Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Keine Gnade: Google straft wieder zwei deutsche Linknetzwerke ab

    Keine Gnade: Google straft wieder zwei deutsche Linknetzwerke ab

Linknetzwerke.  (Grafik: thanawong/iStock)

Google hat bestätigt, Maßnahmen gegen ein deutsches und ein europäisches Linknetzwerk eingeleitet zu haben. Damit setzt das Unternehmen seinen Kampf gegen die Vermittler von unnatürlichen Links fort.

SEO: Googles Matt Cutts spricht sich erneut gegen Gastartikel zum Linkbuilding aus. (Foto: Michael Dorausch / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
Linknetzwerke abgestraft: Googles Webspam-Chef Matt Cutts hatte deutsche SEOs schon im Februar 2014 vor dem Einsatz von bezahlten Links zur Verbesserung des Rankings gewarnt. (Foto: Michael Dorausch / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Google straft erneut deutsche Linknetzwerke ab

Googles Webspam-Team scheint sich derzeit verstärkt mit der Linkqualität in Deutschland zu beschäftigen. Nachdem die Suchmaschine im Februar beziehungsweise März 2014 zwei nicht genannte Agenturen und den selbsternannten Spezialvermarkter efamous wegen der Unterhaltung eines Linknetzwerkes abgestraft hatte, sind jetzt zwei weitere Netzwerke ins Visier der Suchmaschine gerückt. In einem Beitrag auf Google+ bestätigte Johannes Mehlem vom Search-Quality-Team des Unternehmens, dass gegen ein deutsches und ein europäisches Linknetzwerk Maßnahmen ergriffen wurden.

Zwar nannte der Google-Mitarbeiter keine Namen, dennoch gehen derzeit einige Branchenspezialisten davon aus, dass es sich bei den abgestraften Websites um Mitglieder von Rankseller und Teliad handelt. Beide sind unter ihren jeweiligen Namen nicht mehr in den Suchergebnisse von Google zu finden. Rankseller soll gegenüber OnlineMarketing.de bestätigt haben, dass der eigene Webauftritt des Unternehmens abgestraft wurde. Weitere Maßnahmen hätte der Suchgigant gegen den Anbieter jedoch nicht getroffen, weswegen seine Kunden davon nicht betroffenen seien.

Update vom 19. August 2014: Laut Teliad gab es nur bei einem Prozent ihrer Kunden merkliche Bewegungen im PageRank. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor, die t3n vorliegt. Zwar sei die Domain Teliad.de und ihre internationalen Varianten betroffen, aufgrund der anonymen Natur ihres Angebots hätten die Google-Maßnahmen jedoch kaum einen merklichen Effekt auf die Kunden des Unternehmens.

Google: Bezahlte Links verstoßen gegen die Richtlinien des Suchanbieters

Google hat deutlich gemacht, dass der Hinweis von Matt Cutts an deutsche SEOs vom Februar 2014 keine leere Drohung war. Wer als Käufer oder Verkäufer mit einem der Linknetzwerke Geschäfte gemacht hat, sollte ein wachsames Auge auf Googles Webmastertools haben. Wenn euch der Suchgigant einen Hinweis auf manuelle Maßnahmen wegen unnatürlicher eingehender beziehungsweise ausgehenden Links sendet, wird es Zeit aktiv zu werden und entsprechende Schritte zur Entwertung des Links einzuleiten.

Linknetzwerke bieten eine schnelle Möglichkeit zum Linkbuilding. Aber sie verstoßen gegen Googles Richtlinien, da sie eine ungewollte Manipulation des Rankings bewirken. Da der Suchgigant bereits seit geraumer Zeit gegen unnatürliche Links vorgeht, sind die Maßnahmen gegen die zwei Linknetzwerke nur logisch. Es bleibt abzuwarten, ob es in naher Zukunft noch weitere Anbieter treffen wird.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Android

21 Reaktionen
Florian vom OnpageDoc
Florian vom OnpageDoc

Der Einwand von Alex klingt interessant und ist so definitiv richtig. Die beiden Anbieter haben keine Linknetzwerke betrieben und keine Backlinks selber verkauft. Sie animieren höchstens unter anderem auch dazu, gegen Google´s Richtlinien zu handeln - mehr eigentlich nicht. Viele Kunden dieser Portale haben Links per nofollow gekauft und somit gegen keine Richtlinie von Google verstoßen und den Sinn des Blogmarketing nicht unbedingt als "aktive Ranking-Beeinflussung" gesehen. Wie ich auch schon in einem anderen Kommentar erwähnt habe: Die Vorgehensweise von Google gegen die beiden Anbieter ist schon heftig, zu mal Google auch nicht alle Richtlinien und Gesetze so ernst nimmt wie sie es von uns erwarten.
Ich persönlich wünsche den Betreibern von Rankseller und Teliad, dass sie ihr Dienstleistungsangebot mit einer intelligenten Anpassung an die Google Regeln weiterhin erfolgreich betreiben können und keinen all zu großen wirtschaftlichen Schaden haben.
Und eines muss uns auch bewusst sein: Wären Backlinks tot / wertlos / scheiße usw., würde Google nicht so einen Aufwand betreiben um SEO´s & Co. so zu beeinflussen. Selbst aggressives Verlinken mit "harten" Ankertexten funktioniert heute immer noch und Google wird es schwer haben, das zu unterbinden, außer sie ändern den Algo so gravierend wie es Yandex in Russland getan hat. Das wird aber nie passieren.

Antworten
Alex
Alex

Danke Florian ... genau meine Meinung!

Antworten
Lars Budde

Hallo Florian,

da hast du recht, weshalb ich die ursprüngliche Formulierung aufgrund seines Kommentars angepasst habe.

Aktuell steht nirgendwo in diesem Artikel, dass eines der beiden Unternehmen eine Netzwerk betreibt. Sollte ich mich irren, korrigiere ich das gerne.

Viele Grüße,
Lars

Antworten
Frank
Frank

Klasse, ich finde super, dass Google diesen SEO SPAM Dreck das Leben schwer macht. Es nervt einfach nur, dass jeder Rotz mit SEO hochgepuscht wird.

Rotz bleibt Rotz, egal wie man ihn bewirbt. Gute Seiten und gute Inhalte funktionieren auch ohne diesen Mist.

Ganz ehrlich... wenn man die letzten Jahre zurückblickt war SEO immer nur SPAM... und wird es auch bleiben.

Antworten
Molly
Molly

Bin bie Teliad und mein Pagerank ist von 4 auf 0 gerutscht. Hatte mich gewundert warum und weshalb, jetzt weiß ich es.

Kann mir jemand sagen, was man dagegen tun kann? Bin gerade total ratlos und weiß nicht recht weiter.

Antworten
Robert
Robert

Soll google doch Links komplett aus der Wertung nehmen und gänzlich auf alle anderen bauen, ein link sagt heute ja kaum noch was aus das wissen doch alle.

Antworten
Gerhard Ackermann
Gerhard Ackermann

Viel Gefasel, keine Erläuterung um welches Problem es sich konkret handelt.
Ausgesprochen schlechter Artikel. Abstrafung/Linknetzwerk/DochKeines/...
t3n braucht anscheinend Lektoren. Warum das dann auch noch von Xing empfohlen wird???

Antworten
Lars Budde

Hallo Gerhard,

was genau meinst du? Wir liefern nachträglich gerne eine Erläuterung.

Viele Grüße,
Lars

Antworten
Gerhard Ackermann
Gerhard Ackermann

Rasche Reaktion und Bemühung - Hochachtung!
Erläutere bitte den p.t. Gästen hier was denn diese "bösen link Firmen" wie auch immer sie nun wirklich genau genannt werden sollten tun und was daran Google so stört, zumindest ein link wo darauf näher eingegangen wird ist doch zu erwarten, es kann nicht vorausgesetzt werden, dass jeder weiss, was solche Firmen treiben.

Lars Budde

Du hättest dir mehr Erklärung gewünscht? Das ist Kritik, mit der wir arbeiten können. Danke!

Edit: Hier ein Beitrag von Google, der die aktuellen Maßnahmen erläutert: http://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2014/02/unnatuerliche-links-antraege-auf-erneute-ueberpruefung.html

Rainer
Rainer

Finde ich gut, dass Google etwas gegen die gekauften Linknetzwerke unternimmt. Klasse, weiter so.

Antworten
Knuddel
Knuddel

Verdammte Axt! ich empfehöle die Suchmaschine Ixquick.com.
Dort kann man die zensierten Seiten nach wie vor an erster Stelle der Suchergebnisse sehen:

"SEO optimization with Link Building & Blog Marketing | teliad.com"

Antworten
Fabian
Fabian

@Alex.

Es ist nur komisch das Rankseller, dass Risiko bekannt war Follow-Links zu verkaufen und das seit Anfang an:

http://www.selbstaendig-im-netz.de/2012/01/31/suchmaschinen/linkaufbau-gegen-geld-in-zeiten-von-panda-und-co-interview-mit-seolista/

Antworten
Alex
Alex

@Fabian

Was ist daran komisch? Natürlich ist es den Betreibern bewusst, dass es ein Risiko ist, Follow-Links zu verkaufen. Das sollte auch jeden Nutzer dieser Dienste bewusst sein. Aber nochmals zum besseren Verständnis: Weder rankseller noch Teliad verkaufen Links! Es sind die Publisher, welche diese Verkaufen - also die Blog- und Magazin-Betreiber! Die Dienste vermitteln nur den Kontakt zwischen Publishern und denjenigen, die die Publisher für Advertorials buchen. Egal ob Richtlinienkonform oder nicht.

Antworten
Daniel
Daniel

Das war doch bestimmt die Denise :) die du da Zitierst :D

Antworten
Alex
Alex

Es macht mich so sauer, was ich hier manchmal lese! Ich halte t3n eigentlich für kompetent, aber dass nicht mal ihr kapiert habt, dass es sich bei den abgestraften Diensten NICHT um Linknetzwerke handelt, gibt mir zu denken. Hier sind unabhängige Publisher am Werk.
Diese Dienste sind Vermittlungsplattformen, welche einfach nur zwei Parteien zusammenbringen. Was diese Parteien dann untereinander treiben bleibt doch Ihnen überlassen. Ob sie sich an die Google Webmaster-Richtlinien (was noch nicht das Gesetz ist ;) ) halten oder nicht, liegt nicht in der Gewalt dieser Vermittler.
Wir haben zum Beispiel ein sehr gutes Publisher-Portfolio bei einem der Anbieter. Unsere meistgebuchten Produkte sind klassische Advertorials im Sinne der Google Webmaster-Richtlinien. Alle unsere Publikationen sind völlig unabhängig voneinander ... also KEIN Netzwerk!
Der Trend vom nicht gekennzeichneten Werbeartikel mit follow-Link ist schon lange spürbar zurückgegangen. Wenn das doch mal gefordert wird, sind entsprechende Artikel von hoher Qualität mit Mehrwert für die Leser, bei denen der follow-Link auch durch qualitativ hochwertige Inhalte hinter dem Linkziel gerechtfertigt ist ... jedenfalls ist das bei uns so! :)

Wer es anders macht ... hat nicht aufgepasst!

Ein Zitat einer Kollegin möchte ich hier noch loswerden: "aber mitm linkkauf isses eh wie mit Pornos - jeder schaut/kauft, aber keiner gibts zu"

Antworten
Lars Budde

Hallo Alex,

ich verstehe deine Aufregung, natürlich handelt es sich bei den beiden Publishern nicht um klassische Linknetzwerke. Wie du sagst: Es sind Vermittlungsplattformen. Wir haben uns an der Stelle falsch ausgedrückt und diesen Fehler jetzt korrigiert. Vielen Dank für deinen Hinweis!

Ein Unternehmen kann per se kein Linknetzwerk sein, korrekt bleibt aber, dass es durch seine Dienstleistungen einen guten Nährboden für Linknetzwerke bieten kann. Das ist letztlich der springende Punkt. Ich hoffe, das ist jetzt deutlicher.

Viele Grüße,
Lars

Antworten
Alex
Alex

Hallo Lars,

vielen Dank für dein Feedback.
Allerdings lese ich in den Artikel immer noch von "Linknetzwerk" in der Headline und im Artikel selbst, obwohl du ja schreibst "natürlich handelt es sich bei den beiden Publishern nicht um klassische Linknetzwerke". Auch ist es einfach falsch zu sagen, es sich bei beiden um Publisher handelt. Es sind VERMITTLER - keine Publisher oder Linknetzwerke!!! Die Publisher sind hier immer die Blogger oder Magazin-Betreiber, welche ALLE unabhängig voneinander sind. Denn JEDER der einen Blog betreibt kann sich bei diesen Diensten anmelden und seine Publikation über diese Dienste vermarkten. Wie er/sie das tut, bleibt ihm selbst überlassen.
Natürlich kann nun ein Publisher hier auch sein Linknetzwerk zur Vermarktung anmelden, doch jeder halbwegs intelligente SEO/Advertiser sollte solche doch auch erkennen können.
Es liegt also nicht in der Hand der beiden Anbieter, sondern in denen der Publisher selbst!

Beste Grüße,
Alex

Lars Budde

Hallo Alex,

selbstverständlich steht dort auch weiterhin „Linknetzwerk“, genau das ist es ja. Wir sind uns doch einig: Es wurden zwei Linknetzwerke abgestraft, oder?

Ich habe diesen Begriff nur im direkten Zusammenhang mit den zwei Unternehmen entfernt. Denn, wie bereits geschrieben: Ein Unternehmen kann kein Linknetzwerk sein.

Im Artikel ist nirgendwo von Publishern die Rede. Meinen Kommentar zu korrigieren, halte ich für überflüssig.

Viele Grüße,
Lars

Alex
Alex

Hi Lars,

nein, es wurden keine „Linknetzwerke“ abgestraft, genau das ist es ja, was falsch an dieser Meldung ist. Google hat lediglich die Seiten der Betreiber aus dem Index genommen - wahrscheinlich um, wie schon im Februar, Panik unter den SEOs zu verbreiten. Die 1%-1,5% der Seiten, welche sich über diese Anbieter vermarkten und eine "abstrafung" erleiden mussten, können ihre Penalty auch aus völlig anderen Gründen bekommen haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es jeden Monat einen solchen Prozentsatz an Seiten gibt, die abgestraft werden ... warum auch immer. Doch es kommen auch immer mehr Publisher bei diesen Anbietern hinzu wo die Qualität noch stimmt!

Viele Grüße,
Alex

Lars Budde

Hallo Alex,

sei mir nicht böse, aber wenn wir eine Meldung bringen, die auf einem Beitrag basiert, der explizit von „Linknetzwerken“ spricht, dann verwenden wir diesen Begriff. Er wurde so auch auf allen anderen großen Seiten verwendet, aus gutem Grund.

Pass auf, hier mein Angebot: Wenn du so vehement gegen die Verwendung dieses Begriffs bist, erklär mir deine Gründe am Telefon. Wenn man dich nicht durchstellen will, sag einfach, ich hätte darum gebeten.

Viele Grüße,
Lars

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen