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Google+ bei Nutzern viel beliebter als Facebook und Twitter – noch

Der intensiven Nutzung zum Trotz: Soziale Netzwerke sind bei ihren Nutzern alles andere als beliebt. Besonders schlecht wurde in einer US-amerikanischen bewertet.

Google+ bei Nutzern viel beliebter als Facebook und Twitter – noch

Soziale Medien am Ende der Beliebtheits-Skala

Der American Customer Satisfaction Index (ACSI) erhebt im Auftrag der Marktforscher von ForeSee seit bald zwei Jahrzehnten die Nutzerzufriedenheit in einer Vielzahl von Branchen. Im Jahr 2012 fanden sich soziale Netzwerke mit einer durchschnittlichen Zufriedenheit von 69/100 Punkten weit abgeschlagen – von rund 40 Industrien erzielten nur Tageszeitungen, Airlines und Pay-TV-Kanäle schlechtere Beliebtheitswerte.

Besonders unzufrieden sind demnach Facebook-Nutzer mit ihrer Plattformn. Der Score von 61 Punkten bedeutet nicht nur den letzten Platz im Social-Media-Ranking des ACSI, sondern auch eine Verschlechterung von 7,6% gegenüber dem Vorjahr – und das trotz inzwischen 1 Milliarde Nutzer.

Facebook: Bild der Plattform hat sich gewandelt

Beliebtheit sozialer Netzwerke im Vergleich

ForeSee-Chef Larry Freed nennt drei Gründe für die schlechte Bewertung von Facebook durch die eigenen Nutzer. Erstens gebe es wachsene Bedenken zu Privatsphäre und Sicherheit auf der Plattform, zweitens verunsicherten die häufigen Änderungen bei Facebook die Nutzer. Drittens würde die Einführung und Ausweitung von Werbung auf der Plattform zum negativen Bild beitragen: Facebook sei Anfangs als kostenlos wahrgenommen worden, inzwischen reife aber bei immer mehr Nutzern die Erkennnis, man sei letztlich die Ware, die Facebook an die Werbeindustrie verkaufe.

Twitter schneidet mit 64 Punkten kaum besser ab. Laut Freed hat der Kurznachrichtendienst Schwierigkeiten, Gelegenheitsnutzer („casual user") von seinem Wert zu überzeugen. Während die vergleichsweise wenigen „Heavy User" hochzufrieden seien, täte sich die Masse schwer mit dem Service. Entsprechend glaubt der ForeSee-Chef, habe noch einen langen Weg in den Mainstream vor sich.

Steht Google+ Transformation noch bevor?

Beliebtestes im ACSI ist . Erstmals im Ranking erfasst, kommt der Dienst gleich auf beachtliche 78 Punkte und liegt damit gleichauf mit Wikipedia und knapp vor dem Google-Dienst Youtube (74 Punkte). Google+ habe die Transformation von einem Spezial- zu einem Massenprodukt allerdings noch vor sich, betonen die Marktforscher. Noch komme der Dienst ohne Werbung aus, der Kundenkreis ist gegenüber Facebook klein und von Vielnutzern durchsetzt, die den Dienst naturgemäß besonders wertschätzten.

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8 Antworten
  1. von FleißigerLeser am 14.01.2013 (11:38 Uhr)

    Und was ist mit so.cl ? :D

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  2. von Dirk am 14.01.2013 (12:10 Uhr)

    @FleißigerLeser: Was ist denn überhaupt dieses sockl? Wayne interessiert es? ;)

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  3. von Dominik am 14.01.2013 (12:48 Uhr)

    Ist es denn so schwer Facebook das Wasser zu reichen?

    Es muss doch nur übersichtlich sein und die Werbung darf nicht personenbezogen und penetrant sein.

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  4. von PH am 14.01.2013 (13:06 Uhr)

    Die User müssen begreifen, dass sie entweder das Produkt sind oder das Äquivalent , was man mit ihnen verdient, bezahlen müssen um Teil eines solches Dienstes zu sein. Würde mir z.B. jemand anbieten, für volle Datensicherheit bei facebook 12$ im Jahr zu zahlen - ich würde es tun.

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  5. von Stephan Jäckel am 14.01.2013 (16:24 Uhr)

    Kritik ist immer eine Chance im Sinne des Kunden (Kosten und/oder Nutzen) besser zu werden und aus den Antworten die richtigen Fragen abuzleiten.

    Für manche ist es aber auch eine Gelegenheit den eigenen inneren Frust abzubauen, in dem man sich über den Kunden / Nutzer beschwert, über ihn lustig macht, seine Unzulänglichkeiten und Fehlerhaftigkeit betont oder zumindest die Basis der Befragung in Zweifel zieht.

    In beiden Fällen sprechen Äußerungen und Handlungen von den Menschen, die sie tun, nie von den Kunden. Aber um die und nur um die geht es, nicht um die mangelnde passive Kritikfähigkeit von Designern, Konzept-Erstellern oder Prozessverantwortlichen.

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  6. von Daniel am 14.01.2013 (18:05 Uhr)

    Wundert mich nicht. Schon alleine die Regeln für Blockieren / Löschen und Sperren von Inhalten und auch Nutzern ist bei Facebook alles andere als transparent. Da kann es sein, dass Trolle laufend Müll posten oder User belästigen, aber dann am Ende der Meldende geblockt oder gesperrt wird, aber nicht der Troll. Da ich selbst bereits eine Fach-Community mit über 10.000 Benutzern gemanaged habe, weiß ich, dass intransparente Entscheidungen gerade bei solchen Themen schnell zum vollständigen Verlust der Loyalität der Benutzer führen können. Ganz davon ab sind Sperrzeiten von 30 Tagen usw. eine gute Gelegenheit für die Benutzer, Google+ näher zu entdecken, die Registrierung geht ja schnell...

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  7. von Marko am 15.01.2013 (16:58 Uhr)

    1) Alles Neue hat erstmal einen "Hype" und im Laufe der Zeit stellt sich die Ernüchterung ein. Ich denke, wenn wir die gleiche Frage in einem Jahr stellen (und dann vielleicht sogar an ein paar mehr Personen), dann hat sich das Bild gewandelt.
    2) "Unzufrieden" sein hat aber nicht zwangsläufig etwas mit dem Verhalten zu tun. Auch wenn die Menschen unzufrieden sind, so nutzen sie FB trotzdem weiterhin - und das OBWOHL es ja offensichtlich Alternativen gibt
    3) Interessant ist m.E. des Weiteren, dass in den USA Plattformen wie tumblr massiv an Beliebtheit gewinnen, vor allem bei Jugendlichen. Das würde ich im Auge behalten. Denn damit würde man den sozialen Netzwerken wie Google+ und FB insgesamt den Rücken kehren.... Aber sind erst wenige Zahlen

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  8. von Pebble am 23.01.2013 (20:32 Uhr)

    " Twitter habe noch einen langen Weg in den Mainstream vor sich." vielleicht in Deutschland woanders nicht

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