Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

Anschnallen und festhalten: Google stellt sein erstes selbstfahrendes Auto vor

    Anschnallen und festhalten: Google stellt sein erstes selbstfahrendes Auto vor
Ein Beispiel für intelligente Maschinen: Googles selbstfahrender Zweisitzer.

Nach jahrelangem Testen ist es soweit: Google verwendet nicht mehr fremde Fahrzeuge für die Entwicklung eines automatisierten Verkehrssystems, sondern hat jetzt einen eigenen Pkw entwickelt. Der Zweisitzer soll „so rasch wie möglich“ auf den Straßen fahren.

Google-Auto ohne Lenkrad und Bremse

Beinahe vier Jahre nach dem Start des „Google Driverless Car“-Projekts stellte Gründer Sergey Brin  am Dienstag bei der Tech-Konferenz „Codecon“ eine der wohl wichtigsten Produktneuheiten der Konzerngeschichte vor: Das intern entwickelte selbstfahrende Auto. Bislang testete das Entwickler-Team seine Fahrsteuerung bei den Fahrzeugmodellen Toyota Prius, Audi TT und Lexus RX450h.

Davon empanzipiert sich der Suchmaschinenriese jetzt mit seinem Prototypen. Das Fahrzeug ähnelt einem Smart-Car, hat aber abgesehen von der Größe wenig Ähnlichkeiten. Es verfügt über kein Lenkrad und keine Gas- und Bremspedale. Der Zweisitzer wird über einen Knopf zwischen den beiden Passagiersitzen gestartet, ein Bildschirm zeigt die aktuelle Route an. Elektronische Sensoren können den Straßenverkehr in allen Richtungen mehr als 180 Meter weit beobachten. Durch das kompakte Design ergibt sich eine 360-Grad-Sicht ohne blinde Flecken, verspricht Projektleiter Chris Urmson. Einen Rückspiegel hat das Google-Auto nur, weil es das Gesetz in Kalifornien verlangt.

Mitarbeiter als Testfahrer

Die Leistung des Pkws ist noch überschaubar. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 Meilen pro Stunde. Damit dürfen die automatisierten Autos zumindest in den meisten Stadtzonen unterwegs sein, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung 35 Meilen pro Stunde beträgt.

Google will sein selbstfahrendes Verkehrsmittel „so rasch wie möglich“ auf die Straßen bringen. Von einem Autohersteller in Detroit, den der Auftraggeber nicht verrät, lässt das Unternehmen vorerst 100 Stück anfertigen. Diese sollen vor allem von Mitarbeitern getestet werden und auch die Corporate-Busse, die zwischen San Francisco und dem Firmenstandort Mountain View pendeln, entlasten.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Android

4 Reaktionen
Hoffentlich bald
Hoffentlich bald

Bei CNBC sagte ein Asiate das dann die Leute keine eigenen Autos mehr bräuchten und gigantische Flächen frei werden weil weniger Parkhäuser gebraucht werden. Die Autos sind wie eine Cloud und man steht an der Straße mit dem Handy und kriegt dann ein Auto oder fährt irgendwo mit. 24 Stunden am Tag. Was soll aus den Taxifahrern werden ? Das sollte man heute schon einplanen.
Für BMW usw. ist das nicht so relevant weil die reichen Leute immer noch PKW haben werden. Aber die Masse wird in der CarCloud mitfahren und die Normalen PKW entfallen dann sehr. Und die Autohersteller die in der letzten Rezession schon mit der Abwrackprämie subventioniert werden mussten, werden wieder Probleme kriegen aber sich kaum erholen weil vielleicht nur noch 10% der Privat-Wagen benötigt werden während Gewerbe-Fahrzeuge etwa gleich viel bleiben. Das führt dazu, das Benzin-Tankstellen auf Strom umstellen müssen und es in vielleicht 10 Jahren nach Verfügbarkeit con Google-Car vermutlich fast nur noch Diesel-Tankstellen gibt.

Hoffentlich kommt es wirklich schnell. Auf updatebares Android warten wir immer noch. Google Glass gibts immer noch nicht für die Masse und viele weitere Google-Projekte sind eingestellt worden.

Antworten
Peter P
Peter P

@Christian: ich bin mir ziemlich sicher, dass die Elektronik deutlich schneller auf Hindernisse reagieren kann als ein Mensch. Die Frage ist eher, ob Hindernisse auch wirklich *zuverlässig* erkannt werden. Ein kleiner Bug könnte verheerende Folgen haben.

Interessant wäre es, welche Sensordaten vom Auto nicht nur verarbeitet, sondern auch gespeichert und ggf. sonstwohin übertragen werden. Seriell produzierte mobile Datensammelmaschinen sind ja geradezu ein Traum für jeden Überwachungsstaat.

Antworten
Christian
Christian

Auf einem leeren Parkplatz geradeaus zu fahren ist bestimmt keine grosse Kunst ;) Das fehlende Lenkrad und Gas- und Bremspedale ist auch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Weiß ja nicht was das Auto für Reaktionszeiten hat, wenn z.B. ein Kind auf die Straße rennt.

Antworten
Johannes
Johannes

Die Gesetzte in Kalifornien schreiben einen Rückspiegel vor, aber kein Bremspedal :-)?

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen