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„One Today“ – Google stellt neue App vor

Googles neueste App dreht sich rund um Charity. Mit „One Today“ werden Nutzern jeden Tag Hilfsprojekte vorgestellt, denen sie per Knopfdruck einen Dollar spenden können.

„One Today“ – Google stellt neue App vor

„One Today“ – Jeden Tag eine kleine Spende

In der frisch veröffentlichten Android-Applikation „One Today“ stellen verschiedene NGOs aus dem Netzwerk Google for Nonprofits jeden Tag ein Projekt vor, für das man einen Dollar spenden kann. Auf der Webseite werden aktuell beispielsweise verschiedene Aktionen rund um Kinderrechte, Tierschutz, Umweltschutz und Entwicklungshilfe präsentiert.

Googles Spenden-Applikation "One Today"
Googles Spenden-Applikation "One Today" ermöglicht es, jeden Tag ein Charity-Projekt zu unterstützen.

„One-Today“-Charity zum Selbstzweck?

Ganz typisch: Zur Abwicklung der Spenden kann man sich ganz auf den Google-Kosmos verlassen. So wird die Zahlung per Google-Account ermöglicht, per Wallet findet die Transaktion (zuzüglich 1,9 Prozent Kreditkartengebühr) statt und neben anderen Netzwerken können Projekte selbstverständlich via Google+ an die Freunde und Bekannte herangetragen werden. Da das Ganze allerdings noch als „Pilotprojekt“ gilt, kann man nur durch eine Einladung an die Applikation gelangen. Und: Das Ganze funktioniert erst einmal für US-Nutzer.

Ebenfalls typisch Google: Die Applikation lernt anhand des Nutzerverhaltens mit. So wird im FAQ-Teil des Projekts deutlich gemacht, dass man sich zwar nicht bestimmte Kampagnen nach Interessen ausgeben lassen kann, ein Algorithmus aber anhand der vorher verteilten Spenden über eine Zeit eruiert, für welches Thema man brennt und dann bevorzugte Projekte priorisiert ausgibt. Es ist dann eigentlich nicht schwer anzunehmen, dass diese Daten entsprechend der „Vereinfachung der Datenschutzbestimmungen“ vom März 2012 in das große und bunte Nutzerprofil einfließen, das Google über jeden von uns führt. Charity zum Zwecke der Profilanreicherung und um die eigenen Produkte zu pushen? Mich lässt der Gedanke nicht los, dass das auch für ein Unternehmen wie Google ziemlich würdelos ist. Wer mobil spenden möchte, der findet vielleicht auch hier ein paar alternative Applikationen, die nicht ganz so viele Fragen aufwerfen.

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2 Antworten
  1. von Chris am 20.04.2013 (15:44Uhr)

    Interessant wäre auch wie viel google von den Spenden für sich einbehält für "Spesen" oder so...

  2. von Mario am 23.04.2013 (10:51Uhr)

    Wenn Google den Dollar komplett spendet, ist es ebenso würdelos, sich darüber zu beschweren. Warum soll Google davon nichts haben, wenn ihr Vorteil zu absolut keinem Nachteil der Spendenempfänger führt?

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