Google Wave sei erst einmal schwer zu beschreiben, berichtet Rometsch, und ein wirkliches Verständnis bringe erst die Arbeit damit. Er beschreibt es unter anderem als „eine Mischung aus Messenger, E-Mail and Facebook“. Eine der ersten Veränderungen, die er beim Umgang mit der Testversion feststellte, war eine veränderte Länge der Nachrichten. Da sie in Echtzeit und Buchstabe für Buchstabe übermittelt werden, nehmen ansonsten lange E-Mails einen Twitter- oder SMS-ähnlichen Charakter an. Die Kommunikation beschränkt sich eher auf das Wesentliche und wird somit effizienter.
Dass Wave noch in den Kinderschuhen steckt, wird an den Problemen mit der JavaScript-Performance deutlich. Für ältere Hardware in Kombination mit älteren Browserversionen ist Google Wave momentan nicht zu empfehlen. Auch verliert die JavaScript-Engine von Zeit zu Zeit die Verbindung zum Server und ein Restart wird notwendig.
Zusammenfassend erklärt Rometsch Wave zum „Fosbury Flop der Online Kommunikation“. Zur Erklärung: Dick Fosbury ermöglichte mit einer revolutionären neuen Technik große Leistungssteigerungen beim Hochsprung in der Leichtathletik. Ähnliche Dinge könnte nun Wave auch für die Online-Kommunikation leisten, glaubt Rometsch. Der Erfolg hängt seiner Meinung nach aber von vier Faktoren ab:
- Schafft Google es, jedem verständlich zu machen was genau Wave ist?
- Wie gut werden bestehende Protokolle integriert?
- Wie entwickeln sich die JavaScript-Engines weiter?
- Werden externe Entwickler Wave unterstützen oder meiden?
Einen Termin, ab wann Wave allen interessierten Nutzern zur Verfügung steht, hat Google bislang nicht genannt. Ab 30. September soll der Kreis der Testnutzer aber deutlich erweitert werden, wie hier im Google Wave Developer Blog zu Wochenbeginn angekündigt wurde.




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8 Answers
von Alex Schestag 22.07.2009 (12:28Uhr) 1.
Wer solche Aussagen wie "In fünf Jahren wird niemand mehr wissen, wie die Welt ohne Google Wave funktioniert hat" bringt, dem glaube ich kein Wort. Liebe Leute, "die Welt" hat 5 Milliarden Jahre lang ohne Internet, Google und das ganze Gedöns, von dem wir heute angeblich ach so abhängig sind und ohne das wir angeblich üüüüüüberhaupt nicht mehr leben können, "funktioniert", und sie wird auch bis zu ihrem Ende in einigen Milliarden Jahren ohne dieses Gedöns "funktionieren". Es wäre wirklich manchmal schön, wenn nicht jede neue Entwicklung gleich als lebensnotwendig bezeichnet würde, nur weil sie von Google kommt. Denn dabei wird ganz vergessen, daß es auch fatal ist, sich von Monopolisten wie Google abhängig zu machen. Man sollte vielmehr die Vielfalt des Internet bewahren und fördern.
von Willy 22.07.2009 (14:49Uhr) 2.
Ein Faktor wurde vergessen: Wie reagiert Microsoft mit Outlook darauf? Man vergisst schnell, dass der weitaus grössere Player im Kommunikationsmarkt (e-Mail) noch immer Outlook ist...
von Alex Schestag 22.07.2009 (15:02Uhr) 3.
Outlook ist der größere Player? Nur weil es mit jedem Windows mitkommt? Ich bezweifle das. Webmail-Interfaces dürften die weitaus größeren Player sein.
von Matthias Schwenk 22.07.2009 (15:53Uhr) 4.
Auf Größe kommt es im Vergleich von Wave mit Outlook gar nicht an. Wave ist ein webbasiertes Produkt, das seine Echtzeitübertragung von Daten vermutlich nur mit Hilfe der vielen Serverfarmen von Google darstellen wird können. Dem muss Microsoft erst einmal etwas entgegen stellen, denn Outlook ist bislang eine desktopbasierte Software. Die Frage dürfte vermutlich eher sein, wie die Serverinfrastruktur von Bing (Microsoft) gegenüber Google aufgestellt ist...
von Stoptonowsky Alexey 24.07.2009 (21:59Uhr) 5.
Absolut unwichtig!
von In eigener Sache: Einladung zum Google W… 31.07.2009 (15:00Uhr) 6.
[...] in der Entwicklungsphase, von dem wir in fünf Jahren nicht mehr wissen, wie wir jemals ohne leben konnten. Nee, echt [...]
von ChriD 03.08.2009 (20:14Uhr) 7.
Also ich finds lässig das Teil
von Kommunikations-Experiment gescheitert: G… 05.08.2010 (15:38Uhr) 8.
[...] Als Google Ende Mai 2009 auf der I/O seine neue Kommunikationsplattform vorstellte, wurde zunächst ein großer Hype ausgelöst, und Wave wurde schnell das Potential zugeschrieben, die Netz-Welt verändern zu können. Aber [...]