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Google verzichtet auf SPDY und setzt auf HTTP/2

Google verzichtet auf SPDY und setzt auf HTTP/2

Nach rund fünf Jahren verabschiedet sich wieder von seinem eigenen Übertragungsprotokoll SPDY und unterstützt künftig den offenen Standard HTTP/2.

Google verzichtet auf SPDY und setzt auf HTTP/2

Google unterstützt HTTP/2. (Bild: google.com)

HTTPS
Google: Volle Unterstützung für HTTP/2. (Foto: hakandogu - Fotolia.com)

Vor rund fünf Jahren hat Google mit SPDY („speedy“) ein eigenes, experimentelles Netzwerkprotokoll vorgestellt. Ziel war es, gegenüber dem seit 1999 (Version 1.1) nicht mehr groß veränderten Standard HTTP die Latenzzeiten zu verringern und die Sicherheit zu verbessern. Jetzt hat Google angekündigt, angesichts der Fortschritte bei HTTP/2 künftig ganz auf das neue Netzwerkprotokoll setzen zu wollen.

„Hallo HTTP/2, auf Wiedersehen SPDY”

„Chrome hat SPDY seit Chrome 6 unterstützt, seither sind die meisten der Vorteile aber in HTTP/2 vorhanden, sodass es Zeit ist, auf Wiedersehen zu sagen“, lässt Google wissen. Ab Anfang 2016 werde die Unterstützung von SPDY in Chrome beendet, auch die TLS-Erweiterung NPN wird dann nicht mehr unterstützt. Browser-Entwicklern empfiehlt Google nachdrücklich, sich auf HTTP/2 und ALPN zu konzentrieren.

Google will die HTTP/2-Unterstützung nach eigenen Angaben mit Chrome 40 in den kommenden Wochen ausrollen. In HTTP/2 finden sich einige wichtige Features wie das Multiplexing, also das Zusammenfassen mehrerer Anfragen, um sie über eine Verbindung abwickeln zu können, oder die Priorisierung und die Header-Komprimierung, deren Grundlagen bereits in SPDY gelegt wurden. SPDY wird mittlerweile von vielen Browsern, neben Chrome auch von Firefox und Safari, unterstützt. Die Browser-Entwickler haben dank der Ankündigung jetzt genug Zeit, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.

via arstechnica.com

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