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Google schmeißt AdBlock Plus aus dem Play Store

hat die Android-Applikation aus dem entfernt. Der offizielle Grund: Ein Verstoß gegen die unterzeichneten Vereinbarungen. Offenbar sind auch andere Werbeblocker wie Adaway und Adfree betroffen.

Google schmeißt AdBlock Plus aus dem Play Store

Die Browser-Erweiterung und Android-Applikation AdBlock Plus wurde mehr als 200 Millionen Mal heruntergeladen, schreiben die Macher. Mehr als 16.000 Bewertungen im Chrome Web Store und mehr als 5.000 Bewertungen im Play Store hatten sich mittlerweile angesammelt, ein Großteil davon positiver Natur. Jetzt hat Google die Android-Applikation aus dem Play Store geschmissen.

AdBlock Plus: Verstoß gegen Googles Bestimmungen

Die Begründung seitens Google ist simpel: Man beruft sich auf Sektion 4.4 des „Developer Distribution Agreement“. Dort heißt es: „Sie dürfen im Hinblick auf Android Market keine Handlungen […] vornehmen, durch welche Geräte, Server, Netzwerke oder sonstiges Eigentum oder sonstige Dienstleistungen von Dritten beeinträchtigt, gestört oder beschädigt werden“. Da Android-Entwicklern sowie Google durch den Werbeblocker Einnahmen verwehrt bleiben, verstößt AdBlock Plus gegen oben zitierten Absatz. Die Entwickler des Werbeblockers wurden am heutigen Mittwoch über die Sperrung informiert, so VentureBeat.

Google findet den Eintrag im Play Store noch, doch dort wurde AdBlock Plus am heutigen Mittwoch gelöscht.

Neben AdBlock Plus sind auch andere Werbeblocker betroffen, darunter Adaway und Android Adfree. Auf der Projekt-Website von AdAway rufen die Entwickler zur Installation von F-Droid auf, „der offenen Alternative zu Google Play“. Heise merkt an, dass die Installation der Werbeblocker weiterhin möglich ist. Hierfür müssen Android-Nutzer die Installation von Programmen über externe Plattformen zulassen, ein Schritt den vermutlich nur wenige Nutzer gehen werden. AdBlock Plus ist noch im „Chrome Web Store“ verfügbar, dort gelten allerdings die gleichen Bestimmungen. Ob Google auch hier tätig wird, bleibt abzuwarten.

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10 Antworten
  1. von Christian am 14.03.2013 (15:58 Uhr)

    "...sowie Google durch den Werbeblocker Einnahmen verwehrt bleiben"

    Das dürfte doch als Grund ausreichen, oder?

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  2. von so.ro am 14.03.2013 (16:22 Uhr)

    Google macht sich dieser Tage wieder mal extrem viele Freunde.

    Was wird als nächstes abgedreht? Gmail?

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  3. von Heiko am 14.03.2013 (16:32 Uhr)

    Ist ne richtige Entscheidung. Nichts gegen Werbeblocker die vor irgendwelchen Popup-Bannern schützen. Aber wer von den (geringen) Einnahmen aus ein paar Ad-Blocks eine Website (App) bestreitet, die dann durch allzu restriktive Blocker gesperrt werden... dann würde ich es als Betreiber auch nicht supporten. Bei zu viel Werbung in einer App gibt's nur eh nur eins: löschen...

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  4. von Tom am 14.03.2013 (16:40 Uhr)

    ... oder die meist ebenfalls häufig vorhandene AdFree-Version kaufen. Aber soviel Euro bzw. Cent wollen die meisten dann doch nicht ausgeben ...

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  5. von Frederik am 14.03.2013 (17:25 Uhr)

    Dann läd man sich nun halt eine .apk von Hersteller selbst. Sollte auch keinem weh tun

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  6. von ottonormal am 14.03.2013 (17:29 Uhr)

    @ Frederik: Ottonormal-Smartphone-User weiß doch sicher nicht mal im Ansatz, wie man sowas macht.

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  7. von Marvin am 14.03.2013 (17:32 Uhr)

    Sowas habe ich aus Fairness ohnehin nie nutzen wollen. Gute Entscheidung, stand ja auch so geschrieben in den Nutzungsbedingungen vom Play Store. Installation wäre jat trotzdem noch möglich...

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  8. von Daniel am 14.03.2013 (19:51 Uhr)

    Finde ich persönlich gut, so wird das Netz auch weiterhin Kostenfrei bleiben. Den wer Werbung nutzt, unterstützt keine Seite, den irgendwo muss das Geld ja her kommen.

    In diesem Sinne ein +1 für Google.

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  9. von ottonormal am 14.03.2013 (22:13 Uhr)

    @Marvin: Du lässt Dich also gerne mit nervtötender Werbung zubomben?
    Ich finde manche Seiten werden durch Werbung unbenutzbar / unlesbar.

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  10. von Ads und blocken am 14.03.2013 (23:52 Uhr)

    Wie so oft ist das Problem diffiziler als in den Mainstream-Medien dargestellt ...

    Der Unterschied zu werbeverseuchten Webseiten im Browser am Desktop ist, das die Apps auch Werbung anzeigen und sich dadurch finanzieren. Die Frage ist also, ob die Blocker auch inGame/inApp-Werbung filtern oder nur Werbung im Browser oder Email-Programm.
    Das ist ein sehr relevanter Unterschied zum normalen Ad-Blocking.

    Die guten Apps sind schlank und laden keine 10 Megabyte pro Wischgeste am Handy per EDGE oder UMTS nach weil man in USA ja überall kostenloses WiFi hat und Traffic beliebig vorhanden ist und Traffic-Sparen vielleicht als rückständig gilt. So gesehen gönne ich denen den Werbe-Platz am Screenspace wenn ich die App kostenlos nutzen kann.

    Bei Webseiten hingegen nutze ich AdblockPlus, diese Javascript-Kontrolle und Ghostery.


    Wenn Google Chrome mit Werbeblocker ausliefern würde, würden vermutlich viele Firmen herumklagen das Google angeblich böse wäre weil die Text-Werbung in den Google-Suchergebnissen (das was vermutlich Google reich gemacht hat) NICHT gefiltert wird, aber die Besucher beim Klick auf die Suchergebnisse die Gif-Werbe-Bilder usw. weggefiltert bekommen und daher die Einnahmen wegbleiben.
    Also kann Google wohl eher schlecht Adblock in Chrome einbauen und man muss es selber nachrüsten.
    Bisher meinten die Webdesigner allerdings oft genug, das nur eine Minderheit Ads Blocken würde.

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