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Google: USA und EU erlauben Motorola-Übernahme

Google: USA und EU erlauben Motorola-Übernahme

Am Montag genehmigte die EU-Kommission nach sorgfältiger Prüfung die Übernahme des Handy-Herstellers Mobility durch den Suchmaschinenprimus . Wenige Stunden später kam auch auch grünes Licht von der verantwortlichen Justizbehörde in den USA, sodass eine weitere große Hürde für die 12,5 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme genommen wurde. Allerdings kündigten die Wettbewerbshüter im gleichen Atemzug an, weiterhin ein Auge auf Googles Gebaren zu behalten.

Google: USA und EU erlauben Motorola-Übernahme

Motorola-Übernahme durch Google bringt keine Monopolsituation

Die EU-Kommission billigte die Übernahme des US-amerikanischen Mobilfunkpioniers durch Google unter Einhaltung einiger Auflagen. Joaquín Almunia, Vorsitzender der Kommission, betonte, dass man nach umfangreicher Prüfung der Akquisition stattgegeben habe, denn durch die Übernahme gehe man nicht von einer Veränderung der Marktsituation aus. Dennoch werde man alle Player auf dem Markt weiterhin sehr streng beobachten, vor allem im Lichte der strategischen Nutzung von Patenten, da sich Google mit der Übernahme von Motorola Mobility ein umfangreiches Patent-Portfolio zugelegt habe.

Darüber hinaus kam die EU-Kommission zum Schluss, dass die Verschmelzung der beide Konzerne in keiner Weise zu einer Monopolsituation für Google/Motorola führe. Denn zum einen verfüge Motorola in Europa nicht über eine so starke Marktposition wie Samsung oder HTC, zum anderen liege es nicht in Googles Interesse, Android exklusiv auf Motorola-Geräten einzusetzen. Das Betriebssystem sei nur deshalb so erfolgreich, weil viele Hersteller es für ihre verwenden.

Google bestätigte die positive Entscheidung der Kommission in einem Blog-Post und erklärte, dass die Übernahme dem Betriebssystem einen Schub geben und für mehr Wettbewerb sorgen werde. Darüber hinaus soll Innovation rascher vorangetrieben werden, die zu einer größeren Auswahl und „wunderbarer User-Experience“ führen werde.

Google darf sich bald auch als Hardware-Hersteller bezeichnen (Foto: brionv / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Google verschafft sich neue Patente für den Krieg gegen Apple und Co.

Im Zuge des weltweit tobenden Patentkriegs zwischen Apple, Microsoft und Herstellern von Android-Smartphones kann sich Google mit dem Kauf nun 17.000 Partente und 6.800 Patentanträge sichern, von denen 18 essentiell für Android seien, so Bloomberg. Hunderte dieser Motorola-Patente bilden die Basis für heutige Mobilfunkstandards wie UMTS. Diese Patente gelten als grundlegende Industriestandards und müssen vom Patenthalter allen Herstellern zu fairen, angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen und Preisen bereitgestellt werden (FRAND: Fair, Reasonable and Non-Discriminatory).

Patenthalter interpretieren die Auflagen zu FRAND-Patenten jedoch sehr flexibel. Jüngst hatten Motorola und Google beispielsweise Lizenzgebühren von Apple in Höhe von 2,25 Prozent des Umsatzes für jedes verkaufte iPhone gefordert, damit der kalifornische Hersteller Motorolas Patente verwenden darf. Dass Google/Motorola damit die Kartellwächter wachgerüttelt haben könnte, ist durchaus möglich. Denn aufgrund eines ähnlichen Falls überhöhter FRAND-Lizenzgebühren wurde gegen Samsung kürzlich eine Untersuchung eingeleitet. Google könnte laut Florian Müller von FOSS-Patents auf ähnliche Probleme stoßen, sofern der Konzern seinen Kurs in Bezug auf FRAND-Lizenzen nicht ändere.

Nichtsdestotrotz hat Google im Patentkrieg gegen Apple und Co. nun eine bessere Ausgangssituation als jemals zuvor. Die übernommenen Patente verleihen Android einen besseren Stand gegenüber den andern großen Playern im mobilen Business.

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Eine Antwort
  1. von Marco am 15.02.2012 (07:56 Uhr)

    Ob es eine „Klatsche“ werden kann, bleibt abzuwarten. Aber dieser Schritt weitet natürlich die Möglichkeiten für Google aus.

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