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Warum Google+ so verdammt clever ist

erzeugt langsam aber sicher einen immer stärkeren Sog, dem man sich bald nicht mehr entziehen kann. Egal, ob man ein Unternehmen im Internet nach vorn bringen will oder ob man sich auf Personal Branding spezialisiert hat: Google+ ist gekommen, um zu bleiben. Und Google+ ist in jedem Fall "leider geil"! Gründe? Folgen hier gleich jede Menge – von unserem Kolumnisten Björn Tantau.

Warum Google+ so verdammt clever ist
Google+

 

Google+: Prominent platziert in der Google-Leiste

Zugegeben, mit abgedroschenen Phrasen ist das so eine Sache. "Leider geil" ist eine solche abgedroschene Phrase. Gleiches gilt für "gekommen, um zu bleiben". Google+ allerdings ist ganz und gar nicht abgedroschen und auch wenn ich es in diesem Jahr auf Konferenzen schon Sätze wie "Google+ IST abgedroschen" oder "zu Google+ wurde schon ALLES gesagt" hören musste, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Macher hier ein sehr cleveres Tool zusammengeschustert haben, das richtig raffiniert ist.

Google+ ist ein Nachzügler

Problem: Google+ hatte einen schwachen Start. Facebook und andere Social Networks waren Mitte 2011 etabliert. Als Google+ an den Start ging, wurde es belächelt. "An Facebook kommt Google+ nicht heran", hieß es. "Google+ ist eine Geisterstadt", sagten viele - auch etablierte Medien. Die Strategie von Google zum Start seines eigenen sozialen Netzwerks war mit Sicherheit an vielen Stellen schlecht geplant und durchgeführt, und man hätte sich einiges an Trouble ersparen können. Ich erinnere an dieser Stelle nur an die völlig überflüssige Diskussion zum Thema "Klarnamen".

Doch kommen wir zu dem, was Google+ erstens "leider geil" und zweitens "clever" macht. Google+ ist ein soziales Netzwerk, das aber einen komplett anderen Ansatz hat, als das zum Beispiel bei Facebook der Fall ist. Rein strategisch könnte man auch Google+ unter anderem zur Erweiterung der eigenen Reichweite nutzen - wenn das nur der einzige Sinn wäre. Facebook hat primär diesen Sinn, denn es ist nicht in einen Verbund eingebunden, wie man ihn bei Google und somit auch bei Google+ hat. Kann Google+ Facebook schlagen? Keine Ahnung, wen interessiert's? Das muss gar nicht sein, denn die Verzahnung von Google+ in immer mehr Google-Dienste macht deutlich, wohin die Reise geht.

"You can run but you can't hide!"

Google +1 Button in Suchergebnissen – nur der erste Schritt in Richtung Vernetzung

Google+ ignorieren? Aus meiner Sicht fahrlässig. Tut man es doch, dann verpasst man diverse Chancen und nutzt zahlreiche Potenziale nicht. Hintergrund: Google ist eine Suchmaschine, die davon lebt, dass die Nutzer mit ihr in vielen Fällen sehr zufrieden sind. Wenn die Suchergebnisse eine bestimmte Qualität aufweisen, dann nutzen die User Google auch weiter. Und um diese Qualität aufrechtzuerhalten, tut Google einiges. Unter anderem Google+ betreiben. Der Vorteil für alle, die mitmachen: Man kann sich schon jetzt positionieren und dafür sorgen, dass man in Zukunft eben nicht auf einen schnell fahrenden Zug aufspringen muss.

Mit Google+ will Google nicht nur ein eigenes sozialen Netzwerk etablieren. Die Zahl von mittlerweile schon 100 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern zeigt ganz nebenbei, dass das Konzept durchaus aufgeht. Und auch wenn das nicht so viele User sind wie bei Facebook - für das eigentliche Ziel von Google, soziale Daten zu bekommen, sind es schon jetzt mehr als genug. Rein statistisch gesehen kann man bei einer so großen Menge an Personen schon ablesen, wofür sich die Masse generell interessiert. Es gibt immer wieder Ausreißer nach oben und nach unten. Der Mittelwert wird sich anpassen. Dieses Prinzip wird auch das "Gesetz der großen Zahlen" genannt. Kurz im Zusammenhang mit Google+ erläutert: Egal wie groß die individuellen Unterschiede aller Google+ Nutzerinnen und Nutzer sind, in der Masse werden sind letztendlich alle ziemlich gleich. Und genau dieses Prinzip versetzt Google in die Lage, aus seinem Netzwerk Durchschnittswerte zu ziehen, die bei der Verfeinerungen der Suchergebnisse einfließen können.

Auf der anderen Seite wird das gleiche Prinzip verwendet, um eben nicht auf Masse zu gehen, sondern eingeloggten Nutzern auf Basis der Verknüpfung mit Freunden und Brands innerhalb von Google+ individuellere Ergebnisse zu zeigen, die sich theoretisch ständig ändern können. Für Google auf jeden Fall ein Vorteil, für Branchen wie zum Beispiel die Suchmaschinenoptimierer eine neue Herausforderung. Um darauf zu reagieren, muss man Google+ in sein Blickfeld rücken und kann es nicht mehr igonieren. Der Content wird noch wichtiger und viel bedeutender: Auch der Urheber des Contents bekommt einen neuen Stellenwert. Google will nicht mehr nur wissen, welches der beste Content ist. Google will wissen, wer der beste Autor ist. Und dieses Vorhaben bringt alles auf eine ganz neue Ebene.

Reputation wird Internetwährung Nummer 1

Bleiben wir also bei Inhalten, die von einzelnen Autoren verfasst werden. Dafür hat Google bereits den AuthorRank eingeführt. Noch mag er das Ranking nicht beeinflussen. Das wird sich aber ändern, weil es logisch und sinnvoll ist. Es verhält sich ein bisschen wie mit einem Buchautor. Wer für gute Inhalte bekannt ist, gilt vielen Menschen als vertrauenswürdiger. Vertrauenswürdiger im Sinne dessen, als dass eine solche Person auch künftig aller Voraussicht nach gute Inhalte produzieren wird, weil er das auch schon in der Vergangenheit getan hat. Google will also weg von der Bewertungsgrundlage "Backlink". Nachvollziehbar, schließlich ist ein Backlink relativ leicht zu manipulieren. Ein menschliches Profil zu manipulieren ist nicht unmöglich, aber deutlich schwieriger. Und der AuthorRank ist untrennbar mit dem AuthorTag verbunden. Im Klartext: Nur wer ein Google+ Profil hat und Google eindeutig sagt, dass dieser und jener Content (über die Verifizierung von Quelle und Ziel in einem Google+ Profil) von ihm (oder ihr) ist, der (oder die) hat die Chance, den eigenen AuthorRank in die Höhe zu treiben.

Doch damit nicht genug. Würde der AuthorRank sich nur über ein vorhandenes Google+ Profil definieren, dann hätte Google es auch sein lassen können. Weil aber diverse andere Faktoren höchstwahrscheinlich in den AuthorRank einfließen, wird es immer sportlicher, hier ohne Google+ erfolgreich zu punkten. So ist davon auszugehen, dass solche Dinge wie Anzahl der Kreise, in denen sich ein Autor bei Google+ befindet, für den AuthorRank maßgeblich sind. Gleiches gilt für die Menge der Interaktionen bei Google+, die ein Autor auf seinen Content bekommt (und auch auf Websites durch den +1 Button).

Wie oft veröffentlicht ein Autor Inhalte bei Google+ und wie sehr interagiert er selbst? Wird er erwähnt, auf welchen Websites ist er Publisher? Schreibt er nur selten oder häufig? Welche Themen bedient er und wie viele Menschen lesen das? Letztendlich haben all diese potenziellen Metriken nur einen Sinn: Google will wissen, wer die Influencer im Internet sind. Welche Personen beeinflussen andere und mit welchen Themen tun sie das? Und weil man eben all diese Benefits für sich als Autor nicht nutzen kann, wenn man kein Google+ Profil hat, ist das schon verdammt clever. Wer nicht zurückbleiben will, der beißt in den sauren Apfel (sofern er oder sie Google+ nicht mag) und freundet sich mit dem sozialen Netzwerk aus dem Hause Google an. So oder so entsteht ein Sog, der dazu führt, dass es immer mehr Nutzerinnen und Nutzer bei Google+ geben wird.

Google+ erzeugt Sog und Druck gleichermaßen

Ähnlich wird sich die Geschichte für Unternehmen entwickeln. Heute wird noch oft gesagt: "Wir haben eine Facebook Page mit vielen Fans, das reicht uns. Wir brauchen keine Google+ Unternehmensseite." Kann man so sehen, sollte man aber nicht. Grund: Mit einer Google+ Page muss man nicht zwingend versuchen, neben Facebook eine hohe Reichweite aufzubauen. Zwar gibt es Leute, die durchaus auch schon heute nicht mehr bei Facebook, sondern nur bei Google+ aktiv sind. Das ist aber (noch) eine Minderheit. Viel wichtiger ist eine Google+ Page für Unternehmen, weil sie verknüpft, verizifiert und überprüft werden kann. Das bedeutet, dass man mit einer solchen Präsenz auf Google+ ähnlich wie mit einem persönlichen Profil dafür sorgen kann, dass Inhalte, die man selbst veröffentlicht, einen höheren Stellenwert bei Google bekommen - je nachdem, wie oft Inhalte erscheinen, wie hochwertig sie sind und in welchem Maße von anderen auf sie reagiert wird.

Eines sollte wohl klar sein: Wenn ein Unternehmen bei Google+ eine hochwertige Page hat, die viele gute Inhalte produziert, von vielen eingekreist wurde und jede Menge soziale Interaktionen wie +1, Kommentare oder Shares bekommt, dann kann das nicht nachteilig sein. Ganz nebenbei wird so tatsächlich auch noch zusätzliche Reichweite generiert, aber durch die Verknüpfung mit der eigentlichen Website erhält diese eine ganz andere Bedeutung. Ähnlich wie beim AuthorRank für persönliche Profile steigt die Firmenwebsite im Ansehen von Google, weil sie eben gute Inhalte produziert und sich mit Google+ verbunden hat.

Schreibt nun ein guter Autor mit hohem AuthorRank auf einer angesehenen Website, die ein mächtiges Google+ Unternehmensprofil hat, dann kann man meiner Ansicht nach auf jeden Fall davon ausgehen, dass sich das früher oder später sehr positiv auf die Rankings auswirkt. Alles andere wäre unlogisch und außerdem ist es in der realen Welt nun mal eben ganz genau so. In der Regel genießen für ihre gute Qualität bekannte Autoren eine höhere Reputation. Beispiel dafür in der echten Welt ist unter anderem Frank Schätzing. Der Mann ist angesehen, weil er gute Bücher geschrieben hat.

Im Internet gibt es ebenfalls Beispiele, die die digitale Variante in den Fokus stellen. Nehmen wir Rand Fishkin. Als Gründer und Inhaber von seoMOZ ist sein Name so gut wie allen Personen auf diesem Planeten, die sich auch nur ansatzweise seriös mit dem Thema SEO befasst haben, ein Begriff. Seine Reputation ist hoch, seinem Urteil wird vertraut. Völlig klar, dass auch Google das als "Suchergebnisaufbereitungsmaschine" in irgendeiner Form honorieren muss.

Google+ wird für Aufsehen sorgen

Warum ist Google+ also so verdammt clever? Es zwingt uns, das Internet endgültig als digitales Abbild des ganz normalen Lebens in der realen Welt anzuerkennen, ob man das nun will oder nicht. Natürlich wird das nicht über Nacht passieren, aber hey… seien wir mal ehrlich. Welche Entwicklungen gehen schon wirklich richtig schnell? Es dauert ein paar Jahre, bis sich neue Mechanismen und Denkweise etabliert haben. Je mehr Leute aber verstehen, wohin Google mit Google+ will, desto mehr Menschen werden es auch nutzen. Von Firmen ganz zu schweigen.

Die Sogwirkungen, die ich weiter oben beschrieben habe, werden in den kommenden Monaten und Jahren dafür sorgen, dass Google+ größer und größer wird. Mächtiger und einflussreicher natürlich auch. Solange man immer noch "den Stecker ziehen" und sich somit auch als Onliner all dem entziehen kann, sehe ich keine gravierdenden Gefahren. Datenschützer vermutlich schon - das ist aber wahrlich eine andere, sehr nervenaufreibende Geschichte. Und wer immer sich über "Datenkraken" wie Google oder Facebook beklagt, für den hab ich einen Rat: Niemand muss online sein, das machen wir alle freiwillig. Wer also über sich nichts preisgeben will, der sollte Zeitung lesen und nicht online sein. Kein Google+, kein Facebook, keine Email. Dann aber auch keine Kinokarten oder Flugtickets online bestellen, bitte. Ansonsten wird's nämlich schnell heuchlerisch und "leider ungeil"...

Autor

Björn Tantau lebt in Hamburg und ist seit Ende der 1990er Jahre im Online Marketing aktiv. Er ist Spezialist für Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing und Linkaufbau, bloggt auf seiner Website über aktuelle Online Marketing Themen und hat ein Buch über Google+ geschrieben. Seit 2012 ist er Head of Social Media bei TRG - The Reach Group GmbH in Hamburg und veranstaltet Social Media Seminare, Trainings und Workshops.

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34 Antworten
  1. von Daniel am 30.10.2012 (16:37 Uhr)

    „Und wer immer sich über "Datenkraken" wie Google oder Facebook beklagt, für den hab ich einen Rat: Niemand muss online sein, das machen wir alle freiwillig.“. Genau, und niemand muss Angst vor Überwachungskameras haben, er kann ja schließlich zu Hause bleiben, und niemand muss sich über über Datenschutz in Unternhemen aufregen, er muss ja nicht arbeiten gehen und niemand… Das ist eine dermaßen kaputte „Argumentation“.

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  2. von Eric am 30.10.2012 (16:46 Uhr)

    Wen interessiert Google+ denn noch? 100 Millionen Nutzer? So gleichmäßig demografisch verteilt wie bei Facebook oder sind das alles doch nur Techies und Nerds?
    Ich mag Google+ einfach nicht. Warum? Weil es mir extrem sauer aufstößt, dass Google wohl jede Maßnahme recht ist Google+ irgendwie Relevanz/Nutzen zu verleihen indem es das Netzwerk mit dem Rest seiner Applikationen verwebt.
    Mag logisch sein, aber wenn ich es als Marketingtool nutzen "muss", damit ich in der Suchmaschine sichtbar bleibe, ist das von Google nicht clever, sondern es klingt für mich kartellrechtlich sehr grenzwertig, siehe "Standardbrowser bei Windows".

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  3. von Thorsten Piening am 30.10.2012 (17:03 Uhr)

    100 Millionen zu einer Milliarde. Das liest sich beeindruckend. Aber die Frage ist hier - wie so oft - nicht die Quantität, sondern die Qualität. Wie aktiv sind die Nutzer bei Google+ im Vergleich zu Facebook? Schon hat sich der Vergleich relativiert und Google+ bleibt ein Spielspass für die Online Marketing Branche. Aber vielleicht irre ich mich und Google wird in Zukunft an Relevanz und Marktmacht gewinnen. Dagegen spricht, dass Google in der Vergangenheit schon zu häufig gezeigt hat, dass nicht alle Pläne, die sie schmieden, funktionieren.

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  4. von Jim am 30.10.2012 (17:04 Uhr)

    Da kann ich mich Daniel nur anschließen. Wer heutzutage die Behauptung aufstellt, niemand müsse online sein, der lebt in meinen Augen an der Realität vorbei. Vor allem die Geschäftswelt spielt sich immer häufiger online ab. Aber wieso soll ich darum ständig und überall etwas im Internet von mir preisgeben müssen? Ich laufe auch nicht auf der Straße rum mit einem riesigen Zettel in der Hand, auf der meine persönlichen Daten stehen. Muss ich im Bus Flugzettel verteilen, auf denen haarklein draufsteht, wo ich hinfahre, mit wem und warum? Nein. Aber stell dir vor es gibt Google+ und keiner geht hin. Das wäre sicherlich schön. Aber eben nicht im Sinne Googles und nicht im Sinne von Herrn Tantau, der dann mit Google+-Seminaren kein Geld verdienen kann. Hier wird dem Leser wieder ein "unabwendbarer Trend" aufgeschwatzt. Ich (als Besitzer von Social-Network-Accounts) hoffe diese Blase platzt bald, bevor man nur noch auf Googles Suchlinks klicken darf, nachdem man irgendwo "ge+1" (wie ist hier die Sprachregelung) hat oder sonstige "kreativen Einfälle" die freie Nutzung des Internets weiter zugunsten einer Nutzung gegen persönliche Daten zurückgeschraubt wird. Und "leider geil" in einem doch recht fachlichen Umfeld zu nutzen ist - um es mit den Worten des Autoren zu formulieren "leider ungeil."

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  5. von Jakob am 30.10.2012 (17:28 Uhr)

    Moment, hat es nur Monate gedauert, den Beitrag zu veröffentlich, oder wieso kommt er mir so verdammt März-April-like vor?

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  6. von Martin O. Hamann am 30.10.2012 (17:51 Uhr)

    Aloha

    Die Tatsache, dass wir alle freiwillig online sind, gibt Niemand das Recht dazu, uns ungeniert ausspionieren zu dürfen. Diese undifferenzierte Behauptung seitens des Autors ist eine eine dreiste und selten dämliche Umkehrung der Kausalität. Denn Google bedient sich aktiv (!) -also ohne meine Authorisation - an meinen Daten, aber mein Recht auf Datenschutz stand mir ja wohl schon vor(!) Google's glorreichem Aufstreben im Web zu. Das Recht auf Datenschutz ist viel älter als Google und alle anderen Sozialen Online-Netze dieser Welt zusammen; ergo bin ich auch nicht "heuchlerisch " noch muss ich vor irgendwem kuschen, wenn ich dieses Recht geltend mache!

    Marketing-Fuzzis sollten hier wirklich keine Artikel einstellen dürfen; ein kritischer "Google+"-Erfahrungsbericht aus Sicht eines normalen Nutzern respektive eines "Facebook-Abtrünnigen" hätte mir wesentlich besser gefallen.
    Just my 2 Cents...

    Cheers
    --

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  7. von arno nym am 30.10.2012 (19:17 Uhr)

    omg? welch nichtssagender Artikel ohne jegliche Begruendungen...

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  8. von olaf am 30.10.2012 (19:31 Uhr)

    Dieser Artikel ist ein perfektes Beispiel, dafür dass es manchmal besser ist sich über den eigenen Horizont zu bewegen. Aus Marketing-, SEO- und Unternehmenssicht gebe ich Björn hier absolut Recht. Allerdings sind es nunmal nicht diese Beteiligten, die über den Erfolg von Social Networks entscheiden sondern die breite Masse an ganz normalen Nutzern, denen Marketing & Co. völlig egal ist. Deswegen solch einseitigen Sichtweisen aus der Sicht eines Marketeers hier nicht zielführend.... Meine Meinung.

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  9. von Soja am 30.10.2012 (20:16 Uhr)

    Ich finde auch, man sollte Google + nicht vernachlässigen. Wer weiß, wie Google das vor allem im Hinblick aufs Ranking einer Seite bewertet...

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  10. von Thomas am 31.10.2012 (00:50 Uhr)

    Im Moment sind die Rich-Snippets mit Foto ja ganz nett und erhöhen sicher die CTR . Die Frage ist nur was ist wenn in einem Jahr alle Ergebnisse ein Foto haben...wo soll dann da der Mehrwert für den Suchenden sein?

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  11. von Frank Frei am 31.10.2012 (06:00 Uhr)

    "Und wer immer sich über "Datenkraken" wie Google oder Facebook beklagt, für den hab ich einen Rat: Niemand muss online sein, das machen wir alle freiwillig. Wer also über sich nichts preisgeben will, der sollte Zeitung lesen und nicht online sein. Kein Google+, kein Facebook, keine Email. Dann aber auch keine Kinokarten oder Flugtickets online bestellen, bitte. Ansonsten wird's nämlich schnell heuchlerisch und "leider ungeil"..."

    Das ist eine dermaßen Arrogante und Kaputte Argumentation der 'Post-Privacy-Fetischischten'. Google und Facebook sind NICHT! das Internet, sondern Unternehmen die ihre Dienste mit Kundendaten Finanzieren.

    Online zu sein bedeutet NICHT! vor jedem Unternehmen die Hosen herunterlassen zu müssen. Auch wenn diese es gerne (angesichts der Umsätze mit Kundendaten) hätten. Das Internet Funktioniert auch ohne Facebook und Google.

    Fangt mal an über euren begrenzten Tellerrand zu blicken und Akzeptiert die Tatsache, das nicht jeder Nutzer bei diesem Mist mitmachen möchte (Derzeit mehr als 1 Milliarde Internetnutzer).

    P.S.
    Ich war nie bei Facebook, Google, MySpace, Instagram. den VZ-Netzwerken etc., habe keinen eigenen Paypal oder Amazon Account, Unterbinde so weit es geht sämtliche Trackingdienste/Werbung und habe kein Smartphone/Tablet/E-Reader. Und ich habe auch nicht vor daran etwas zu ändern, denn ich habe keinerlei Nachteile dadurch. Jedoch einen Hohen Grad an Privatsphäre und Datenschutz.

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  12. von Coach Paul am 31.10.2012 (06:08 Uhr)

    Hallo, ein toller Artikel, der mich darin bestärkt auf Google+ weiter zu machen.

    Ich bin leider nicht aus der Branche und tu mir ehrlich gesagt auch noch recht schwer in richtige Interaktion, weil für mich die Sortiererei in Kreis zwar eine hervoragende Möglichkeit ist, ich dennoch schnell den Überblick verliere und mich überfordert fühle.

    Kennt da jemand Tipps zur effektiven Handhabung???

    Beste Grüße
    - Coach Paule

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  13. von Jörg Hellmann am 31.10.2012 (07:30 Uhr)

    Für mich, der ich gerade anfange, mich im social network zurechtzufinden, eine hervorragende Erhellung von Zusammenhängen. Danke!

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  14. von pixelhotel.eu am 31.10.2012 (08:14 Uhr)

    was ich aus meiner Google+ Zugehörigkeit erfahren habe, darf ich jetzt hier mit diesem Beitrag auf mich wirken lassen, und mich in meiner Überzeugung festigen. Es ist und bleibt spannend, weil eben nicht von heute auf morgen die Userzahlen steigen, aber ein ungeschriebenes Gesetz bestätigt, dass es seine Zeit braucht, ein gutes Produkt zu werden. Und weil es nicht im Eiltempo hergestampft wird, ergeben sich im Laufe der Zeit positive Nebenwirkungen. Ich hatte und habe heute auch noch meine Bedenken Google gegenüber betreffend seine Monopolstellung, aber unterm Strich erhalte ich von Google viel für mein Projekt. Leben und leben lassen.

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  15. von Anne am 31.10.2012 (08:44 Uhr)

    Hmm, ich kann aus meiner Erfahrung ebenfalls nur sagen im Bereich Online Marketing und Entwicklung geht sehr viel, aber alles andere ist doch eher mager. Schaut man sich "große" Firmen an wie Zalando, Otto & Co merkt man ganz schnell, dass hier eigentlich nur ins Leere gepostet wird. Von Interaktion ist hier nichts zu spüren. G+ ist längst noch nicht im Mainstream angekommen und wird es meiner Meinung nach auch nicht schaffen. Dieses "Aufzwingen" der Google Dienste nervt nur noch.

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  16. von Basti am 31.10.2012 (08:50 Uhr)

    Wie viele meiner Vorredner bereits schrieben, handelt es sich mitnichten um einen Sog, sondern um immer mehr Zwänge. Google+ wird zum Hype, weil wir uns den Ausbau von Plus-Button und das Übergehen der Autorenprofile genausowenig leisten können, wie die Ignoranz der Suche bei Facebook. Kritische Stimmen gibt es dabei so gut wie gar nicht - zum Beispiel über die Tatsache, dass die Snippets beider "Anbieter" grauenhaft sind, die Ladezeiten erhöhen und in den seltensten Fällen W3C-Konform sind. Dolle Wurst!

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  17. von Holger am 31.10.2012 (08:59 Uhr)

    Der große Unterschied, den Facebook zu Google+ ausmacht, sind die Inhalte. Während es sich auf Facebook auf die Personen bezieht ("Look at me!" = Narzissmus), ist der Focus bei Google+ auf Informationen durch Content gelagert, oder spitzer formuliert, auf Facebook kann man sich Duckfaces anschauen und über Google+ relevante Informatioen einholen, wenn man begriffen hat, wie das funktioniert.

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  18. von Borussiabenny am 31.10.2012 (09:57 Uhr)

    Es muss doch allen klar sein, dass Google+ DIE Zukunft für das organische Suchmaschinenmarketing sein MUSS. Alle Anzeichen, die nebenbei bemerkt sehr gut in diesem Artikel herausgearbeitet wurden, deuten auf eine höhere Gewichtung von Autoren für die Rankings hin, und somit auf eine deutliche Abwertung von Backlinks. Klar wird das noch eine Weile so wietergehen wie bisher, aber in naher Zukunft muss mit sich halt mit anderen Dingen befassen....

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  19. von Sven am 31.10.2012 (10:41 Uhr)

    Den Sog vermissen wahrscheinlich auch die Kollegen aus Mountain View schon länger. Den gibt es nämlich nicht. Manche - besonders aus der Print- und SocialMediaHype-Ecke wünschen ihn sich, weil sie damit mehr Impact innerhalb der Sucheregebnisse erhoffen. Doch leider ist Google+ etwas für - ich nenne sie mal Nerds - eine kleine, clevere Benutzergruppe, die Google jedoch nicht wirklich ausreichen wird. Der Mainstream ist auf Facebook. Gekommen, um zu bleiben. Ob das jetzt wirklich leider geil ist, weiß ich nicht, aber Google+ geb ich nicht mehr lange. Da war nie Luft drin...

    Just my 2 cents,
    Sven

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  20. von Martin am 31.10.2012 (11:13 Uhr)

    Der Punkt mit den sozialen Daten - genau das ist das. Wie Du auch schon schreibst. Die Masse von über 100 Mio Mitgliedern reicht völlig aus noch mehr über Personen, Trends usw. rauszubekommen.
    Da Google im Gegensatz zu Facebook auch vielmehr "b2b-mäßig" genutzt wird, wird Google somit auch immer mehr verdienen als Facebook. Zumindest sucht man ja nicht bei Facebook wenn man was kaufen möchte. Noch nicht.

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  21. von olaf am 31.10.2012 (11:21 Uhr)

    Die Relevanz von Google+ für viele Bereiche des alltäglichen Lebens ist einfach nicht gegeben und ich bezweifele irgendwie, dass hier irgendwann der Tipping Point erreicht wird. Dazu ein Auszug aus meinem Blogbeitrag aus dem März Google+ und der Tipping Point:

    "Denn auch soziale Netzwerke wie Google Plus müssen diesen Tipping Point erreichen bevor ihnen eine erfolgsversprechende Zukunft prophezeit werden kann und vor allem wirtschaftlich rentabel werden.

    Ein Tipping Point beschreibt den Punkt eines Graphen an dem eine gleichmäßig steigende Gerade bzw. Kurve zu einer nach oben überproportional steigenden Kurve wird. Betrachtet man die Kurve der Nutzerzahlen von Google Plus ist kein Tipping Point zu erkennen. Eher das Gegenteil."

    http://www.online-marketing-deutschland.de/social-media-marketing/google-plus-und-der-tipping-point/

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  22. von ClaudiaBerlin am 31.10.2012 (11:42 Uhr)

    Ich finde es sehr angenehm, dass man auf G+ nicht vordringlich "mit Marken interagiert", bzw. auch nicht genötigt wird, das zu tun.

    Unternehmen kommen und gehen, Menschen bleiben - von daher gefällt mir die zunehmende Fokussierung auf die Autoren des jeweiligen Contents (wird das letztlich nicht auch deren Stand im Verhältnis zu Unternehmen verbessern? Ganz ohne mühsame staatliche Regelungen?)

    G+ ist auch viel schreib- und diskussionsfreundlicher gestaltet - für alle, die sich gerne inhaltlich austauschen richtig gut. Auf FB werden mehr bloße "Stimmfühlungslaute" ausgetauscht - das mag dem Marketing genügen, mir reicht es nicht.

    Es stimmt andrerseits aber nicht, dass auf G+ nur Nerds unterwegs seien - wer so denkt, kreist eben solche ein und andere nicht. Man kann auch eine Timeline voller Kunst und Katzencontent haben, wenn man das will!

    Insgesamt verstehe ich die Emotionalität des Google-Bashings einiger Kommentierer hier nicht. G+ ist richtig gut gemacht und haut einem nicht so viel Klickibunti um die Ohren - schön, dass ein BigPlayer sowas macht!

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  23. von Tim(ur) am 31.10.2012 (14:22 Uhr)

    "Leider geil"? Sicher? Vielleicht da was im Hintergrund, vielleicht wird daraus was in der Zukunft, aber momentan ist Google+ für mich eher tod, als lebendig.
    Interessant ist auch nicht wirklich für mich.

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  24. von Mac am 31.10.2012 (17:17 Uhr)

    Google+ ? Gibts das noch?

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  25. von Rob am 31.10.2012 (17:33 Uhr)

    Guter Artikel- treffend formuliert, kann man einfach mal so stehen lassen. Gruß Ro

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  26. von Bernet am 01.11.2012 (01:18 Uhr)

    Danke für den lesenwerten Artikel. Den Punkt hinsichtlich des Personal Brandings finde ich besonders interessant. Inzwischen sind die Google+ Profile, sofern sie auf der ersten Seite zu finden sind, durchschnittlich auf Platz 6 positioniert (laut Angron.de Studie). Hier liegt also jede Menge Potential für die Marken- und Brand-Optimierung. In Zukunft wird die durchschnittliche Position der Profile wohl noch einiges höher ausfallen.

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  27. von Jakob am 01.11.2012 (09:27 Uhr)

    "Der Punkt mit den sozialen Daten - genau das ist das. Wie Du auch schon schreibst. Die Masse von über 100 Mio Mitgliedern reicht völlig aus noch mehr über Personen, Trends usw. rauszubekommen."

    Hier und im Artikel wird eine Schlussfolgerung aus den 100 Mio. Nutzern gezogen, die vollkommen vorschnell ist: Wie aktiv sind die 100 Mio.? Aus welchen Milieus kommen diese? Man kann auch 100 Mio. Nerds und Early Adopter weltweit sammeln - das nützt aber Unternehmen nix, die Schuhe an Frauen verkaufen wollen.

    Facebook = relevant für Kunden.
    Google+ = relevant für Google Ergebnisse.

    That's it.

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  28. von paule am 01.11.2012 (14:32 Uhr)

    Der Artikel ist gut und wahrscheinlich wird der Mann Recht bekommen, aber bei einer Sache kriege ich das KOTZEN, es ist einfach so ein jämmerlich läppsches Standart Tothauargument!

    "Niemand muss online sein, das machen wir alle freiwillig." Damit werden dann jegdliche moralisch verwerflichen Praktiken legitimiert, mit einem einfachen und scheinbar logischen Argument! JEDOCH ist es vollkommen FALSCH, dies wird klar, wenn man dieses Argument zur Maxime erklärt, denn dann wird klar das alles ausser unserer Existenz freiwillig ist. Hierraus folgt das wir keinerlei Gesetze mehr brauchen, ausser einem sicheren Refugium, DENN alles andere machen wir ja freiwillig!

    Wie gesagt, für dieses Argument lächerliche Argument würde ich den Autor am liebsten Tausendfach Ohrfeigen!

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  29. von paule am 01.11.2012 (14:41 Uhr)

    Cheers Martin und Daniel! War zu faul mir alle Kommentare durchzulesen bevor ich mich ausgekotzt habe! Schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bin dem dieses freiwillig Argument fasst ausrasten lässt!

    Dicht gefolgt vom "Ich/Man hat ja nix zu verbergen .." Argument bei Überwachungskram.

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  30. von Andreas am 01.11.2012 (16:46 Uhr)

    Clever, ohne Zweifel. Als Unternehmen kann man sich G+ kaum entziehen und auch für den SEO ambitionierten Privatmann -frau geht daran kein Weg vorbei. Nur ist es damit nicht genug. Schließlich kann es nicht Sinn und Zweck von G+ sein, zu einem Treffpunkt von Unternehmen zu werden. Im Branchenbuch ist man auch unter sich. Damit die Rechnung aufgeht, bedarf es dann eben auch noch der Konsumenten. Aber dafür wird man sich sicher auch noch etwa ebenso cleveres einfallen lassen (müssen).

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  31. von Marc-M. Schoberer am 01.11.2012 (17:56 Uhr)

    Die Relevanz für Google+ wird es nicht geben? Bullshit! Wie Herr Tantau geschrieben hat, wird der AuthorRank WIRD künftig die Suchergebnisse beeinflussen und je mehr dieser Einfluss deutlich wird, um so mehr werden Firmen, Unternehmen, SEOs usw. auf dieses Boot aufspringen. Google+ bietet die Möglichkeit, sich als Experte zu etablieren. Das IST wichtig!

    Google+ erscheint vielen auf den ersten Blick langweilig. Warum? Weil eben nicht dieser Schwachsinn wie "gehe jetzt mal auf´s Klo" gepostet wird, sondern sehr oft wertigere (zugegeben aktuell noch etwas techniklastige) Kommunikation stattfindet.

    Fakt ist: Google+ wird sich etablieren, Google+ wird niemals eingestampft, immer mehr Unternehmen werden mitmachen, bei Google+ dabei zu sein wird wichtiger und wichtiger. Wer das nicht erkannt hat - herzlichen Glückwunsch!

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  32. von David am 02.11.2012 (07:39 Uhr)

    Fürs Business ist es hilfreich um Seo zu puschen. Facebook ist dennoch die Nr.1. Die machen auch eine Suchmaschine.

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  33. von Thomas Brettinger am 05.11.2012 (22:31 Uhr)

    Google+ wird immer wichtiger werden. Dafür wird google schon selbst sorgen. Inwieweit dies dann eine Zukunft hat, wird sich zeigen.

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  34. von Frank_SemProCon am 09.11.2012 (12:04 Uhr)

    Sehe ich genauso wie Mr. Brettinger. In spätestens 2 Jahren ist FB engültig erwachsen geworden und hat an Bedeutung verloren. G+ hat dann die gleiche aktive, aber kommerziell "wertvollere Nutzerschaft".

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