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Google Street View: Blick in die Todeszone nach Fukushima-Katastrophe

Bisher waren Bilder aus der evakuierten Zone rund um das vor zwei Jahren zerstörte AKW Fukushima aus nachvollziehbaren Gründen selten. macht es jetzt möglich, dass jeder vom Sofa oder Schreibtisch aus einen sicheren Blick in die Straßen der verlassenen Stadt Namie werfen kann.

Google Street View: Blick in die Todeszone nach Fukushima-Katastrophe

Google Street View: Stadt nach Fukushima-Unglück

Anfang März, also rund zwei Jahre nach der Katastrophe, ließ Google eines seiner Street-View-Autos durch die Straßen von Namie, 20 Kilometer nördlich der Atomanlage Fukushima, fahren und Panorama-Aufnahmen machen. Das Ergebnis kann sich jetzt jeder vom eigenen Rechner ansehen. Was für die allermeisten User vor allem ein unheimlicher Einblick in eine verlassene Stadt ist, bietet den insgesamt 21.000 ehemaligen Einwohnern von Namie auch die Möglichkeit, sich ihre Stadt anzuschauen und sich zu erinnern, wie Engadget berichtet.

Google Street View macht das Grauen in der Todeszone nach der Fukushima-Katastrophe deutlich.

Auf den teils erschütternden Aufnahmen sind zerstörte Gebäude zu sehen, menschenleere Straßen und Fischerboote, die die Tsunami-Welle mehrere Hundert Meter ins Landesinnere getragen hat. Während vielerorts in Japan die Aufräumarbeiten voranschreiten, stehe in Namie die Zeit still, erklärt Bürgermeister Tamotsu Baba. Weil die Stadt aufgrund der Nähe zum zerstörten AKW Fukushima unbewohnbar ist, hätten in den vergangenen zwei Jahren nur kurze Einsätze absolviert werden können, berichtet Baba in einem Beitrag für den Google-Blog. Der Bürgermeister hofft, dass die Bewohner der Stadt eventuell irgendwann in ihre Stadt zurückkehren können.

Mit den Bildern aus der für den normalen Menschen unzugänglichen Zone unweit von Fukushima zeigt Google einmal mehr die Kraft der von den Street-View-Autos aufgenommenen und zum Durchforsten bereitgestellten Aufnahmen. Bereits jetzt kann man per Google Street View virtuell die Antarktis durchwandern, den Südpol erkunden oder ein abgelegenes Inuit-Dorf in der Arktis kennenlernen.

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Eine Antwort
  1. von Mario am 28.03.2013 (16:11 Uhr)

    Solange der Fahrer dafor keine deutschen Medien konsumiert hat, wird ihm bei den derzeitigen Strahlenwerten in Fukushima nichts passieren. Das sieht Claudia Roth zwar anders, ist aber Fakt.

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