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Panda 4.0: Google schraubt wieder am Algorithmus

Panda 4.0: Google schraubt wieder am Algorithmus

hat mit dem Rollout von Panda 4.0 begonnen. Noch ist unklar, wie sich der überarbeitete Algorithmus auf die Suchergebnisse auswirken wird.

Panda 4.0: Google schraubt wieder am Algorithmus

Panda 4.0. (Foto: fortherock / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Google: Matt Cutts bestätigt Rollout von Panda 4.0. (Foto: Stéfan / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Google: Matt Cutts bestätigt Rollout von Panda 4.0. (Foto: Stéfan / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Panda 4.0: Matt Cutts bestätigt erneutes Update

Googles Webspam-Guru Matt Cutts hat auf Twitter bekannt gegeben, dass mit Panda 4.0 ein neues Update des Suchalgorithmus unterwegs ist. Aufgrund der offiziellen Bezeichnung als Panda 4.0 können wir von einem umfangreichen Update ausgehen. Details zu den Auswirkungen sind derzeit aber noch nicht bekannt.

Laut Cutts hat Google erst mit der Auslieferung des Updates begonnen. Es ist daher anzunehmen, dass zunächst der amerikanische Heimatmarkt betroffen ist. Es dürfte demnach noch etwas dauern, bis Panda 4.0 auch Einfluss auf die deutschen Suchergebnisse nimmt. Generell ist ein über mehrere Tage verlaufender, sukzessiver Rollout nicht unüblich für solche Updates des Suchalgorithmus. Damit sollen allzu abrupte Veränderungen der Suchergebnisse vermieden werden.

Google: Neben Panda 4.0 kommt auch Payday Loan 2.0

Der Panda-Algorithmus dient vornehmlich dazu, qualitativ hochwertige Inhalte zu bevorzugen. Panda wurde 2011 eingeführt und betraf seinerzeit etwa 11 Prozent der US-amerikanischen Suchergebnisse. Laut Berichten von Search Engine Land soll Panda 4.0 etwa 7,5 Prozent der englischsprachigen Suchergebnisse betreffen. Wer sich eingehender mit den Google-Algorithmen befassen möchte, dem empfehlen wir den Artikel „Pinguin, Panda & Co. – Eine Reise durch den Google-Zoo“.

Neben Panda 4.0 hat Matt Cutts auch ein Updates des sogenannten Payday-Loan-Algorithmus bestätigt. Dieser Algorithmus zielt auf besonders Spam-lastige Queries ab. Der Rollout von Payday Loan 2.0 begann laut Matt Cutts bereits am Wochenende.

Update vom 21. Mai 2014 um 14 Uhr:

Sistrix konnte bereits erste Veränderungen in den SERPs feststellen. Das Unternehmen hat in einem Blog-Beitrag jeweils eine Liste mit Gewinnern und Verlieren der beiden Updates veröffentlicht. Dabei, so Sistrix, zählen vor allem Domains mit längeren, redaktionellen Texten zu den Gewinnern der Updates. Dabei handelt es überwiegend um Seiten, die noch beim ersten Panda-Update deutlich an Sichtbarkeit verloren hatten. Zu den Verlierern gehören teilweise auch große Seiten wie eBay.de oder Idealo.

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7 Antworten
  1. von Christian Gera am 21.05.2014 (19:17 Uhr)

    Ich lasse Google einfach mal weiterschrauben. Ich denke, dass egal was dort Panda-mäßig (echt guter Artikel!) umgestellt wird: Auf Dauer setzt sich nur guter und inhaltlich wertvoller Content durch. Da mache ich doch lieber weiter bei Blogparaden wie denen vom Peer Wandiger mit & vernetze mich weiter wie hier:
    http://www.freizeitcafe.info/blogparade-motivation-fuer-selbststaendige-im-netz/

    Herzliche Grüße aus Bochum vom eifrigen T3N Leser & Abonnenten ;-)

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  2. von DerNouskrat am 22.05.2014 (10:35 Uhr)

    Moin,

    hier noch ein kleines Update :) Nachdem ich mir die Nacht damit um die Ohren geschlagen habe, die Gewinner und Verlierer miteinander zu vergleichen, hab ich mal an nem Beitrag gefeilt, der vielleicht dem einen oder anderen Hilft, den Panda nachzuvollziehen. Mir scheint es nämlich so, als zielt diese Iteration nicht auf Content-Qualität allein, sondern vor allem auf Architektur ab. Wer genaueres Wissen möchte: http://nouskrat.de/panda-4-0-was-google-mag-und-was-nicht/

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  3. von Nikodemus am 22.05.2014 (11:03 Uhr)

    Googles Absichten mögen ja durchaus positiv sein, aber was ist mit den vielen Unschuldigen, deren Webseiten durch dieses Update erneut und ungerecht geschädigt werden?

    Es nervt langsam immer mehr, wie Google seine Monopolstellung dazu nutzt, eine eigene Lex Internet zu definieren!

    Wann hören diese Kollateralschäden endlich auf und wann gibt es ausser mystischen Schwadonierern wie Matt Cutts endlich einmal echte und für Laien verständliche Hilfestellungen?

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  4. von Tob am 26.05.2014 (11:02 Uhr)

    Mal wieder lässt Google seinen Panda von der Leine - eigentlich eine gute Sache für SEO-Redakteure!

    Wer noch mehr über die Konsequenzen des Panda-Updates erfahren möchte, dem lege ich folgendes ans Herz:

    http://blog.webfox01.de/google-update-panda-4-0-fuer-konsequenzen-muss-ich-erwarten/

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  5. von Mario am 27.05.2014 (18:12 Uhr)

    Update hin oder her, ich finde es ist ein weiterer Hinweis, dass das Game nur mit guten Inhalten funktioniert...und das ist meiner Meinung nach auch gut so!

    Checkt das mal: http://www.mediatouch-online.de/blog/panda

    ;-)

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  6. von Nikodemus am 27.05.2014 (18:43 Uhr)

    "Gute Inhalte" sind ja OK, aber was Google als solche betrachtet und welche Geheimnisse drumherum gemacht werden, ist schlichtweg obskur.

    Ein Beispiel: Google findet Wikipedia-Inhalte qualitativ toll. Deshalb enthält der Google-Algorithmus Wikipedia-Qualitätskriterien und Wikipedia-Seiten stehen bei den Suchergebnissen immer ganz oben. Wenn aber ein Student in seiner Bachelor- oder Masterarbeit Wikipedia-Quellen verwendet, dann bekommt er in Deutschland Minuspunkte wegen fragwürdiger akademischer Qualität. Ein Widerspruch, der deutlich zeigt, dass Google-Qualitätskriterien nur innerhalb des eigenen Monopols gültig sind.

    Warum läßt Google wohl keine öffentliche Diskussion seiner "Qualitätsmerkmale" zu?*

    *Bitte jetzt nicht den Schwachsinn von Betriebsgeheimnis und Wettbewerb wiederholen!

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  7. von mgutt am 22.03.2015 (11:54 Uhr)

    Es ist jetzt einige Zeit vergangen und zumindest mein Gefühl - was die Nutzung von Google anbelangt - ist dass das was ich als Ergebnis angezeigt bekomme, immer weniger mit dem zu tun hat was ich suche. Als Google Nerd nutze ich natürlich massiv Anführungszeichen usw. Aber mittlerweile greifen auch hier umfangreiche Ignore-Regeln und Synonyme, die ich gar nicht eingegeben habe, noch haben sie teilweise was mit meinen gesuchten Worten zu tun. Das gilt insbesondere für ganz neue oder seltene Suchanfragen. Ich habe z.B. gestern noch in der Suche eingegeben "Ist Ravensburger Made in Germany" und was erhalte ich als Ergebnis? Platz 1 war die Sparkasse mit einem "Made in Germany" Fond. Hat Null mit meiner Frage zu tun. Der Rest war übrigens vollgekleistert mit Ravensburger (ca. die Hälfte). Der Quelle, der ich hier am wenigsten glauben würde. Setze ich "Ravensburger" in Anführungszeichen werde ich mit Shops bombardiert.

    Also was genau bringen dieses "hochwertiger Content" und "Big Brand"-Updates eigentlich? Ich kann es Euch sagen. Sie sparen Google eine Menge Stress. Von Unternehmen unerwünschte Kritik ist nicht mehr so präsent und gerade die sind ja die Werbekunden von Google. Was jetzt evtl. wie eine Verschwörungstheorie klingt, deckt sich dazu auch mit der "Anti-user-generated-content"-Einstellung, die Google ebenfalls seit letztem Jahr immer stärker durchsetzt. Google macht das im Grunde wie Zalando. Früher waren sie "cool" und jetzt versuchen sie möglichst seriös zu werden, damit sie möglichst große Werbe-Budgets abgreifen können. Nicht mehr und nicht weniger.

    Oder glaubt einer von Euch, dass Mercedes in eine Display-Werbung investiert, wenn die dadurch im "Mercedes ist scheiße"-Kontext erscheint? Und das passiert nun mal nicht (so oft), wenn man nur "guten Content" pusht.

    Das nächste Problem, was offensichtlich niemand blickt ist Googles Weg auf dem Weg zu einer semantischen Suchmaschine. Die wollen den "hochwertigen Content", weil sie in übernehmen können. Soll heißen, wenn gutefrage.net es schafft (sie sind gerade dabei) so viele Moderatoren zu gewinnen, dass Frage und Antwort perfekt aufeinander abgestimmt werden, dann braucht Google nicht mal mehr Besucher zu gutefrage.net schicken und kann die Antwort direkt ausgeben. Diese Gefahr blenden in meinen Augen die meisten aus. Und sagt jetzt nicht, dass wäre nicht gegeben. Wer die Google.com Bildersuche kennt oder Bings Videosuche, der weiß das Content stehlen der absolute Wunsch einer Suchmaschine ist. Bestes Beispiel ist das direkte Anzeigen von Wetter-Informationen, Kino-Programm, Google-Maps Box, Film-Daten, usw. Und das wird noch schlimmer. Besucher selber halten heißt schließlich Marke stärken und mehr Werbeeinnahmen generieren. Wer nun die Mühe hatte oder den Traffic bezahlen muss, ist der Suchmaschine dabei egal.

    Also das was die EU aktuell gegen Google unternimmt ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die denken das Problem wäre die Priorisierung der Google eigenen Produkte. Tatsächlich ist aber überhaupt die Vermischung von Suchmaschine und Content-Lieferant das Problem.

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