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Google Now on Tap: Googles neues „Killerfeature“ kurz erklärt

Google Now on Tap: Googles neues „Killerfeature“ kurz erklärt

Seit gestern ist Googles neues Killerfeature „Now on Tap“ auch vollumfänglich und ohne Tricks in Deutschland verfügbar. Voraussetzung ist ein oder mit .0 Marshmallow. Zeit einen Blick auf die Funktionen zu werfen, die die Erweiterung von zu bieten hat.

Google Now on Tap: Googles neues „Killerfeature“ kurz erklärt

Google Now On Tap. (Foto: t3n)

Google Now on Tap: Was ist das überhaupt?

Mit der Ankündigung von Android 6.0 Marshmallow im Mai auf der I/O 2015 hat Google auch eine mächtige Erweiterung seines digitalen Assistenten Google Now vorgestellt, die dazu im Stande ist, kontextsensitive Informationen zu liefern. Die Funktion wurde mit dem Release von Android 6.0 im Oktober dieses Jahres zuerst nur auf Englisch angeboten – seit Kurzem kann Now on Tap aber auch auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Koreanisch und Russisch genutzt werden. Zur Verwendung des Dienstes ist neben Android 6.0 Marshmallow auch die aktuelle Version der Google App notwenig.

Mit Now on Tap könnt ihr viele situationsbedingte Informationen beziehen, ohne etwas eintippen zu müssen. Hierfür analysiert Google die Inhalte aus der jeweils aktiven App oder der angezeigten Website und zeigt im Ideallfall relevante Informationen. Um weitere Infos zu beziehen, könnt ihr zusätzlich die Sprachsuche bemühen.

Google Now on Tap: Informationen aus Kalender, Nachrichten und Co.

(Bild: Google)
Ist das vorgeschlagene Restaurant gut? Wie komme ich dort hin? Google Now on Tap hilft. (Bild: Google)

Now on Tap ist dazu in der Lage, zusätzliche Informationen zu Personen, Orten, Unternehmen und mehr zu beziehen. Haben Anwender beispielsweise einen bestimmten Termin im Kalender geöffnet, aktiviert Now on Tap mit einem Langdruck auf den Homebutton tiefere Details und Bewertungen zum Ort mitsamt Links zur Website oder der Option direkt dort anzurufen. Außerdem ist es möglich per Google Maps direkt dorthin navigiert zu werden – Apps von Drittanbietern wie Here werden noch nicht unterstützt. Sofern vorhanden, werden sogar Links zu den sozialen Netzwerken des Ortes angezeigt.

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Google Now on Tap hilft auch bei der weiteren Recherche. (Bild: t3n/Google)

Genauso funktioniert das Ganze auch im Chat mit Kollegen oder Freunden. Schlägt der Konversationspartner eine bestimmte Location vor, muss der Nutzer nicht erst lange danach suchen, denn Now on Tap zeigt mit einem längeren Tap auf den Homebutton alles Wissenswerte dazu an.

Darüber hinaus kann die neue Funktion auch automatisch Erinnerungen vorbereiten, die nur noch bequem vom Nutzer bestätigt werden müssen. Dazu werden beispielsweise SMS oder Mails ausgelesen und im Hintergrund verarbeitet. Auch praktisch: Wenn per Messenger oder Mail eine Flugnummer übermittelt wurde, so können Anwender mit Now on Tap nach weiteren Fluginformationen suchen. Außerdem kann auch der Versandstatus von Bestellungen durch den Aufruf von Now on Tap in der Bestätigungs-E-Mail geprüfen werden – in Google Now sind solche Informationen aber schon länger sichtbar.

Google Now on Tap: Erweiterte Informationen zu Filmen und Musik

(Bild: t3n/Google)
Wie heißt nochmal der Sänger? Auch dabei hilft Now on Tap. (Bild: t3n/Google)

Nicht nur mit Orten und Terminen funktioniert Now on Tap, sondern auch mit Filmen und Musik. Läuft beispielsweise ein Lied auf Spotify oder Google Play Music, so kann man mit dem Feature weitere Details inklusive YouTube-Clips zur Band und zum Lied aufrufen. Will ich außerdem wissen, wie der Leadsänger oder die -sängern heißt, oder wie alt die Person ist, so kann ich mithilfe der Google-Sprachsuche einfach danach fragen „Wer ist der Sänger/ die Sängerin“, oder „Wie alt ist er/sie?“ Google Now spuckt die korrekte Antwort in der Regel binnen Sekunden aus.

(Bild: Google)
Selbst bei der Auswahl von Kinofilmen kann Now in Tap behilflich sein. (Bild: Google)

Bei Filmen verhält es sich ähnlich: Schlägt ein Freund im Messenger oder per Mail einen Film vor, so bekomme der Anwender per Now on Tap sofort Informationen dazu angezeigt. In der Now-on-Tap-Übersicht kann er entweder aktuelle News oder Reviews zum Film lesen, sich die Besetzung oder einfach nur Bilder anzeigen lassen . Mittels anschließender Sprachsuche können Nutzer außerdem eine Liste der Kinos sehen, in denen der Streifen aktuell läuft.

Google Now on Tap: Screenshots aufnehmen und versenden

(Bild: t3n/Google)
Screenshots in schick, kann Now on Tap auch liefern. (Bild: t3n/Google)

Mit Google Now on Tap ist es außerdem möglich, Screenshots von Inhalten zu erstellen – und zwar ohne umständlich auf die Power- und Lautstärke-Wippe drücken zu müssen. Hierfür müssen Nutzer einfach Now on Tap starten und das Sharing-Icon antippen, das in der Google-Leiste angezeigt werden sollte. Jetzt wird ein Screenshot vom angezeigten Inhalt erstellt – und zwar ganz sauber ohne Benachrichtigungen in der oberen Leiste. Außerdem habt ihr die Möglichkeit den Screenshot schneller zu versenden und in Google Drive abzulegen.

Google Now on Tap aktivieren oder deaktivieren

(Bild: t3n/Google)
Selbstredend lässt sich das Ganze auch abstellen. (Bild: t3n/Google)

Falls ihr schon Android 6.0 Marshmallow nutzt, Now on Tap aber nicht funktioniert, könnt ihr sie in den Einstellungen der Google-App aktivieren. Ihr solltet sie unter „Google“ > „Suche und Google Now“ >„Now Karten“ finden. An der Stelle ist es selbstredend möglich, die Funktion abzustellen.

Im ersten Testlauf machte die neue Funktion schon einen grundsoliden Eindruck. Die gelieferten Informationen waren meistens passend, auch wenn es den einen oder anderen Ausrutscher gab. Die Funktion steckt aber noch in seinen Kinderschuhen und wird mit der Zeit sicherlich noch besser. Nutzen muss man Now on Tap zwar nicht, aber es ist eine zum Teil durchaus praktische Ergänzung zu Google Now.

Google
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos

Passend zum Thema: OK, Google: Die 35 nützlichsten Sprachbefehle für Google Now

via google-produkte.blogspot.de

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3 Antworten
  1. von Teppiche am 16.12.2015 (14:58 Uhr)

    Dieses Feature ist doch mehr als fragwürdig. Ließt Google alles mit was ich tue um mir dann Suchvorschläge zu bringen. Bei aller Liebe das finde ich geht zuweit

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    • von Daniel am 16.12.2015 (17:58 Uhr)

      Ab einem gewissen Punkt braucht neue Technologie einfach mehr Zugriff auf Daten, um richtig funktionieren zu können und somit unseren Alltag zu erleichtern. Am ehesten ist es wohl mit einem (menschlichen) Assistenten zu vergleichen: Wenn er wenig Informationen hat, kann er auch kaum etwas tun.

      Hierzulande verschließen sich leider viele (wenn nicht gar zu viele) vor neuer Technik. Aus diesem Grund hat Deutschland auch keine nennenswerte Stellung in technologischen Bereichen und liegt weit hinter den USA oder anderen EU-Ländern.

      #Neuland

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  2. von Daniel am 16.12.2015 (17:40 Uhr)

    Finde die Funktion ziemlich nett. Die KI von Google hat natürlich noch einiges zu lernen, aber der Anfang ist gemacht und stellt sicherlich eine nützliche Funktion für alle Android User dar.

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