Gesichtserkennung als Opt-in - Google macht's richtig
Google geht mit der Einführung der Gesichtserkennungsfunktion auf Google+ wesentlich behutsamer sowie datenschutz- und nutzerfreundlicher vor, als Facebook beim Start seines Features im Juni dieses Jahres. Denn im Unterschied zu Facebooks Vorgehen die Funktion für alle Nutzer automatisch freizuschalten, geht Google den umgekehrten Weg. Der Nutzer wird im Zuge der Freigabe, die in den nächsten Tagen stattfinden soll, auf die neue Funktion hingewiesen und gefragt, ob er sie nutzen möchte.
Sofern ihr euch für die Teilnahme an „Find my Face“ entscheidet und diese Funktion aktiviert, wird ein Gesichtsabgleich mit Fotos von euch, die ihr auf Google+ veröffentlicht habt, durchgeführt. Wenn ihr oder einer eurer Kontakte ein Foto von euch auf Google+ bereitstellt, wird in diesem Prozess automatisch euer Gesicht identifiziert und getaggt. Ob ihr auf den veröffentlichten Bildern markiert sein möchtet, könnt ihr im Einzelfall entscheiden und gegebenenfalls nachträglich entfernen.
Falls ihr „Find my Face“ lediglich ausprobieren möchtet, um zu sehen wie gut es funktioniert, ist es auch kein Problem. Die Deaktivierung des Features ist später problemlos möglich. Mit der Deaktivierung der Funktion wird laut Google das komplette Gesichtserkennungsprofil gelöscht.
Find My Face: Gesichtserkennung ist datenschutzrechtlich vorbildlich
Bei der Entwicklung von „Find My Face“ habe Google sich am Hamburger Datenschützer Johannes Caspar orientiert. Dieser kritisierte im Sommer dieses Jahres die Integration der Gesichtserkennung bei Facebook, da diese ohne Zustimmung der Nutzer aktiviert wurde und sich zudem im Nachinein nur umständlich entfernen lässt. Caspar betont in einer Stellungnahme, dass Google im Unterschied zu Facebook erkannt habe, dass bei neuen Funktionen auch die Belange des Users und der Datenschutz eine elementare Rolle spielen.
Dass Google die Privatsphäre und den Datenschutz in seinem sozialen Netzwerk bemüht, beweist auch eine erste Studie, in der Google+ und Facebook unter Gesichtspunkten der Privatsphäre miteinander verglichen wurden. Darin machte Google+ eine sehr gute Figur.
Weiterführende Links zur Gesichtserkennung „Find my Face“:
- Making photo tagging easier with Find My Face - Matt Steiner
- Fotos bei Google+ zu taggen wird einfacher mit Find My Face - Google
- Find my Face - Google startet Gesichtserkennung - Spiegel
- Facebook: Gesichtserkennung jetzt aktiv, so schaltest du sie ab [Update] - t3n-News
- Gesichtserkennung: Facebook räumt Fehler beim Rollout ein - t3n News
- Google+ Privatsphäre: Wie sicher ist sie wirklich?









von Alex 09.12.2011 (14:26Uhr) 1.
Im Deutschen heißt es D*e*saster. Disaster ist Englisch. Ansonsten ein guter Artikel.
von Andreas Floemer 09.12.2011 (14:33Uhr) 2.
@Alex: Danke für den Hinweis, ist bereits korrigiert
von Google + jetzt auch mit Gesichtserkennun… 09.12.2011 (14:57Uhr) 3.
[...] http://t3n.de/news/google-lernt-gesichtserkennung-facebook-disaster-350324/ Posted in : Social Media [...]
von David Maciejewski 09.12.2011 (16:48Uhr) 4.
Das ist in meinen Augen auch die einzig richtige Vorgehensweise. Dadurch, dass der User auf das Feature hingewiesen wird, werden sie auch so das Feature nutzen. Facebook versuchte es mit der Hauruck-Methode, weil sie befürchteten, dass das neue Feature sonst nicht genutzt werden würde. Ich denke aber, dass Features auf Freiwilligenbasis eine höhrere Akteptanz haben.
von Google+ Integration erreicht Google Mail… 09.12.2011 (17:09Uhr) 5.
[...] Google+ lernt bei Gesichtserkennung aus Facebook-Desaster - t3n-News [...]
von Google+: Jetzt täglich neue Features »… 11.01.2012 (12:02Uhr) 6.
[...] Google+ lernt bei Gesichtserkennung aus Facebook-Desaster - t3n-News [...]
von Facebook bringt Gesichtserkennung » t3n… 12.01.2012 (14:14Uhr) 7.
[...] Google+ lernt bei Gesichtserkennung aus Facebook-Desaster - t3n News 12/2011 [...]