Browser von einem Android-Smartphone aus nach Produkten sucht, kann jetzt mitunter direkt aus einer Anzeige heraus über eine von Google gehostete Microsite einkaufen. Eine andere, ebenfalls neue Option stellen in Anzeigen platzierbare Deep Links dar, die spezifische Produktseiten in einschlägigen Shopping-Apps öffnen. Wie sich Googles Blogbeitrag entnehmen lässt, gehört auch der deutsche Modehändler Zalando zu den Launch-Kunden, die das Deep-Linking aus Anzeigen in Apps ausprobieren.

Wer diesen Blogbeitrag genau liest, versteht auch, worum es Google mit der neuen Initiative unter anderem geht: Es will Menschen, die im Geschäft ein Produkt inspizieren, zum Online-Einkauf animieren. Am liebsten noch an Ort und Stelle.

Dieses Phänomen, „Showrooming” genannt, ist mittlerweile hinreichend bekannt: Konsumenten schauen sich Produkte im Geschäft an, kaufen dann aber online. Eine laut eigenen Angaben repräsentative Online-Umfrage des Technologieunternehmens intelliAd im vergangen Jahr hat ergeben, dass drei Viertel der Deutschen ab und an Showrooming praktizieren. Außerdem zeigte sich, dass ein Viertel der Verbraucher zwischen 18 und 34 noch vor Ort, im Laden, per Smartphone ein Produkt online bestellt. Guckt man sich an, wie das Smartphone gerade viele Aspekte des digitalen Alltags verändert, ist absehbar, dass sich diese Trends noch verstärken.

Google will mit dem Kaufen-Button profitieren, wenn der Handel verliert

Noch im Laden online einkaufen? Dem stationären Handel dürfte das gar nicht gefallen. (Foto: Shutterstock)
Noch im Laden online einkaufen? Dem stationären Handel dürfte das gar nicht gefallen. (Foto: Shutterstock)

Google hält mit seinen Ambitionen nicht hinter dem Berg: Gleich im ersten Absatz der Ankündigung heißt es: „Last year, mobile devices used before or during shopping trips influenced just under one trillion dollars — or 28% — of in-store sales in the United States.”

Google kennt die eigene ausschlaggebende Rolle, die es auf Kaufentscheidungen hat. Mit der Einführung von Suchanzeigen, die einen sofortigen und besonders simplen, für mobile Geräte optimierten Online-Einkauf von Produkten erlauben, will Google stärker von seiner Funktion als Shopping-Ratgeber profitieren und die Vermittlerrolle in neue Werbeumsätze ummünzen.

Damit ist der Vorstoß Zündstoff für den stationären Handel – eine Branche, die sich ohnehin zunehmend der Existenzfrage stellen muss. Zwar versäumt es Google nicht, im Kontext der Mitteilung auch auf eine seit 2013 existierende Anzeigen-Art hinzuweisen, die den Lagerstatus bei lokalen Händlern darstellen kann. Grundsätzlich aber ist Googles Haltung klar: E-Commerce wird dem stationären Handel weiter Marktanteile streitig machen. Bei dieser Entwicklung will das Unternehmen nicht zusehen, sondern Nutznießer sein. Und zwar indem es Konsumenten, die womöglich im Laden eingekauft hätten, dazu bringt, doch lieber gleich von ihrem Smartphone aus zu mutmaßlich günstigeren Preisen im Netz zu shoppen.

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4 Antworten
  1. von irrelevant am 23.07.2015 (12:43 Uhr)

    Wieso sieht man ausser mir praktisch nie jemanden Produkte im Supermarkt fotografieren ?

    Das Thema ist vielleicht auch so irrelevant wie AdBlocker.

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  2. von Martin Weigert am 23.07.2015 (15:41 Uhr)

    Es geht nicht um Produkte im Supermarkt sondern um Gebrauchsgüter, die etwas teurer sind.

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  3. von Karsten am 24.07.2015 (08:28 Uhr)

    Solche Leute würde ich rausschmeißen und Ladenverbot erteilen. Schmarotzer - mehr fällt mir dazu nicht ein.

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  4. von badspiegel am 27.07.2015 (20:14 Uhr)

    google sucht neue wege um an geld zu kommen!

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