Patente sind das Schlachtfeld unserer Zeit
Drummond möchte die Öffentlichkeit darüber informieren, dass sich Firmen wie Microsoft, Apple und Oracle gegen das Mobile OS Android zusammen geschlossen haben und gezielt Patente aufkaufen, um dem Betriebssystem Schwierigkeiten zu bereiten. In ungewöhnlich scharfer Form greift er die Konkurrenz an und wirft ihnen vor, eine Art Steuer ins Leben rufen zu wollen, um Android-Verkäufe teurer zu machen.
Laut Drummond scheinen sich die Wettbewerber vor einem kreativen Wettstreit zu fürchten. Anders ist es für ihn nicht erklärlich, dass man mit vermeintlich hanebüchenen Forderungen gegen Android vorgeht. Die Akquisition des Nortel-Portfolios für das viereinhalbfache des eigentlichen Wertes durch die genannten Verdächtigen ist für Drummond Beweis genug, dass der Krieg der Zukunft auf dem Schlachtfeld der Patente geführt wird.
Google ist bereits vor einiger Zeit in diesen Ring gestiegen und konnte jüngst ein Patente-Paket von IBM kaufen. When in Rome, do as the Romans do…
Weiterführende Links zum Thema:
- Apple beantragt Patent zur Gesichtserkennung für iPhones und iPads – à la Android - t3n News
- HTC droht Verkaufsverbot für Smartphones in Deutschland [Update] - t3n News
- Motorola erwirkt Verkaufsverbot für mehrere Apple-Produkte in Deutschland - t3n News
- Apple klagt wieder gegen Samsung – 10 Smartphones und 5 Tablets betroffen - t3n News





![Google will mehrere Nexus-Smartphones mit Android 5.0 direkt anbieten [Bericht]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-388215_google-nexus-tablet_medium.jpg)
12 Answers
von Tim 04.08.2011 (23:29Uhr) 1.
Fights über juristische Wege auszufechten finde ich schlechten Stil und zeugt nicht von großem kreativem Potenzial bei den eigenen Produkten, da gebe ich Drummond recht.
Ansonsten ... wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! :lol:
von Thomas 04.08.2011 (23:47Uhr) 2.
"...patents are no evil per se; they are evil only if they do no social good. They do no social good if they benefit certain companies at the expense of innovation generally."
Lawrence Lessig: "The future of ideas". New York: Vintage 2002
von Roland 04.08.2011 (23:51Uhr) 3.
Google ist doch selber schuld! http://www.golem.de/1108/85466.html
von Oliver 05.08.2011 (00:22Uhr) 4.
Softwarepatente und sehr häufig auch Patente im Algemeinen sind eine der größten Gefahren für Fortschritt und Wohlstand, da sie von großen, wohlhabenden Konzernen genutzt werden, um Wettbewerber zu bedrohen, einzuschüchtern und auszuschalten. Man kann Google vorwerfen, dass sie bei dieser Patentaufrüstung mitgemacht, die im wesentlichen von Firmen wie Microsoft, Apple unnd Oracle angetrieben werden, das ändert aber nichts daran, dass die Kritik von Google's Jurist gerechtfertigt ist. Bleibt nur zu hoffen, dass der Gesetzgeber dieses Wettrüsten beendet. Ansonsten leidet der Wettbewerb und die Innovationskraft und dass muss der Verbraucher am Ende sehr, sehr teuer bezahlen. Den Anwalt von Google als Rechtsverdreher zu bezeichnen, zeugt auch nicht gerade von besonderer journalistischer Kompetenz.
von Sven (Merlin) Wiese via facebook 05.08.2011 (01:22Uhr) 5.
Harter Wettbewerb macht kreativ! Googel hat die Power um das beste aus Android zu machen ... und ich denke noch höchstens zwei Jahre und die zeigen Apple wo der 'ByteCode' hängt ;)
von Google ungewöhnlich deutlich: Der Paten… 05.08.2011 (02:38Uhr) 6.
[...] Weiterlesen bei t3n >> [...]
von tom 05.08.2011 (10:40Uhr) 7.
@oliver
eine kleine Firma, die eine Erfindung auf den Weg bringt und vermarkten möchte kann sich gegen einen größeren Wettbewerber nicht durchsetzen. Nur das Patent bietet einen Rechts- und Investitionsschutz gegen das Faustrecht des Mächtigen... Das Patent schützt vor allem den Kleinen.
Im übrigen gibt es in D keine Softwarepatente, dafür aber Förderprogramme zur Patentbeantragung durch KMU´s.
von Gilly 05.08.2011 (11:16Uhr) 8.
Was Roland sagt. Ich bin Google-Fan, aber die Nummer ist ein Griff ins Klo.
von Oliver 05.08.2011 (11:23Uhr) 9.
@Tom
Ich habe selber schon Erfahrung mit Softwarepatenten gemacht. Ich hatte eine Erfindung, habe sie wegen Trivialität nicht zum Patent angemeldet. Nachdem ich bereits ein Produkt mit der Erfindung publiziert hatte, haben 2 Firmen zu späteren Zeitpunkten jeweils auf meine Erfindung Patente angemeldet. d.h. auf etwas schon Erfundenes wurde wurde später ein Patent gewährt und später an eine weitere Firma auf die selbe Erfindung ebenfalls ein Patent. Soviel zum gesellschaftlichen Nutzen von Patenten.
Patente nutzen nur denen etwas, die die finanziellen Resourcen haben, um die Patentansprüche durchzusetzen und das sind i.d.R. große Konzerne. siehe dazu auch:
http://www.heise.de/tp/artikel/25/25074/1.html
von daily essence: Erweiterungen, Star Treck… 05.08.2011 (16:57Uhr) 10.
[...] reagiert auf Microsofts letzte Antwort: “Patente sind das Schlachtfeld unserer Zeit”, so Herr Drummond, Chef-Anwalt bei Google. Gleichwohl sei man auf Microsoft’s Angebot (Begrüundung) nicht [...]
von tom 05.08.2011 (17:09Uhr) 11.
@Oliver
ich persönlich bin gegen Softwarepatente und sie sind in D ja auch nicht zulässig. Bei Patenten gilt immer die Regel, dass es sich um eine Neuerung handeln muß. Mit anderen Worten: wenn vor 50 Jahren in Alaska jemand die Idee schon hatte, dann gibt es kein Patent. Aber selbst wenn das Patent erteilt wurden sein sollte (weil der Beamte nicht richtig recherchiert hat), so wird ein Gericht anders entscheiden... dass ist schon oft vorgekommen.
ich bleibe bei meiner Meinung: gerade eine kleine Firma die eine Erfindung macht, sollte auch patentieren, da sie sonst keine Chance gegen einen größeren Mitspieler hätte... ich kann mir nicht vorstellen, dass Firmen Geld in die Forschung stecken, wenn die Ergebnisse letztlich kostenlos von jedem genutzt werden können....
von Google möchte 2,25 Prozent von jedem ve… 10.02.2012 (12:43Uhr) 12.
[...] überhöhten Lizenzgebühren gegen Apple vorgeht, überrascht ein wenig. Noch im letzten Jahr hatte Googles Chef-Anwalt David Drummond gegen das Gebaren Apples, Oracles und Microsofts gewettert, durch gezielten Kauf von Patenten [...]