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Entwicklung & Design

„So günstig wie möglich“: Wie Google den 5-Dollar-Raspberry-Pi miterfunden hat

    „So günstig wie möglich“: Wie Google den 5-Dollar-Raspberry-Pi miterfunden hat
Der Raspberry Pi Zero ist kleiner als ein Fünf-Dollar-Schein, kostet aber genauso viel. (Foto: Raspberrypi.org)

In der vergangenen Woche hat die Raspberry Pi Foundation die Tech-Welt mit dem 5-Dollar-Computer Raspberry Pi Zero überrascht. Dass die günstige Bastelplatine Wirklichkeit geworden ist, ist offenbar auch Google-Boss Eric Schmidt zu verdanken.

Raspberry Pi: Pläne für teureres Modell vereitelt

Eric Schmidt, ehemals Google-Chef und jetzt Chairman der Alphabet-Tochter, könnte es – zumindest zu einem gewissen Teil – mit zu verdanken sein, dass die Raspberry Pi Foundation mit dem Raspberry Pi Zero einen Mini-Computer entwickelt hat, der nur fünf US-Dollar kostet. Eben Upton, Mitgründer der britischen Raspberry Pi Foundation, hat eigenen Angaben zufolge auf den Rat Schmidts hin Pläne für einen teureren Raspberry Pi ad acta gelegt.

Google-Chairman Eric Schmidt: Sein Rat ermöglichte den 5-Dollar-Raspberry-Pi Zero. (Screenshot: World Economic Forum)
Google-Chairman Eric Schmidt: Sein Rat ermöglichte den 5-Dollar-Raspberry-Pi Zero. (Screenshot: World Economic Forum)

Google hatte der Raspberry Pi Foundation vor knapp drei Jahren eine Million US-Dollar zukommen lassen, damit diese 15.000 Schulkinder mit dem günstigen Mini-Computer versorgen konnte. Im Januar 2013, im Rahmen der Bekanntgabe der großen Google-Spende, habe sich Schmidt über die Zukunftspläne der Organisation erkundigt, sagte Upton jetzt dem Wall Street Journal. Upton habe ihm daraufhin erzählt, dass der nächste Raspberry Pi mit 50 bis 60 US-Dollar deutlich teurer werden solle als das Ursprungsmodell, dafür aber über mehr Leistung verfügen würde.

Raspberry Pi: Harter Kampf gegen günstige Produkte

Schmidt riet Upton daraufhin eindringlich von diesen Plänen ab. Die Raspberry Pi Foundation solle besser einen Computer entwickeln, der so günstig wie möglich sei. Eines der Argumente, die Schmidt vorbrachte lautete, dass es für die Konkurrenz enorm schwierig sei, gegen ein günstiges Produkt anzukommen. Das Gespräch mit Schmidt, so sagt Upton heute, habe sein Leben verändert.

Gleich im Anschluss habe er die schon bestehenden Pläne für den teureren Raspberry Pi komplett verworfen. Anfang 2015 schließlich kam mit dem Raspberry Pi 2 ein leistungsstärkeres Gerät auf den Markt, das genauso teuer war wie der Vorgänger. In der vergangenen Woche präsentierte die Raspberry Pi Foundation mit dem Raspberry Pi Zero ihren bisher günstigsten Rechner. Den Preis von fünf US-Dollar werde man aber kaum noch unterbieten können, meinte Upton bei der Vorstellung.

via blogs.wsj.com

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4 Reaktionen
Markus
Markus

Es ist wie immer nur ein winziges Detail aus einem unbekannten Gespräch..was man davon ableitet ist dann interpretierbar. Aber der aktuelle Pi2 ist schon nicht mehr für alles konkurrenzlos günstig und wenn man Kindern helfen möchte, muss man eine Comunity formen. Das wiederum geht nur, wenn das Produkt für die "Nicht-Kinder" ebenfalls attraktiv ist. Die Dinger für 5€ sind ein Hammer, weil man damit im "Modell" extrem vielseitige "Experimente" aufbauen kann. Zudem dürfte es den Bereich Automatisierung und Heimsteuerung deutlich aufmischen. Neben Tinkerforge ist der Pi damit ein geniales Spielzeug auch für größere/professionellere Aufgaben.

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Simon Kraus
Simon Kraus

@Stefan: Das sehe ich genauso. Der Kampfpreis ist nur ein Mittel zum Zweck. Dieser erhöhrt aber einfach auch die Attraktivität. Gäbe es den PiZero hier zu Lande irgendwo für 5€ zu kaufen würde ich gleich 4 Stück mitnehmen für verschiedene Projekte. Das macht man halt nicht so schnell bei Platinen, die 40€ kosten.

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Stefan
Stefan

"Eines der Argumente, die Schmidt vorbrachte lautete, dass es für die Konkurrenz enorm schwierig sei, gegen ein günstiges Produkt anzukommen."

Ist das nicht ein ziemliches Quatschargument für eine gemeinnützige Stiftung? Die haben nicht Marktführerschaft als Ziel.

Sinnvollere Argumente für den Zero wären, dass man so die Zielgruppe von Schülern vergrößert, die sich sowas leisten können, bzw. dass man mit gleicher Spendensumme mehr Schüler erreichen kann, bzw. dass man durch die dadurch höheren Stückzahlen günstigere Fertigungspreise hinkriegt.

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Simon Kraus
Simon Kraus

Hi t3n,

habt ihr eventuell nen Rat von welcher Bezugsquelle man den PiZero möglichst effizient beziehen könnte?

Man sucht sich dumm und dämlich im Netz.

Beste Grüße aus Dresden,
Simon

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