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Google will mit „Instant Buy“ den mobilen Checkout beschleunigen

Google will mit „Instant Buy“ den mobilen Checkout beschleunigen

Ein großes Problem im Mobile-Commerce ist die Abbruchquote. Nicht jeder Artikel, der auf einem oder im Warenkorb landet, erreicht auch den Kunden. will das mit dem neuen Dienst „Google Wallet Instant Buy“ lösen.

Google will mit „Instant Buy“ den mobilen Checkout beschleunigen

Google bringt für das eigene Wallet eine „Instant-Buy-Funktion“. (Screenshot: Google)

Laut dem Quartalsreport von Monate.com enden nur ein Prozent der Warenkörbe beim Online-Shopping mit dem Smartphone auch in einer Bestellung, obwohl schon heute ein Großteil der Anwender das Smartphone zur Produktsuche nutzt – alleine in Deutschland 62 Prozent. Je nach Marktorschung variieren die absoluten Zahlen, die Aussage ist aber immer die gleiche: Auf dem Smartphone ist die Abbruchquote im Vergleich zum Desktop wesentlich höher.

Die Gründe liegen in der kleineren Bildschirmgröße und der damit verbundenen schwierigeren Eingabe der notwendigen Bestell- und Zahlungsinformationen. Jetzt bringt Google mit dem Google-Wallet-Instant-Buy eine mögliche Lösung für das Dilemma.

Konversionsrate je nach Device (Grafik: smartinsights.com)
Konversionsrate je nach Device (Grafik: smartinsights.com)

Google will mit „Instant Buy“ die Kaufhürde minimieren

Mit „Google Wallet Instant Buy“ soll die Hürde im Warenkorb drastisch minimiert werden. Dazu hat Google eine kostenlose Schnittstelle zur Verfügung gestellt, die den mobilen Checkout-Prozess im Online-Shop auf nur zwei Schritte minimiert. Google Wallet Instant Buy funktioniert auf jeder mobilen Plattform und mit jedem Google-Konto. Der Vorteil für den Shop-Betreiber soll in der einfachen Integration und der Beibehaltung der bestehenden Bezahlverfahren liegen. Google wickelt die Zahlung nicht selbst ab, sondern nutzt die Prozesse des Shop-Betreibers.

Um Google Wallet Instant Buy zu nutzen, muss der Anwender seine Kreditkarte in der Google-Wallet hinterlegt haben. Im Shop kann dann mit der Funkion „Buy with Google“ die Bestellung ausgelöst werden. Alle notwendigen Informationen wie Lieferadresse und Zahlungsinformationen werden an den Shop geschickt, der Anwender muss die Bestellung nur noch bestätigen. Google nutzt nicht die Kreditkarten-Informationen des Anwenders, sondern generiert eine einmal gültige virtuelle Kreditkarte, die mit der Originalkarte des Anwenders verknüpft wird. Damit will Google eine höhere Sicherheit gewährleisten, denn eine Kompromittierung ist dann zwecklos, da die echten Kartendaten nicht an den Händler geschickt werden. Eine ähnliche Funktion bietet PayPal mit PayPal Express oder Amazon mit der 1-Click Bestellung – wenn auch ohne die virtuelle Karte.

Google Instant Buy
Google-Wallet-Instant-Buy (Grafik: Google.com Webseite)

Mit Google Wallet Instant Buy sind alle glücklich?

Mit einem vereinfachten Check-Out Prozess wird die Abbruchquote minimiert, was den Händler freuen wird. Die einfache Integration macht es dem Shop-Betreiber ebenfalls leicht, zumal keine zusätzlichen Kosten anfallen, sofern denn schon die Kredikartenzahlung seitens des Händlers angeboten wird. Der Vorteil für den Kunden liegt ebenfalls auf der Hand: Seine Google-Mail-Adresse reicht aus, um eine Bestellung auszulösen. Dazu kommt eine vermeintlich höhere Sicherheit, da ja nur einmal gültige Kreditkartendaten erzeugt werden. Google bekommt über diesen Weg zusätzliche Informationen über den Anwender. Sozusagen eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten – wenn man das „lästige“ Thema mit dem gläsernen Anwender mal außen vor lässt.

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3 Antworten
  1. von FrAGgi am 24.04.2014 (08:54 Uhr)

    Klingt an sich nicht verkehrt. Die Frage ist nur, wie viele Leute hierzulande ihre Kreditkartennummern bei Google hinterlegt haben (nicht unbedingt aus Angst vor Google, sondern weil man es ja sonst nicht braucht - abgesehen von Android). Davon abgesehen, dass die KK hier gar nicht soooo verbreitet ist. In anderen Ländern ist das da aber sicher anders.

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  2. von Italo am 24.04.2014 (10:12 Uhr)

    Da kann ich mich mich FrAGi nur anschließen. Soweit ich sehen konnte bietet google den Dienst vorläufig nur in den USA an. Die Frage wäre wann google den Dienst auch in Deutschland zur Verfügung stellt. Zumindest ist der Dienst für den Internationalen Verkauf sehr Interessant.

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  3. von Michael Pröll am 24.04.2014 (11:18 Uhr)

    Mir gefällt an dieser zukünftigen Lösung, dass man nur noch die Google Email Adresse benötigt. Natürlich ist es für den Verkauf dringend nötig das da etwas getan wird.

    Auch mir stellt sich die Frage wie lange es dauern wird, dass dies auch in Deutschland präsent sein wird.

    Die Überfahrt von der USA nach Europa dauert heutzutage immer noch sehr lange.

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