Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Google+: Frauenanteil wächst rasant, beträgt schon ein Drittel

    Google+: Frauenanteil wächst rasant, beträgt schon ein Drittel
#FLICKR#

Google+ sei ein „Jungs-Club“, titelte AdWeek. Forbes sekundierte, Google+ hätte ein „Geschlechter-Problem“ und Mashable kolportierte, Google+ Nutzer seien „fast alle männlich“. Schaut man sich die Daten zur Geschlechterverteilung auf der mittlerweile sehr bekannten Website Social Statistics des Gründers von The Next Web, van Zanten, an, so scheinen diese Aussagen Unterstützung zu finden. Seriengründer Paul Allen widerspricht mit eigenen Erhebungen.

Social Statistics: Google+ Top 100 Liste inakkurat

Glaubt man der Verteilungsübersicht auf Social Statistics, so sind nur 12% aller Google+ Nutzer weiblichen Geschlechts. Allerdings basiert diese Berechnung auf einem Subset von rund 32.000 Google+ Profilen. Laut Allen ist diese Messung inakkurat, weil sie sich auf aktiv in Social Statistics hinterlegte Profile bezieht. Da Männer grundsätzlich eher zu der Form von Schwanzvergleichen, wie sie die Top 100 bietet, neigen, seien Frauen dort logischerweise deutlich unterrepräsentiert.

Google+: Geschlechterverteilung laut Social Statistics

Auf der Website findpeopleonplus.com findet sich schon ein leicht anderes Ergebnis. Dort hat man rund 950.000 Profile gecrawlt. Dabei betrug der Anteil der als weiblich identifizierten Profile immerhin bereits rund 25%. Laut Allen ist auch diese Messung inakkurat, weil sie erstens auf den ersten Testprofilen basiert, die in der Tat tendenziell eher technikaffinen Männern gehörten und zweitens könne die Messung aufgrund des Zeitaufwands des Crawlens bei der massiv steigenden Nutzerbasis nicht schnell genug korrigiert werden. Insofern seien die ermittelten Daten nicht repräsentativ.

Google+: Geschlechterverteilung laut Find People On G+

Diesen Daten stellt Paul Allen nun seine laufend aktualisierten Zufallserhebungen auf der Basis von Prüfungen der Profile nach Vornamen entgegen. Danach hat sich die Geschlechterverteilung in letzter Zeit rasant verändert:

  • Stand 4. Juli 2011: 77% männliche, 23% weibliche Nutzer
  • Stand 7. Juli 2011: 68.4% männliche, 31.6% weibliche Nutzer (zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Gesamtnutzerzahl in etwa verdoppelt)
  • Stand 14. Juli 2011: 66.4% männliche, 33.6% weibliche Nutzer

Allens Zahlen erscheinen plausibler, betrachtet man die Verteilung der Nutzer in anderen Netzwerken. In den USA waren im Mai 56% der Nutzer des größten sozialen Netzwerks Facebook weiblich. LinkedIn zeigt immerhin einen Frauenanteil von 37%. Es dürfte konsensfähig sein, zu behaupten, dass der Frauenanteil großer Systeme mit sozialer Komponente sich stets irgendwo in dem Bereich zwischen 37 und 56 Prozent einpendeln wird. Allen erwartet, dass der Anteil der weiblichen Google+ Nutzer Anfang August den Anteil der weiblichen LinkedIn-Nutzer übersteigen wird.

Google+ und der Frauenanteil: Netznutzung in Deutschland gibt Anlass zu Optimismus

Betrachtet man die Anteile der Internetnutzung in Deutschland zwischen Männern und Frauen insgesamt, wie es jüngst Gegenstand einer Bitkom-Studie war, gäbe es durchaus Anlass zu noch optimistischeren Annahmen.

Danach sind im Jahr 2011 71 Prozent der Frauen im Internet aktiv. Bei den Männern ist es ein geringfügig höherer Anteil von 73 Prozent. Noch 2009 interessierten sich lediglich 60 Prozent der weiblichen Bevölkerung für eine regelmäßige Netznutzung. Männliche Internetnutzer sind mit durchschnittlich 146 Minuten pro Tag aktuell nur noch unwesentlich länger online, als Frauen mit 130 Minuten täglich. Dabei sind Frauen involvierter in soziale Netzwerke als das bei den Männern der Fall ist. 8 von 10 Netznutzerinnen sind Mitglied in einem oder mehreren sozialen Netzwerken, während es die Männer auf knapp unter 75 % bringen.

Rein bezogen auf die junge Generation ist das Verhältnis bereits umgekehrt. 92 Prozent der netznutzenden Mädchen stehen nur 87 Prozent der Jungen gegenüber. Bezogen auf Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken beträgt der Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Jungnutzern sogar gute zehn Prozent.

Eindeutige Führung zeigen männliche Nutzer hingegen, wenn es um die Nutzung mobiler Hightech-Geräte geht. Hier distanzieren sie die weibliche Nutzerschaft um nahezu 10%. Männer betrachten solche Geräte weit häufiger als Statussymbole, als dies Frauen je in den Sinn kommen könnte.

Ich schließe mit einem Zitat von BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer:

„Frauen vernetzen sich, Männer tragen Geräte zur Schau.“

Man darf gespannt sein, ob sich dieser Trend auch für Google+ so bewahrheitet...

Weiterführende Links:

(Bildquellennachweis für die Newsübersicht: Flickr/ Jodasådetatte, Lizenz: CC-BY-SA)

Finde einen Job, den du liebst

3 Reaktionen
Dieter Petereit

Sorry für´s zerschossene Layout. Wenigstens konnte ich nun mal nachvollziehen, woran es liegt. Es tritt ab und an mal auf, aber immer nur im Zusammenhang mit der Verwendung des visuellen WordPress-Editors. Den nutzen wir normalerweise nicht, aber regelmäßig dann, wenn wir einen Bildquellennachweis einkopieren. Ist bequemer. Aber leider eigenwillig, offenbar...

Antworten
mumaha
mumaha

+! Template fixen! Da scheint was nicht in Ordnung zu sein. Ansonsten ist das Teil super geil! War gestern beim FundK...(OCZ einbauen lassen) Top! Grüße

Antworten
Norman

der Artikel scheint nicht ganz valide zu sein, krieg hier Layoutfehler auf der Seite ;)

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen