Google trifft TYPO3

Im Rahmen eines USA-Aufenthalts im Silicon Valley traf Kian T. Gould, Geschäftsführer der deutschen TYPO3-Agentur AOE media, auf Googles Open-Source-Leiterin Leslie Hawthorn.

Leslie Hawthorn ist neben Chris DiBona Program Manager Open Source bei Google und unter anderem verantwortlich für Googles Summer of Code, für den der Suchmaschinenriese inzwischen mehr 10 Millionen Dollar investiert und zur Verfügung gestellt hat.

Zustande gekommen war das Meeting aufgrund eines E-Mail-Verkehrs rund um die Open Source Awards, die jährlich von , O'Reilly und Sourceforge ausgeschrieben werden. Inhaltlich ging es bei dem Treffen darum, Google das in Europa weit verbreitetete Open Source CMS TYPO3 näher zu bringen und die Entscheidungsträger für die Teilnahme von beim Summer of Code 2009 zu sensibilisieren.

Kian T. Gould demonstrierte TYPO3 anhand einer für Cisco Systems implementierten TYPO3-Instanz. Nach einer kurzen Tour durch das Backend von TYPO3 war Leslie Hawthorn sehr interessiert und überrascht, dass sie von solch einem leistungsfähigen CMS noch nie etwas gehört hatte. Gefragt nach den Gründen dafür, dass TYPO3 in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge nicht zum Summer of Code zugelassen wurde, ließ sie durchblicken, dass dies primär auf die große Unbekanntheit von TYPO3 in den USA zurückzuführen ist. Gleichzeitig gab Leslie Hawthorn dem TYPO3-Projekt Tipps, wie eine Bewerbung im nächsten Jahr erfolgreich verlaufen könnte, unter anderem folgende:

  • Ruft die TYPO3 Geeks und Nutzer in den USA dazu auf, sich stärker zu verbünden und zu kooperieren.
  • Seid auf Open-Source-Messen als Aussteller präsent.
  • Die TYPO3-Community sollte gemeinsam einen ordentlichen Antrag für den Summer of Code verfassen, in dem große TYPO3-Referenzen in den USA und weltweit genannt werden.
  • Zeigt die wahre Größe von TYPO3 in Bezug auf Community und Features auf.

Auch auf dem diesjährigen LinuxTag gab es Berührungspunkte zwischen Google und TYPO3. Cat Allmans, ebenfalls aus Googles Open Source Team, stellte den Google Summer of Code in einem umfangreichen Vortrag vor. Sie schien auf Nachfrage aus dem Publikum TYPO3 nicht zu kennen, versicherte aber ein offenes Ohr für das Projekt zu haben. Allmans gab im Rahmen des Vortrags bekannt, dass sich im Jahr 2008 7.100 Studenten beim Summer of Code angemeldet haben, wovon 1.125 akzeptiert wurden. 809 Mentor-Organisationen stammen aus den USA, Deutschland stellt mit 204 Mentoren die zweitgrößte Gruppe. Dabei kommen 296 Studenten aus den USA, 87 aus Indien und 69 aus Deutschland. Alle am diesjährigen Event beteiligten Organisationen sind auf der Summer of Code Startseite zu finden.

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10 Antworten
  1. von PechGehabt 11.06.2008 (11:06Uhr) 1.

    Google will halt alles immer mundgerecht serviert haben...

  2. von olivier.dobberkau.dkd.de 11.06.2008 (12:31Uhr) 2.

    Da bin ich mal gespannt.

  3. von andylenz77 11.06.2008 (14:32Uhr) 3.

    Ich auch! Mit Leslie Hawthorn, Chris DiBona und Cat Allmans kennt jetzt jedenfalls Google gesamte Open Source Chefetage TYPO3.

  4. von tschlaepfer 11.06.2008 (22:12Uhr) 4.

    Super! Gratulation und vielen Dank an Kian... das ist eine Marketing-Initiative in die richtige Richtung! Das Gespräch mit Google direkt in den USA suchen. Das sind ganz wertvolle Tipps. Wer macht mit und setzt diese Tipps in Taten um? Ich bin davon überzeugt, dass nur wer in USA im Open Source Markt bekannt ist, hat auch international Erfolg. Wenn TYPO3 ausserhalb Europas bekannter werden soll, führt kein Weg an den USA vorbei. Ich kann Google gut verstehen: warum sollen sie etwas unterstützen und am GSoC teilnehmen lassen, dass niemand kennt. Das ist die Sicht der Amerikaner. Ich traf Chris DiBona in Zürich vergangenen Herbst und er meinte ganz nüchtern: TYPO3... noch nie etwas davon gehört. Krempeln wir gemeinsam die Ärmel hoch. Wer macht mit?

  5. von andylenz77 12.06.2008 (09:21Uhr) 5.

    Strange! Wir haben mit Chris DiBona in T3N Nr. 6 ein Interview geführt und Ihn konkret auf TYPO3 angesprochen. Das reicht wohl bei weitem nicht und die Kollegen in USA müssen tatsächlich selbst öfter über TYPO3 stolpern.

    Thomas du sagst "Ich bin davon überzeugt, dass nur wer in USA im Open Source Markt bekannt ist, hat auch international Erfolg." Da gebe ich Dir total recht und es ist absolut notwendig alle potentiellen USA lastigen TYPO3 Ressourcen zu bündeln um ein Team zu formieren. Im ersten sollte wir uns in irgend einer Form virtuell organisieren. Dazu sollten wir Google Groups, Basecamp, amazee oder Mixxt nutzen. Ich werde mir die Systeme in den nächsten Tagen mal ansehen und dann einladen. Gibt es weitere Ideen? Es gab ja sogar mal ein Internationales Marketing Team...

  6. von sasser 15.06.2008 (00:49Uhr) 6.

    finde ich aber sehr merkwürdig, dass die davon noch nie was gehört haben..

  7. von virtualmachine 17.02.2010 (23:18Uhr) 7.

    Ich persönlich denke, dass Sie wahrscheinlich Besseres zu tun haben.. Vllt. ist die Niesche CMS an sich nicht so bekannt bzw interessant!?

    Google selbst hat in Sachen Open Source doch auch einen anderen Fokus-oder irre ich mich?

    Ich würde Google niemals mit PHP in Verbindung bringen (wenn man vom Zend Framework und verschiedenen APIs absieht). Eher mit Python-gerade dort wurde doch die Entwicklung gepusht und Technologie genutzt.

  8. von Chris 14.05.2012 (11:52Uhr) 8.

    Typo3 ist das schlechteste CMS. Deutsche neigen dazu an einer schlechten Idee deutlich zu lange festzuhalten...so auch bei Typo3. Selbst Contao ist erfolgreicher, international bekannter und weniger anfällig für Hacks. Allein ein kurzer Blick in die exploit-db sollten jeden Admin erschauern lassen, wenn ein gelernter Gestalter sich als Webmaster ausgibt und auf ein Typo3 als CMS pocht.
    Die verschiedenen Zweige von Typo3 und die daraus resultierende völlige Unbrauchbarkeit ALLER Plugins erinnert an die Anfänge von Firefox-Plugins als jedes Update den Verlust wichigster Funktionen zur Folge hatte.

    Es gibt keinen rationalen Grund Typo3 zu benutzen außer der eigenen Unfähigkeit sich in den letzten 10 Jahren auch nur ein einziges Mal umgeschaut und weitergebildet zu haben.
    Typo3 schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

  9. von Florian 14.05.2012 (13:30Uhr) 9.

    @Chris Und welches CMS ist das beste? Bitte lass uns an deiner Weisheit teilhaben.

    TYPO3 ist momentan ein europäisches Phänomen, das ist uns allen bekannt. Das Google außerhalb von den USA nichts kennt ist jetzt nicht besonders verwunderlich. Wenn sich allerdings eine Initiative findet die TYPO3 in den USA nach vorne bringt bekommen die von mir alle Daumen hoch.

  10. von Martina 22.07.2012 (16:57Uhr) 10.

    http://www.frauen-privat.com


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