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Design

Easter-Eggs im neuen Google-Logo: Die ersten Reaktionen auf das Redesign

    Easter-Eggs im neuen Google-Logo: Die ersten Reaktionen auf das Redesign

Das neue Google-Logo. (Screenshot: YouTube)

Ein neues Google-Logo wird vorgestellt und das Netz läuft über. Kaum ein Medium, dass sich nicht zu dem Redesign äußert. Doch wie kommt es an? Wir haben uns umgeguckt.

Das neue Google-Logo: Was sagt das Netz?

Kaum hatte Google gestern in seinem Blog das neue Google-Logo vorgestellt, ging rund um die Welt die Nachricht über den Ticker. Nachdem sich das Unternehmen selbst kürzlich in Alphabet umbenannt hatte, ist jetzt auch das eigentliche Kernprodukt des Konzerns an der Reihe und wird zumindest neu gestaltet.

Zwar ist es nicht das erste Mal, dass Google alias Alphabet das Logo seiner Suchmaschine überarbeitet, doch immer wieder sorgt ein solches Redesign für einigen Aufruhr. Und jetzt? 2015? Wir kommt das neue Google-Logo im Netz an? Was sagen Designer und andere, die sich berufen fühlen, zum neuen Branding?

Easter-Eggs im Google-Logo?

Vielleicht eins vorweg: Das Google-Logo wäre nicht das Google-Logo, wenn der Konzern nicht ein paar Easter-Eggs darin versteckt hätte. Das zumindest haben die Kollegen von The Verge rausgefunden. Doch jetzt zum Design. Auffällig ist bei einem Blick auf Twitter, wie groß für einige Nutzer doch die Ähnlichkeiten zwischen dem neuen Google-Logo und denen anderer Konzerne sind:

Kleine Variante mit 305 Bytes

Doch es gab auch ganz pragmatische Gründe für Google, sein Logo neu zu gestalten, wie Jacob Kastrenakes schreibt: „Es scheint eines der wichtigsten Ziele gewesen zu sein, dass das Logo auch auf kleinen Bildschirmen gut aussieht. Der neue, einfachere Schriftzug ist dafür gemacht, sich besser auf kleine Größen skalieren zu lassen, was dafür sorgt, dass die Wortmarke eindeutiger und besser zu lesen ist. Und: Google hat das Logo so optimiert, dass es auch bei langsamer Internetverbindung schnell lädt, immerhin hat der Konzern eine Variante auf nur 305 Bytes gebracht.

google-logo-redesign

Abseits der Tatsache, dass Google bei seinem neuen Schriftzug auf die Serifen verzichtet und seinen eigenen Font „Product Sans“ eingesetzt hat, ist das neue Logo jedoch vor allem eins: animiert. „Wie viele andere Unternehmen auch, haben sie sich von dem statischen Paper-first-Logo verabschiedet, zugunsten einer dynamischen, animierten Figur, die nur auf Bildschirmen funktioniert“, so Mark Wilson. Auch das ein Statement für ein Unternehmen, das von der Suchmaschine bis hin zum selbstfahrenden Auto extrem vielfältige, aber vor allem digitale Produkte im Portfolio hat. Und, so Wilson weiter: „Sie haben sich für nichts weltbewegendes entschieden [...], aber es ist geschmackvoll, flexibel und vor allem: sehr Google.“ Zwar sind längst nicht alle Reaktionen so positiv, doch insgesamt scheint Google viel richtig gemacht zu haben mit seiner Entscheidung.

Adobe-Designer Khoi Vinh: „Google hat Design begriffen“

Für den Designer Khoi Vinh indessen ist das Google-Logo nur das Ende einer Entwicklung, die der Konzern hinter sich hat: „Das ist ein großartiges Beispiel dafür, dass Google Design schlicht begriffen hat.“ Und auch Derreck Johnson von Slate ist der Meinung: „Es ist unglaublich, was ein paar Serifen weniger ausmachen können.“ Für ihn sei das Logo perfekt für Google. „Ich sehe sechs Buchstaben, die für eine junge, dynamische Kreativität stehen – eine Haltung, auf der Google aufgebaut wurde.“ Und Robert Hof von Forbes schreibt: „Erstaunlicherweise sieht das neue Logo nach mehr als als die üblichen, leeren Design-Übungen.“ Und weiter: „Dieses Logo ist die erste echte digitale Verkörperung dieses Konzerns.“

„Das neue Logo: technisch sauber, überaus praxistauglich, aber seelenlos.“

Auch die Reaktionen deutscher Medien fallen überwiegend positiv aus. Andreas Donath von Golem beispielsweise schreibt: „Im Vergleich zum neuen sieht das alte Logo, das mit leichten Überarbeitungen seit 1999 verwendet wurde, recht altbacken aus, obwohl der angestaubte Schlagschatten schon vor einigen Jahren beseitigt wurde.“ Und Stephan Dörner schreibt in der Welt: „Das Logo verändert sich daher in dieselbe Richtung wie zuletzt die gesamte Designsprache auf Computern: Wie bei den mobilen Betriebssystemen iOS und Android wird das Design ‚flacher‘. Statt feiner Verschnörkelungen und 3D-Anmutung herrschen einfache, flache Formen vor.“ Diese Meinungen werden auch von einer Umfrage des GoogleWatchBlog gestützt. Ein Großteil seiner Leser ist vom neuen Design begeistert.

Beim Designtagebuch hingegen mischen sich auch Zweifel in das Urteil: „Meines Erachtens widerlegt das nun präsentierte Logo eindrücklich, dass Google ein unkonventionelles Unternehmen sei, wie es ihre Gründer gerne betonen“, heißt es dort. Und weiter: „Das neue Logo schaut aus wie das Ergebnis eines von Google-Entwicklern erschaffenen Algorithmus: technisch sauber, überaus praxistauglich, aber seelenlos.“

Und wie fällt euer Urteil aus? Oder hätte euch eins der Logos, die es nicht geschafft haben, besser gefallen?

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7 Reaktionen
Markus
Markus

Alle Leute regen sich regelmäßig auf, wenn Firmen ihre Logos erneuern (auch damals bei ebay). Ich persönlich finde das neue Logo sehr stilvoll und zeitgemäß.

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Ronny
Ronny

Klasse Artikel mit super Hintergrundinfos. Da schaut man doch gerne mal wieder vorbei.

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Raphael
Raphael

Für mich steckt die viel wesentlichere Aussage in den Logo-Erweiterungen in Form eines einfachen «G» und den vier farbigen Punkten: Ein sehr klares und konsequentes Statement zu Mobile und dem künstlich intelligenten Personal Assistant!

«The Google dots are a dynamic and perpetually moving state of the logo. They represent Google’s intelligence at work and indicate when Google is working for you. We consider these unique, magic moments.»

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Rezession
Rezession

Damit Lara Croft am Gameboy gut aussieht und erkannt wird muss man halt anders vorgehen als bei UHD2/8k-TVs mit 32 Megapixeln.

"Google hat das Logo so optimiert, dass es auch bei langsamer Internetverbindung schnell lädt, immerhin hat der Konzern eine Variante auf nur 305 Bytes gebracht."
Das ist wirklich mal vorbildlich. Die Suchergbnisse leiten am Handy oft auf mobile.FOOBAR.com oder m.FOOBAR.com um aber diese Seiten sind oft leider trotzdem für den Desktop. Aber Google hat durch die mobile-Umstellung der Suchergebnisse wohl gelernt oder ist (wie auch Paypal und hoffentlich bald auch Skype) nach Jahren endlich daran interessiert, was und wie die User mit dem Produkt umgehen und das es gut funktioniert.

CSS und Sinnvolle Strukturierung und schnelle Ladezeiten interessierten ausser mir als Handy-Surfer vor 10-15 Jahren niemanden. Folglich wurde man gemobbed wohingegen solche Techniken plötzlich nötig sind wenn man Afrika usw. als letzte Neu-Kunden-Gewinnungs-Orte bleiben wo Mobile-Surfing und EDGE am Günstig-Handy (240x120 oder wie wenig auch immer) normal sind!

Wenn man sich umsieht herrscht starke Aktivität in vielen Märkten nach Jahren der Stagnation. Aber wieso ? Droht die Rezession ? Was wissen die was wir nicht wissen. Vielleicht wollen Firmen nicht von beispielsweise Apple billig aufgekauft werden weil die Aktien gesunken sind.
Siehe IFA wo manche Sender ihr Trash-TV gegen bessere Sendungen ausgetauscht haben oder viele Sender auch neue Serien begonnen haben obwohl das kaufkräftige Bayern vielleicht noch in Ferien ist. Bei IFA treffen sich nämlich auch viele Schauspieler und TV-Leute usw. und handeln Verträge aus. Was sagen Eure Werbe-Redakteure diesbezüglich oder sind die Milliarden-Märkte für Werbung TV, Radio, Print irrelevant ?

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Thomas
Thomas

Mir gefällt das neue Logo deutlich besser als das alte! Zeitgemäß ist es jedenfalls... Ich finde es immer wieder faszinierend, wie schnell man sich an neue Logodesigns gewöhnt. Das ist genauso wie wenn man sein altes iPhone 4 in die Hände nimmt...

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Marcel
Marcel

Also Ich finde das neue Logo eher solala. Klar wurde es an die aktuelle Designsprache angepasst, allerdings ist es, wie schon beschrieben, nichts besonderes.

Auf der haben Seite steht hingegen tatsächlich, dass die mobile Ansicht wirklich besser ist, was allerdings einem Ottonormalverbraucher niemals auffallen würde.

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uwekeim
uwekeim

Bikeshedding.

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