t3n News Software

Google weitet „Recht auf Vergessen“ auf internationale Domains aus

Google weitet „Recht auf Vergessen“ auf internationale Domains aus

Informationen, die auf Basis des „Recht auf Vergessenwerdens“ gelöscht wurden, waren bisher über internationale Domains weiterhin abrufbar. Das ändert jetzt durch eine Standortabfrage.

Google blendet Ergebnisse auf Basis des Standortes aus

Seit Wochen kursierten Gerüchte, dass Google das sogenannte „Recht auf Vergessen“, mit dem Personen Informationen aus den Suchergebnissen entfernen lassen können, auf Länderseiten außerhalb Europas ausweitet. Jetzt bestätigt der Suchmaschinenbetreiber die Berichte, entfernte Inhalte sind ab nächster Woche auch nicht mehr auf internationalen Domains gelistet.

Machte jemand bisher von der Option Gebrauch, waren die Informationen zwar nicht mehr über Suchanfragen auf den europäischen Länderseiten zu finden. Wer über eine internationale Google-Domain wie .com einstieg, konnte die gelöschten Suchergebnisse weiterhin sehen. Mit der Änderung blendet die Suchmaschine auf Basis von Standortdaten wie die IP-Adresse in den Ländern aus, in denen der Löschantrag gestellt wurde. Wer zum Beispiel in Deutschland Suchergebnisse entfernen hat lassen, kann diese außerhalb Deutschlands über Google.com weiterhin abrufen.

d8nn / Shutterstock.com
Google blendet gelöschte Suchergebnisse ab sofort auch auf Länderseiten außerhalb Europas aus – allerdings nur am jeweiligen Standort. (Bild: d8nn / Shutterstock.com)

350.000 Löschanfragen

Google kommt damit einer jahrelangen Forderung von Datenschützern der Europäischen Union nach. Die neue Regelung scheint ein Kompromiss zu sein, da sie die internationalen Suchanfragen nur im jeweiligen Land einschränkt. Im offiziellen Blog gibt der Suchmaschinenbetreiber zu, dass es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten mit den europäischen Datenschutzbehörden gebe, man aber einen kollaborativen Dialog führe.

Das „Recht auf Vergessenwerden“ wurde im Mai 2014 eingeführt. Im November 2015 informierte das Unternehmen in einem Transparenzbericht, dass bis dahin knapp 350.000 Suchanfragen eingegangen waren. Jede zweite Anfrage kam Google allerdings nicht nach.

via googlepolicyeurope.blogspot.co.de

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Eine Antwort
  1. von Lars Kroll am 08.03.2016 (09:33 Uhr)

    Die Quelle funktioniert nicht (mehr)..

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Google
Yahoo: Wie das Google der 90er scheiterte
Yahoo: Wie das Google der 90er scheiterte

Yahoo war das Google der 90er Jahre. Inzwischen geht es nur noch um eine Abwicklung der Firma. Chronik eines Niedergangs. » weiterlesen

Google: Das sind die wichtigsten Änderungen bei AdWords
Google: Das sind die wichtigsten Änderungen bei AdWords

Etwas mehr als ein halbes Jahr nach dem 15. Geburtstag von AdWords verpasst Google seinem Werbeprogramm ein umfassendes Update. Werbungtreibende dürfen sich auf neue Anzeigenformate und einen … » weiterlesen

Brexit und Google: Warum Journalisten aufhören sollten Google Trends zu nutzen
Brexit und Google: Warum Journalisten aufhören sollten Google Trends zu nutzen

Mit Google Trends versuchen Journalisten gerne Stimmungsbilder abzubilden – so auch nach dem Brexit-Referendum. Warum das in vielerlei Hinsicht sinnlos ist, verrät euch unser heutiges Fundstück. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?