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Marketing

Google+: Picasa und Blogger fallen Markenstrategie zum Opfer

    Google+: Picasa und Blogger fallen Markenstrategie zum Opfer

Google räumt mächtig auf. Wie Mashable heute erfahren haben will, müssen die beiden bekannten Marken Picasa und Blogger dran glauben. Zusammen mit einigen anderen, bisher eigenständigen Konzernmarken, werden Picasa und Blogger in die Google+ Strategie integriert. Nur mit YouTube ist das offenbar nicht geplant.

Google+: Picasa wird Google Photos, Blogger Google Blogs

Unter dem Markenbildungsgesichtspunkt hätte man diesen Schritt schon vor längerer Zeit erwarten können. Im Zuge der Etablierung seines Google+ Netzwerks macht das kalifornische Unternehmen, wenn auch spät, dann doch noch Ernst. Picasa und Blogger verlieren ihre Namen und werden zu Google Photos und Google Blogs. Auffällig war bisher schon, dass das Photosharing-Feature in Google+, das ja über Picasa bereit gestellt wird, an keiner Stelle einen Hinweis darauf gibt. Es ist, als wollte man den Namen verschweigen.

Google+: Aus Picasa wird eher unspektakulär Google Photos

Auch wenn es erstaunlich erscheint, dass Google zwei seiner bekanntesten und mit Blogger auch eine der erfolgreichsten Marken aufgeben will, so ist der Vorgang doch nicht ungewöhnlich. Bereits mehrfach verpasste Google aufgekauften Produkten ein entsprechendes Branding. So wurde aus Jotspot Google Sites und aus GrandCentral Google Voice.

Auch Picasa und Blogger sind nicht von Google entwickelt, sondern lediglich zugekauft worden. Blogger, mitgegründet durch den Twittergründer Evan Williams, ist bereits seit 2003 in Konzernbesitz, Picasa seit 2004. Blogger gehört zu den 10 am häufigsten besuchten Websites der Welt und ist nach wie vor die größte Blogplattform weltweit.

Google+: Na gut, ob es nun Blogger oder Google Blogs heißt...

Google+: Offizieller Start am 31. Juli 2011?

Mashables Quellen zufolge sollen die Namensänderungen kurzfristig, "in den nächsten vier bis sechs Wochen" stattfinden. Damit könnte auch der offizielle Start des Projektes Google+ feststehen. Erwartet wird, dass Google+ um den 31. Juli herum für alle geöffnet wird. Denn der 31. Juli ist das Datum, an dem alle privaten Google Profile der Löschung geweiht sind. Bekanntlich hatte Google erklärt, nur noch öffentliche Profile akzeptieren zu wollen.

Im Nachgang ist dieser Schachzug wohl als frühe Vorbereitung auf Google+ zu werten. Anstelle eines privaten Profils könnte man schließlich entsprechende Circles einrichten. Das allerdings war zum damaligen Zeitpunkt wohl nur Google bekannt. Derzeit wird an einem massiven Relaunch von Blogger gearbeitet. Zu erwarten ist, dass es hierbei um die möglichst nahtlose Einpassung in Google+ geht.

Google hat alle einzelnen Produkte, die man sich für ein soziales Netzwerk nur wünschen kann. Und dieses Mal, so scheint es, sind sie entschlossen, ihr Potenzial zu nutzen...

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6 Reaktionen
meckes
meckes

Sehr kluger Schritt von Google. Die nahtlose Integration aller Dienste in Google+ wird die Bedeutung des Netzwerks voran treiben und der Plattform viele User zuführen. Damit wird der Grundstein gelegt für Google+ als zentrale Anlaufstelle im Web (zumindest für die, die einen Google Account haben). Das geht weit über das was Facebook leisten kann hinaus.

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Felix
Felix

leck mich am Arsch, Google + wird so hammer geil :)

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Lars
Lars

@mbirth ...jetzt, mit der Spekulation, darum dass Blogger als Google Blogs eine nahtlose Integration in + erhält, drängt sich mir die Vermutung auf, dass der (Firmen-)Blog einen neuen Stellenwert erhalten wird und vorallem die Social-Aspekte in einer Plattform aggregiert werden könnten. Facebook hat das Problem, dass es ein geschlossenes System ist. Viele Seiten streamen ihre Feeds in Facebook. Dort werden sie dann zusätzlich, also zum Ursprung der Informationen, in der Facebook-Blase kommentiert. Man hat also zwei Welten. Facebook war zwar sehr darauf bedacht seine Kommentar-Api in die zahlreichen Blogsysteme zu bekommen, hatte aber aus meiner Sicht nicht genug Zeit. Anders würde es laufen, wenn Google den Blog anbietet und sowohl in Google Blogs als auch dem Netzwerk Google + den Kommentar/Interaktionsstand gleich hält. Dann würden die Firmen zur direkt Kommunikation den Blog nutzen, die Feeds in die eigene Seite ziehen, meinetwegen auch in Facebook pumpen und gleichzeitig den Blog in + promoten und die Nutzer von + mit den Informationen interagieren lassen. OHNE das man an zwei Stellen kommunizieren muss. ...ich halte das Produktmanagement bei Google für so bedacht, dass sie in die Richtung gehen. (Ursprünglich war ich aber davon ausgegangen, dass die Fanpages von Google gar nicht kommen, da ich dachte, Google "ist" das Internet und will es offen halten. ...aber wenn der Nutzer die Daten besser in Google einsortieren kann als die Crawler es mit gutem Guesswork schaffen, dann bringt auch Google dies weiter nach Vorne.)

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mbirth

@Lars: Mit "Google Places" gibt es zumindest schon eine Übersichtsseite für Firmen und man kann diese auch bei Posts auf G+ als "Ort" angeben. Auf der "Places"-Seite ist ein Link zur Firmenhomepage - die kann man ja frei gestalten. Die Firmenseiten in Facebook erfüllen für mich keinen wirklichen Zweck. Höchstens zur Kommunikation mit den Kunden - aber das machen auch nur die wenigsten vorbildlich.

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Jan

Wow, das bedeutet einige Umgewöhung, stärkt dagegen aber das neue Produkt Google Plus. Und es zeigt Interessenten wie Mitbewerbern, dass Google Plus kein Testballon ist, sondern ein massiver Vorstoß in eine ziemlich neue Google-Strategie, bei der kein Stein auf dem anderen bleibt.

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Lars Echterhoff
Lars Echterhoff

Konsequent und simpel. Das was vermutlich viele an Google auch schätzen. Ich bin noch sehr gespannt ob es einen Pendant zu den Pages in Facebook gibt oder ob Google versucht den Firmen diese Krücke zu ersparen.

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